Wirtschaftsinformatik privat studieren: NC-frei ab 199 €/Monat

Bachelor und Master an über 20 Hochschulen – Fernstudium, dual, berufsbegleitend oder auf dem Campus
 · Letzte Aktualisierung 16.03.2026

Über 45 Studiengänge Wirtschaftsinformatik an privaten Hochschulen – vom Fernstudium ab 199 €/Monat bis zum dualen Bachelor, bei dem das Unternehmen die Gebühren übernimmt. Wirtschaftsinformatik verbindet IT-Kompetenz mit betriebswirtschaftlichem Verständnis und gehört zu den Studiengängen mit den höchsten Einstiegsgehältern. Die zentrale Frage: Welches Format und welche Hochschule passen zu deinen Zielen?

Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 46 Kurse im Fachbereich Wirtschaftsinformatik. Gezeigt werden die ersten 20 Top-Kurse. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Kurse im Fachbereich zu entdecken.

Vollzeitstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Fachhochschule Wedel
  •  6 Semester
  •  Wedel
  •  2 Kommentare & Fragen
Fernstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  AKAD University
  •  6 Semester
  •  online
  • ab 203 € monatlich
Fernstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  IU Internationale Hochschule
  •  6 Semester
  •  online
  •  Onlinestudium ohne Präsenzpflicht an Deutschlands größter Hochschule
  • ab 259 € monatlich
Berufsbegleitendes Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  FOM Hochschule für Oekonomie und Management
  •  7 Semester
  •  Berlin, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Kassel, Köln, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart
  • ab 475 € monatlich
Vollzeitstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  DIPLOMA Hochschule
  •  6 Semester
  •  Bad Sooden-Allendorf
  • ab 215 € monatlich
Fernstudium, Master of Science (M.Sc.)
  •  Wilhelm Büchner Hochschule
  •  4 Semester
  •  online
Fernstudium, Master of Science (M.Sc.)
  •  IU Internationale Hochschule
  •  2 Semester
  •  online
  •  Online-Master ohne Präsenzpflicht an Deutschlands größter Hochschule
  • ab 475 € monatlich
Duales Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  IU Internationale Hochschule
  •  7 Semester
  •  Düsseldorf, Virtueller Campus
  •  Duales Studium ohne Studiengebühren an Deutschlands größter Hochschule
Duales Studium, Bachelor of Arts (B.A.)
  •  Private Hochschule für Wirtschaft und Technik
  •  7 Semester
  •  Vechta, Diepholz
Duales Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  NORDAKADEMIE
  •  7 Semester
  •  Elmshorn
  •  2 Kommentare & Fragen
Fernstudium, Master of Science (M.Sc.)
  •  AKAD University
  •  4 Semester
  •  online
  • ab 295 € monatlich
Vollzeitstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Hochschule der Bayerischen Wirtschaft
  •  7 Semester
  •  München
  • ab 590 € monatlich
Duales Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Steinbeis Hochschule
  •  6 Semester
  •  Berlin, Stuttgart
Berufsbegleitendes Studium, Master of Science (M.Sc.)
  •  NORDAKADEMIE
  •  4 Semester
  •  Hamburg
  • ab 520 € monatlich
Fernstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  DIPLOMA Hochschule
  •  7 Semester
  • ab 207 € monatlich
Vollzeitstudium, Bachelor of Arts (B.A.)
  •  Private Hochschule für Wirtschaft und Technik
  •  7 Semester
  •  Vechta
Vollzeitstudium, Master of Science (M.Sc.)
  •  SRH University
  •  4 Semester
  • ab 790 € monatlich
Duales Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Hochschule Weserbergland
  •  6 Semester
  •  Hameln
Fernstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Wilhelm Büchner Hochschule
  •  6 Semester
  •  Pfungstadt
  • ab 249 € monatlich
Duales Studium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Duale Hochschule Schleswig-Holstein
  •  6 Semester
  •  Kiel
  • ab 489 € monatlich

Was kostet ein Wirtschaftsinformatik-Studium an einer privaten Hochschule?

Die Studiengebühren für Wirtschaftsinformatik liegen zwischen 199 und 880 € pro Monat. Über die gesamte Studiendauer summieren sich die Kosten auf 7.164 bis 28.500 € (Bachelor) bzw. 7.380 bis 21.815 € (Master). Entscheidend für den Preis ist das Studienformat: Fernstudium ist am günstigsten, duale Programme werden häufig vom Arbeitgeber finanziert.

Fernstudium: Die günstigste Option

Im Fernstudium studierst du Wirtschaftsinformatik ab 199 €/Monat – bei freier Zeiteinteilung und ortsunabhängig. Die Regelstudienzeit beträgt 6–7 Semester, lässt sich aber bei den meisten Anbietern kostenlos verlängern. Alle Programme sind NC-frei und staatlich anerkannt.

StudiengangHochschuleKosten

Fernstudium
ab 11747 € insgesamt
ab 207 € monatlich

Fernstudium
ab 11952 € insgesamt
ab 199 € monatlich

Fernstudium
ab 12813 € insgesamt
ab 249 € monatlich

Fernstudium
ab 13872 € insgesamt
ab 259 € monatlich

Fernstudium
ab 15063 € insgesamt
ab 259 € monatlich

Fernstudium
ab 15684 € insgesamt
ab 203 € monatlich

Fernstudium
ab 16927 € insgesamt
ab 235 € monatlich

Die SRH Fernhochschule bietet den günstigsten Einstieg mit 199 €/Monat (7.164 € gesamt). Ebenfalls unter 200 €/Monat liegt die PFH Göttingen. Wer Wert auf technische Tiefe legt, findet bei der Wilhelm Büchner Hochschule einen stark ingenieurwissenschaftlich geprägten Ansatz.

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Duales Studium: Arbeitgeber zahlt

Beim dualen Wirtschaftsinformatik-Studium übernimmt in der Regel das Partnerunternehmen die Studiengebühren – bei vielen Programmen zahlst du keinen Cent. Dafür arbeitest du parallel im Unternehmen und sammelst ab dem ersten Semester Praxiserfahrung. Die Regelstudienzeit beträgt 6–7 Semester.

Bei der NORDAKADEMIE in Hamburg/Elmshorn, der Hochschule Weserbergland in Hameln und der IU ist das duale Studium komplett arbeitgeberfinanziert. Die University of Europe bietet eine Variante mit Data-Science-Schwerpunkt an – ebenfalls ohne Studiengebühren für dich.

Berufsbegleitend und auf dem Campus

Berufsbegleitende Modelle richten sich an Berufstätige, die neben dem Job studieren wollen – mit Abend- und Wochenendvorlesungen oder Blockveranstaltungen. Campusprogramme bieten klassisches Präsenzstudium in kleinen Gruppen. Die Kosten liegen zwischen 215 und 540 €/Monat.

StudiengangHochschuleKosten

Berufsbegleitendes Studium
ab 7700 € insgesamt
ab 400 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 11550 € insgesamt

Berufsbegleitendes Studium
ab 13343 € insgesamt
ab 355 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 14915 € insgesamt
ab 215 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 20450 € insgesamt
ab 475 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 20450 € insgesamt
ab 475 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 20790 € insgesamt
ab 495 € monatlich

Die FH Wedel bei Hamburg bietet das günstigste Campus-Programm (11.550 € gesamt). Die FOM ist mit Standorten in Köln, Hamburg, Berlin, München und weiteren Städten der größte Anbieter für berufsbegleitendes Studium – auch mit Spezialisierungen in Cyber Security.

Master: Aufbaustudiengänge ab 294 €/Monat

Ein Master in Wirtschaftsinformatik kostet zwischen 294 und 880 € pro Monat. Die günstigsten Optionen sind Fernstudiengänge, die teuersten spezialisierte Präsenzprogramme wie SAP Engineering oder Cyber Security.

StudiengangHochschuleKosten

Duales Studium

Vollzeitstudium
ab 7380 € insgesamt

Fernstudium
ab 10099 € insgesamt
ab 475 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 11952 € insgesamt
ab 520 € monatlich

Fernstudium
ab 13087 € insgesamt

Fernstudium
ab 14000 € insgesamt
ab 295 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 15576 € insgesamt
ab 599 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 17090 € insgesamt
ab 500 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 18960 € insgesamt
ab 790 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 20545 € insgesamt
ab 595 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 21815 € insgesamt
ab 880 € monatlich

Bemerkenswert: Die AKAD University bietet den Master „Wirtschaftsinformatik und IT-Management“ bereits ab 299 €/Monat an – deutlich günstiger als vergleichbare Präsenzprogramme. Für Berufstätige mit Erfahrung in der IT-Branche lohnt sich ein Blick auf den dualen Master an der Steinbeis Hochschule – arbeitgeberfinanziert und stark projektbasiert.

Finanzierung: BAföG, Stipendien und Steuervorteile

Wirtschaftsinformatik ist BAföG-fähig – sowohl im Fern- als auch im Präsenzstudium. Je nach Einkommen und Vermögen sind bis zu 992 €/Monat möglich, die Hälfte davon als Zuschuss. Zusätzlich bieten viele Hochschulen eigene Stipendienprogramme an: Die IU vergibt Leistungsstipendien, die SRH Fernhochschule Sozialstipendien.

Steuer-Tipp: Ein Zweitstudium (Master oder Zweitausbildung) ist als Werbungskosten voll absetzbar – bei Gebühren von 10.000 €+ ein relevanter Vorteil. Auch Erststudierende können Studiengebühren als Sonderausgaben geltend machen (bis 6.000 €/Jahr).

Lohnt sich Wirtschaftsinformatik trotz Künstlicher Intelligenz?

Ja – und die Begründung ist weniger offensichtlich, als viele denken. KI ersetzt nicht die Wirtschaftsinformatik, sondern verschiebt ihren Schwerpunkt. Wer heute WI studiert, lernt nicht mehr primär, Code zu schreiben – sondern KI-Systeme zu steuern, in Geschäftsprozesse zu integrieren und ihre Ergebnisse kritisch zu bewerten.

Drei Entwicklungen, die das WI-Studium verändern:

  • Prompt Engineering und KI-Integration: Moderne WI-Curricula beinhalten zunehmend Module zu maschinellem Lernen, Natural Language Processing und KI-gestützter Prozessautomatisierung. Wer versteht, wie GPT, Copilot und Co. funktionieren, kann sie in ERP-Systeme und Geschäftsprozesse einbetten – eine Fähigkeit, die reine BWL-Absolventinnen und -Absolventen nicht mitbringen.
  • Vom Entwickler zum Architekten: KI-Tools übernehmen Routineaufgaben wie Boilerplate-Code, Testing und Datenbereinigung. WI-Absolventinnen und -Absolventen werden dadurch nicht überflüssig – ihre Rolle verschiebt sich von der Umsetzung zur Architektur: Systementwurf, Schnittstellendesign, Anforderungsanalyse.
  • Ethik und Governance: Mit dem EU AI Act und der zunehmenden Regulierung von KI-Systemen entsteht ein neues Aufgabenfeld: KI-Governance. Unternehmen brauchen Fachleute, die sowohl die technische als auch die betriebswirtschaftliche Seite verstehen – genau das Profil von WI-Absolventinnen und -Absolventen.

Der Arbeitsmarkt bestätigt das: Laut Bitkom sind in Deutschland über 149.000 IT-Stellen unbesetzt (Stand 2024). Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatiker gehören zu den am stärksten nachgefragten Profilen, weil sie – anders als reine Informatikerinnen und Informatiker – die Brücke zwischen Fachabteilung und IT-Abteilung schlagen können.

Wirtschaftsinformatik verbindet IT-Know-how mit betriebswirtschaftlicher Analyse – eine Kombination, die auch im KI-Zeitalter gefragt bleibt.

Wirtschaftsinformatik, Informatik oder BWL: Welcher Studiengang passt?

Wirtschaftsinformatik ist der Brückenstudiengang zwischen IT und Business. Ob er die richtige Wahl ist, hängt davon ab, wo du dich später siehst – näher an der Technik oder näher am Management.

KriteriumWirtschaftsinformatikInformatikBWL
Fokus IT-Systeme für Unternehmen Algorithmen, Software, Systeme Unternehmensführung, Finanzen
Typische Module ERP, Geschäftsprozesse, Datenbanken, BWL Programmierung, Mathe, Betriebssysteme Rechnungswesen, Marketing, VWL
Matheanteil Mittel (Statistik, Wirtschaftsmathe) Hoch (Analysis, Lineare Algebra, Logik) Gering bis mittel
Programmieren Grundlagen + angewandt (SQL, Python, ERP) Tiefgehend (Java, C++, Systemnah) Kaum bis gar nicht
Typische Jobs IT-Consultant, Business Analyst, Projektmanager Software Engineer, Data Scientist, SysAdmin Controller, Marketing Manager, Berater
Einstiegsgehalt 42.000–52.000 € 45.000–55.000 € 38.000–48.000 €
Ideal für Wer IT und Business verbinden will Wer tief in Technik eintauchen will Wer Management ohne IT-Fokus anstrebt

Faustregel: Wenn du gern Probleme mit Technik löst, aber auch verstehen willst, warum ein Unternehmen diese Lösung braucht – dann ist Wirtschaftsinformatik die richtige Wahl. Wenn dich Algorithmen und Mathematik mehr begeistern als Geschäftsprozesse, schau dir Informatik an. Und wenn IT für dich nur Werkzeug ist, nicht Leidenschaft, passt BWL besser.

WI-Navigator: Welches IT-Studium passt zu dir?

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Was begeistert dich am meisten?

Wie willst du im Job arbeiten?

Wie stehst du zu Mathematik?

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Studieninhalte: Was lernst du im WI-Studium?

Ein Wirtschaftsinformatik-Studium gliedert sich in drei Säulen: Informatik, Betriebswirtschaft und Integrationskompetenz. Die Gewichtung variiert je nach Hochschule – manche Programme setzen stärker auf Technik, andere auf Business.

Typischer Studienaufbau (Bachelor, 6–7 Semester)

SemesterInformatik-SäuleBWL-SäuleIntegrations-Säule
1–2 Programmierung, Datenbanken, IT-Grundlagen BWL, Rechnungswesen, VWL Wissenschaftliches Arbeiten
3–4 Software Engineering, Web-Technologien Controlling, Marketing, Unternehmensführung Geschäftsprozessmanagement, ERP-Systeme
5–6 Wahlmodule (KI, Cloud, Cyber Security) Projektmanagement, Recht IT-Strategie, Praxisprojekt
6–7 Bachelorarbeit + ggf. Praxissemester

Spezialisierungen: Cyber Security, Data Science und SAP

Viele Hochschulen bieten innerhalb des WI-Studiums Schwerpunkte an, die auf spezifische Berufsfelder vorbereiten:

  • Cyber Security: Die FOM bietet gleich drei Programme mit Cyber-Security-Schwerpunkt (Bachelor und Master, berufsbegleitend). Die SRH Heidelberg hat einen spezialisierten Master „Computer Science – Cyber Security“. Mit der wachsenden Bedrohungslage steigt die Nachfrage nach IT-Sicherheitsexpertinnen und -experten kontinuierlich.
  • Data Science und Business Intelligence: Die Hochschule der Bayerischen Wirtschaft in München bietet „Wirtschaftsinformatik/Business Intelligence“ als Bachelor und duales Programm an. Die Kombination aus Datenanalyse und Geschäftsverständnis ist eines der am stärksten nachgefragten Profile am Arbeitsmarkt.
  • SAP Engineering: Die Hochschule Fresenius Heidelberg bietet den einzigartigen Master „SAP Engineering & Analytics“ – eine Spezialisierung, die direkt auf Positionen als SAP Consultant oder SAP Developer vorbereitet. SAP-Fachkräfte gehören zu den bestverdienenden IT-Profilen in Deutschland.
  • Nachhaltige IT: Die FHDW in Paderborn bietet als einzige Hochschule einen Master „Wirtschaftsinformatik – Nachhaltige IT“ an – ein Nischenthema mit wachsender Relevanz für Green-IT-Strategien und ESG-Reporting.

Studienformate im Vergleich: Fernstudium, dual oder berufsbegleitend?

Wirtschaftsinformatik ist an privaten Hochschulen in fünf Formaten verfügbar. Die Wahl hängt von deiner Lebenssituation ab – Berufstätige brauchen andere Modelle als Schulabgängerinnen und Schulabgänger.

FormatDauerKosten/MonatPräsenzIdeal für
Fernstudium 6–7 Sem. 199–289 € Keine (Online) Berufstätige, Flexible
Duales Studium 6–7 Sem. Oft 0 € (Arbeitgeber) Wechselmodell Abiturientinnen/Abiturienten mit Praxiswunsch
Berufsbegleitend 7–8 Sem. 355–595 € Abend/Wochenende Berufstätige mit Präsenzwunsch
Vollzeit (Campus) 6–7 Sem. 215–540 € Täglich Klassisches Studium mit Campusleben
Blended Learning 6 Sem. 439 € 2 Tage/Woche Mix aus Online und Präsenz

Besonderheit Wirtschaftsinformatik: Das duale Format ist überdurchschnittlich stark vertreten – über ein Drittel aller Programme sind dual. Der Grund: Unternehmen haben einen enormen Bedarf an WI-Fachkräften und investieren gezielt in die Ausbildung. Das macht das duale Studium zur attraktivsten Option für alle, die nicht auf Studiengebühren sitzen bleiben wollen.

Welche Voraussetzungen brauche ich für ein WI-Studium?

An privaten Hochschulen gibt es keinen Numerus Clausus für Wirtschaftsinformatik – alle Programme sind NC-frei. Die formalen Voraussetzungen variieren je nach Abschlussart:

VoraussetzungBachelorMaster
Schulabschluss Abitur, Fachabitur oder äquivalent Erststudium (mind. 180 ECTS)
Ohne Abitur Meister/Techniker oder Berufserfahrung + Eignungsprüfung
NC Keiner (NC-frei) Keiner (NC-frei)
Sprachkenntnisse Deutsch (wenige Programme auf Englisch) Deutsch oder Englisch
Duales Studium Zusätzlich: Ausbildungsvertrag mit Partnerunternehmen Zusätzlich: Berufsbegleitend beim Arbeitgeber

Vorkenntnisse: Programmiererfahrung ist keine Voraussetzung – die Grundlagen werden im Studium vermittelt. Hilfreich sind allerdings ein gutes Verständnis für logische Zusammenhänge und keine Scheu vor Mathematik (Statistik, Wirtschaftsmathematik). Viele Hochschulen bieten Vorkurse in Mathe und Programmierung an.

Karriere und Gehalt: Was verdienen Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatiker?

Wirtschaftsinformatik gehört zu den Studienfächern mit den höchsten Einstiegsgehältern und der geringsten Arbeitslosenquote. Der Fachkräftemangel in der IT sorgt dafür, dass Absolventinnen und Absolventen in der Regel mehrere Angebote erhalten.

Gehaltsentwicklung nach Erfahrung

KarrierestufeJahresgehalt (brutto)Typische Positionen
Einstieg (0–2 Jahre) 42.000–52.000 € Junior Consultant, Business Analyst, Entwickler/in
Mit Erfahrung (3–5 Jahre) 52.000–68.000 € IT-Consultant, Projektmanager/in, Product Owner
Senior (6–10 Jahre) 68.000–90.000 € Senior Consultant, IT-Architekt/in, Teamleitung
Führung (10+ Jahre) 90.000–130.000 € IT-Leitung, CTO, Partner (Beratung)

Die Gehälter variieren je nach Branche, Unternehmensgröße und Region. Am besten zahlen Unternehmensberatungen (McKinsey, Accenture), Finanzdienstleister und Konzerne mit großen IT-Abteilungen. In München und Frankfurt liegen die Gehälter 10–15 % über dem Bundesschnitt.

Berufsfelder mit Zukunft

Cyber Security ist eine der am stärksten wachsenden Spezialisierungen für Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatiker.
  • IT-Consulting: Beratung von Unternehmen bei der Digitalisierung, ERP-Einführung, Cloud-Migration. Einstieg bei den Big Four (Deloitte, PwC, EY, KPMG) oder spezialisierten IT-Beratungen.
  • Data Analytics und BI: Aufbau von Dashboards, KPI-Systemen und datengetriebenen Entscheidungsgrundlagen. Besonders gefragt in E-Commerce, Logistik und Finanzbranche.
  • IT-Projektmanagement: Steuerung von Digitalisierungsprojekten – vom Requirements Engineering bis zum Go-Live. Agile Methoden (Scrum, SAFe) sind Standard.
  • Cyber Security: Schutz von IT-Infrastrukturen, Penetration Testing, Security Audits. Einer der am schnellsten wachsenden Bereiche mit Gehaltsprämien von 10–20 % gegenüber Standardpositionen.
  • KI-Integration: Implementierung von KI-Lösungen in Geschäftsprozesse – ein Berufsfeld, das es vor fünf Jahren noch kaum gab. WI-Absolventinnen und -Absolventen sind hier ideal aufgestellt, weil sie sowohl die Technik als auch den Business Case verstehen.

Privat vs. staatlich: Macht die Hochschulart einen Unterschied?

Private Hochschulen bieten bei Wirtschaftsinformatik konkrete Vorteile: kleinere Gruppen (20–40 statt 200+ Studierende), engerer Praxisbezug durch Unternehmenskooperationen und oft eine höhere Regelstudienzeit-Quote. Laut CHE Ranking bewerten Studierende an privaten Hochschulen die Betreuung und den Praxisbezug durchschnittlich besser als an staatlichen.

Ein Nachteil: Forschungsintensität und Grundlagenvertiefung sind an staatlichen Universitäten stärker ausgeprägt. Wer eine akademische Laufbahn anstrebt (Promotion), ist an einer Universität besser aufgehoben. Für den direkten Berufseinstieg in die Wirtschaft sind private Hochschulen eine starke Alternative.

Häufige Fragen zum Wirtschaftsinformatik-Studium

Wirtschaftsinformatik gilt als anspruchsvoll, aber machbar – der Matheanteil ist geringer als in der reinen Informatik. Die größte Herausforderung liegt in der Breite: Du musst sowohl Programmierung als auch BWL-Grundlagen beherrschen. Die Abbruchquote an privaten Hochschulen ist deutlich niedriger als an staatlichen, weil die Betreuung intensiver ist.

Ja. Alle Hochschulen starten mit den Grundlagen – Programmierung wird von Null aufgebaut, typischerweise mit Python, Java oder SQL. Vorkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Viele Hochschulen bieten Vorkurse an, die den Einstieg erleichtern.

Wirtschaftsinformatik kombiniert IT mit BWL – typische Module sind ERP-Systeme, Geschäftsprozessmanagement und IT-Consulting. Informatik ist stärker technisch: Algorithmen, Betriebssysteme, Compilerbau. Der Matheanteil in der Informatik ist höher. WI-Absolventinnen und -Absolventen arbeiten eher in der Schnittstelle zwischen IT und Fachabteilung, Informatikerinnen und Informatiker eher in der Entwicklung.

Das Einstiegsgehalt liegt bei 42.000–52.000 € brutto pro Jahr. Mit 5–10 Jahren Erfahrung sind 68.000–90.000 € realistisch. In Führungspositionen oder spezialisierten Rollen (SAP-Beratung, Cyber Security, KI-Architektur) sind sechsstellige Gehälter möglich. Beratungen und Finanzdienstleister zahlen am besten.

Nein. KI verändert die Rolle von Wirtschaftsinformatikerinnen und -informatikern, ersetzt sie aber nicht. Statt Routinecode zu schreiben, geht es zunehmend um KI-Integration, Systemarchitektur und IT-Governance. Der Bitkom meldet über 149.000 offene IT-Stellen in Deutschland – der Fachkräftemangel wird durch KI nicht kleiner, sondern verschiebt die Anforderungen.

In über 20 Städten – darunter Berlin, Hamburg, Köln, München, Düsseldorf, Hannover und Potsdam. Im Fernstudium bist du ortsunabhängig. Die größte Präsenz-Abdeckung bieten die FOM (ca. 30 Standorte) und die IU (bundesweit).

Von Informatik bis Data Science: Verwandte Studiengänge

Wirtschaftsinformatik ist nur eine von mehreren IT-nahen Fachrichtungen an privaten Hochschulen. Je nach Interessensschwerpunkt lohnt sich ein Blick auf verwandte Studiengänge:

  • Informatik – stärker technisch, mehr Mathematik, tiefere Programmierung
  • IT-Management – Fokus auf Führung und Strategie in der IT, weniger Entwicklung
  • Data Science & AI – spezialisiert auf Datenanalyse, maschinelles Lernen und KI-Modelle
  • Medieninformatik – IT trifft auf Design, UX und digitale Medien
  • Betriebswirtschaft – breites Business-Studium ohne IT-Vertiefung
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