Bochum ist mit rund 57.000 Studierenden eine der größten Hochschulstädte Nordrhein-Westfalens. Neben der Ruhr-Universität haben sich mehrere private Hochschulen mit klarem Profil etabliert: die Technische Hochschule Georg Agricola ist eine der wenigen Hochschulen in Deutschland für Bergbau und Rohstofftechnik, die EBZ Business School ist auf Immobilienwirtschaft spezialisiert, und die FOM Hochschule ermöglicht berufsbegleitendes Studieren. Die Programme sind NC-frei.
Was macht Bochum als Standort für ein Privatstudium besonders?
Bochum liegt im Herzen des Ruhrgebiets – der größten Metropolregion Deutschlands. Die Stadt hat den Strukturwandel vom Bergbau zur Wissensstadt geschafft. Mieten sind niedrig, die Dichte an Hochschulen im Umkreis von 30 Minuten ist einzigartig, und das VRR-Semesterticket deckt das gesamte Ruhrgebiet ab.
TH Georg Agricola: Bergbau und Ingenieurwesen
Die TH Georg Agricola wurde 1816 gegründet und ist Deutschlands älteste private technische Hochschule. Sie bietet über 10 Studiengänge in Bergbau, Rohstofftechnik, Maschinenbau und Geotechnik – Nischenfachrichtungen, die es an kaum einer anderen Hochschule in Deutschland gibt. Die enge Verbindung zur Rohstoff- und Energiebranche sichert Praxisbezug.
EBZ Business School: Immobilienwirtschaft
Die EBZ Business School ist die führende Hochschule für die Immobilienbranche in Deutschland. Studiengänge in Immobilienwirtschaft, Real Estate Management und Projektentwicklung werden berufsbegleitend oder in Vollzeit angeboten. Kooperationen mit Wohnungsunternehmen und Immobilienkonzernen sorgen für direkte Karrierezugänge.
Ruhrgebiet: Ein vernetzter Hochschulraum
Mit dem VRR-Semesterticket erreichst du Dortmund, Essen, Duisburg und Düsseldorf in unter 30 Minuten. Die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) vernetzt die Hochschulen der Region. Für Praktika und Jobs stehen Konzerne wie thyssenkrupp, Vonovia, die Deutsche Annington und zahlreiche Mittelständler bereit.
Was kostet das Leben in Bochum?
Bochum gehört zu den günstigsten Großstädten in NRW. Der Lebenshaltungskosten-Index liegt bei 63. Monatliche Gesamtkosten: 700–920 €.
Miete und Wohnen
Ein WG-Zimmer kostet zwischen 300 und 420 € pro Monat. Das Ehrenfeld, die Innenstadt und Langendreer sind beliebt. Das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) bietet Wohnheimplätze ab rund 200 €.
Beispielrechnung monatliches Budget
- Miete (WG-Zimmer): 360 €
- Krankenversicherung: 110 €
- Semesterticket: 30 €
- Lebensmittel & Haushalt: 190 €
- Freizeit & Kultur: 80 €
- Gesamt: ca. 770 € pro Monat (ohne Studiengebühren)
Zulassung, Voraussetzungen und Finanzierung
Private Hochschulen in Bochum sind NC-frei. An der TH Georg Agricola starten Studiengebühren ab rund 300 €/Monat, an der EBZ ab rund 400 €/Monat. Die FOM bietet berufsbegleitende Modelle ab rund 250 €/Monat. BAföG ist an allen Hochschulen beantragbar. Studieren ohne Abitur ist möglich.
Häufige Fragen zum Privatstudium in Bochum
Ja. Die TH Georg Agricola ist eine der wenigen Hochschulen in Deutschland, die Studiengänge in Bergbau, Rohstofftechnik und Geotechnik anbietet. Die Hochschule wurde 1816 gegründet und hat enge Verbindungen zur Rohstoff- und Energieindustrie – auch international.
Beide Städte sind günstig und per VRR-Ticket verbunden (20 Minuten). Bochum hat mit TH Georg Agricola und EBZ Business School spezialisierte private Hochschulen. Dortmund hat ein breiteres Angebot an der TU und ISM. Viele Studierende nutzen beide Städte parallel – das VRR-Ticket macht es möglich.
Ja. Die EBZ ist die führende Hochschule für Immobilienwirtschaft in Deutschland. Sie kooperiert mit großen Wohnungsunternehmen und Immobilienkonzernen. Absolventinnen und Absolventen haben überdurchschnittlich gute Berufseinstiegschancen – viele haben bereits während des Studiums einen Arbeitsvertrag.
Bochums Wohnungsmarkt ist entspannt. Optionen: AKAFÖ-Wohnheime (ab 200 €), WG-Gesucht.de, eBay Kleinanzeigen. Die Innenstadt, Ehrenfeld und das Univiertel sind beliebt. Auch kurzfristige Suche ist realistisch – Bochum hat keine Wohnungsnot.
Ja. Die FOM ist auf berufsbegleitendes Studieren spezialisiert – Vorlesungen abends und am Wochenende. Die EBZ bietet ebenfalls berufsbegleitende Studiengänge, besonders in Kombination mit Unternehmen der Immobilienbranche. Beide Modelle lassen sich mit einer Berufstätigkeit im Ruhrgebiet gut vereinbaren.
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