Naturwissenschaften privat: Campus und Fern ab 237 €

Chemie, Biotechnologie, Pharma und Physik an privaten Hochschulen – mit Gehaltsaussichten nach Fachrichtung
 · Letzte Aktualisierung 03.03.2026

Chemie, Biologie, Biotechnologie und Physik an privaten Hochschulen – vom Fernstudium ab 237 €/Monat bis zum englischsprachigen Forschungsstudium auf eigenem Campus. Alle Programme sind NC-frei und staatlich anerkannt.

Hier findest du Studiengebühren im direkten Vergleich, Gehaltsaussichten nach Fachrichtung und eine Einordnung der Hochschulen, die Naturwissenschaften privat anbieten.

Alle Studiengänge im Fachbereich Naturwissenschaften im Vergleich

Wir verzeichnen insgesamt 27 Kurse im Fachbereich Naturwissenschaften. Gezeigt werden die ersten 20 Top-Kurse. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Kurse im Fachbereich zu entdecken.

Vollzeitstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester

Hochschule Fresenius
6 Semester Idstein inkl. berufspraktischer Phase im 5. Semester 2 Kommentare & Fragen
ab 595 € monatlich 22.115 € insgesamt
Mehr Infos

Berufsbegleitendes Studium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Provadis School of International Management and Technology · B.Sc. · 7 Semester

Provadis School of International Management and Technology
7 Semester Frankfurt 2 Kommentare & Fragen
ab 505 € monatlich 21.210 € insgesamt
Mehr Infos

Vollzeitstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester

Hochschule Fresenius
6 Semester Idstein inkl. berufspraktisches Semester, auf Wunsch mit Auslandsaufenthalt 3 Kommentare & Fragen
ab 595 € monatlich 22.115 € insgesamt
Mehr Infos

Berufsbegleitendes Studium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester

Hochschule Fresenius
6 Semester Idstein flexibles Studium in 6, 8 oder 10 Semester ohne generelle Anwesenheitspflicht 2 Kommentare & Fragen
ab 505 € monatlich 18.430 € insgesamt
Mehr Infos

Vollzeitstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Provadis School of International Management and Technology · B.Sc. · 7 Semester

Provadis School of International Management and Technology
7 Semester Frankfurt

Vollzeitstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Constructor University · B.Sc. · 6 Semester

Constructor University
6 Semester Bremen 2 Kommentare & Fragen
ab 60.000 € insgesamt
Mehr Infos

Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

SRH Fernhochschule - The Mobile University · B.Sc. · 6 Semester

SRH Fernhochschule - The Mobile University
6 Semester online
ab 235 € monatlich 16.927 € insgesamt
Mehr Infos

Berufsbegleitendes Studium · Master of Science (M.Sc.)

Provadis School of International Management and Technology · M.Sc. · 5 Semester

Provadis School of International Management and Technology
5 Semester Frankfurt am Main
ab 600 € monatlich 20.330 € insgesamt
Mehr Infos

Was kostet ein Naturwissenschaften-Studium an einer privaten Hochschule?

Die Studiengebühren für naturwissenschaftliche Studiengänge an privaten Hochschulen liegen zwischen 237 und 950 € pro Monat. Über die gesamte Studiendauer summieren sich die Kosten auf 10.015 bis 60.000 € – je nach Format, Hochschule und Abschluss. Die günstigste Option ist ein Fernstudium an der Wilhelm Büchner Hochschule (237 €/Monat), das teuerste ein Vollzeitstudium an der Constructor University in Bremen (bis 60.000 €).

Bachelor: Kosten im Vergleich

StudiengangHochschuleKosten

Fernstudium
ab 14193 € insgesamt
ab 249 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 18430 € insgesamt
ab 505 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 21210 € insgesamt
ab 505 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 22115 € insgesamt
ab 595 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 34895 € insgesamt
ab 950 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 56000 € insgesamt

Master: Kosten im Vergleich

StudiengangHochschuleKosten

Fernstudium
ab 10015 € insgesamt
ab 693 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 10150 € insgesamt
ab 550 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 19150 € insgesamt
ab 630 € monatlich

Berufsbegleitendes Studium
ab 20330 € insgesamt
ab 600 € monatlich

Vollzeitstudium
ab 21120 € insgesamt
ab 880 € monatlich

Fernstudium und berufsbegleitende Programme lassen sich als Werbungskosten steuerlich absetzen – beim Zweitstudium (Master) in voller Höhe. Die Constructor University vergibt eigene Stipendien, die bis zu 50 % der Studiengebühren abdecken können. BAföG ist an allen privaten Hochschulen beantragbar – auch für Fernstudiengänge.

Naturwissenschaftliche Studiengänge an privaten Hochschulen setzen auf kleine Laborgruppen – im Schnitt 15–25 Studierende pro Praktikum.

Welche Voraussetzungen brauche ich für ein naturwissenschaftliches Studium?

Alle privaten Hochschulen mit naturwissenschaftlichen Programmen sind NC-frei. Du brauchst eine Hochschulzugangsberechtigung – (Fach-)Abitur oder einen gleichwertigen Abschluss. Beruflich Qualifizierte können auch ohne Abitur zugelassen werden: Meisterinnen und Meister, Technikerinnen und Techniker sowie Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens drei Jahren einschlägiger Berufserfahrung (nach Landesrecht).

Die Constructor University nutzt ein eigenes Auswahlverfahren mit Motivationsschreiben und akademischer Leistungsbewertung – SAT-Scores oder IB-Diplome werden akzeptiert. Für Master-Programme brauchst du einen ersten Hochschulabschluss (B.Sc. oder B.Eng.) in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fach.

Wenige Anbieter, drei Formate: Wo kann ich Naturwissenschaften privat studieren?

Naturwissenschaften an privaten Hochschulen sind eine Nische: Nur eine Handvoll Anbieter deckt das Spektrum von Chemie über Biologie bis Physik ab. Dafür ist die Formatvielfalt groß – vom Vollzeitstudium im Labor über berufsbegleitende Blockmodelle bis zum Fernstudium mit Kompaktlaboren. Knapp die Hälfte aller Programme ist englischsprachig – eine Dichte, die es an keiner staatlichen Hochschule gibt.

Warum privat statt staatlich? Staatliche Universitäten bieten mehr Grundlagenforschung, größere Fachbibliotheken und eine breitere Fächerauswahl – wer in die akademische Forschung will, ist dort oft besser aufgehoben. Private Hochschulen punkten dagegen mit kleinen Laborgruppen (15–25 statt 60–80 Studierende), direkten Industriekontakten (besonders bei Provadis und Fresenius), NC-freier Zulassung und flexiblen Studienformaten. Für Berufstätige ist der Vorteil am größten: Naturwissenschaften berufsbegleitend oder im Fernstudium gibt es ausschließlich an privaten Hochschulen.

Vollzeit am Campus – Labore, Forschung, Praxissemester

Die Hochschule Fresenius bildet das Zentrum: Am Campus Idstein (bei Frankfurt) stehen eigene Labore für Chemie, Biologie und Pharmazie zur Verfügung. Das Angebot reicht von Angewandter Chemie (B.Sc.) über Biosciences bis zu englischsprachigen Master-Programmen wie Biomedicine und Bioanalytical Chemistry. Fresenius ist mit Abstand der größte private Anbieter für Naturwissenschaften – wer ein deutschsprachiges Campusstudium in Chemie oder Biologie sucht, kommt an Idstein kaum vorbei.

Die Constructor University in Bremen ist die Premiumoption: ein eigener Forschungscampus mit Wohnheimen, ausschließlich englischsprachige Programme und eine internationale Studierendenschaft aus über 100 Ländern. Die Bachelor-Programme – Chemistry and Biotechnology, Biochemistry and Cell Biology, Medicinal Chemistry sowie Physics and Data Science – kosten 56.000 bis 60.000 € gesamt. Eigene Stipendien decken bis zur Hälfte ab.

Provadis in Frankfurt verfolgt einen anderen Ansatz: Die Hochschule sitzt im Industriepark Höchst und kooperiert direkt mit Chemie- und Pharmakonzernen. Chemical Engineering und Biopharmaceutical Science laufen praxisintegriert – Studierende arbeiten parallel im Unternehmen.

Berufsbegleitend – neben dem Job spezialisieren

Die Hochschule Fresenius und Provadis bieten berufsbegleitende Naturwissenschaften zwischen 505 und 630 €/Monat an. Das Studium läuft in Wochenend- oder Blockmodellen und richtet sich an Laborantinnen und Laboranten, pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten sowie Fachkräfte in der Chemie- und Pharmaindustrie. Typische Studiengänge: Angewandte Chemie (B.Sc.), Biosciences (B.Sc.), Wirtschaftschemie (M.Sc.) und Chemical Engineering (M.Sc.).

Konkret bedeutet das: rund 15–20 Stunden Lernaufwand pro Woche neben dem Job. Die Blockphasen an der Hochschule (typisch: ein bis zwei Wochenenden pro Monat oder ein bis zwei Blockwochen pro Semester) decken vor allem Laborpraktika ab, die sich nicht digital ersetzen lassen. Beide Hochschulen ermöglichen so ein naturwissenschaftliches Studium in Vollzeitanstellung – die Regelstudienzeit verlängert sich dafür auf 7–8 Semester im Bachelor und 4–5 Semester im Master.

Berufsbegleitende NatWiss-Programme kombinieren Blockpräsenz mit Laborphasen – ideal für Fachkräfte in Pharma und Chemie.

Fernstudium – Chemie und Pharma flexibel studieren

Naturwissenschaften im Fernstudium gibt es ausschließlich an privaten Hochschulen – staatliche Universitäten bieten diese Fächer nicht im Fernformat an. Die Wilhelm Büchner Hochschule hat Chemische Verfahrenstechnik (B.Eng., 237 €/Monat) und Computational Chemistry (M.Sc.) im Programm. Die SRH Fernhochschule deckt mit Pharmamanagement und -technologie (B.Sc., 299 €/Monat) die betriebswirtschaftliche Seite der Pharmabranche ab.

Laborpraktika im Fernstudium laufen über Kompaktlabore: In mehreren Präsenzphasen pro Jahr (typisch: ein bis zwei Wochen) arbeitest du in den Laboren der Hochschule oder bei Partnerlaboren. Die restliche Studienzeit läuft digital – mit virtuellen Laborübungen, Simulationen und Selbststudium.

Anzeige

Was verdienen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler?

Physikerinnen und Physiker starten in der Industrie bei rund 57.000 € brutto pro Jahr und liegen damit an der Spitze der Naturwissenschaften. Chemikerinnen und Chemiker folgen mit ~50.000 €, Biotechnologinnen und Biotechnologen erreichen ähnliche Werte. Biologinnen und Biologen verdienen mit ~45.000 € Einstiegsgehalt am wenigsten – eine Promotion hebt das Gehalt allerdings um rund 30 %.

Bruttojahresgehalt nach Fachrichtung (Quellen: gehalt.de, StepStone, jobvector 2025/26)
FachrichtungEinstiegNach 5 JahrenNach 10 Jahren
Physik (Industrie) ~57.000 € ~65.000 € ~77.000 €
Chemie (Pharma/Industrie) ~50.000 € ~62.000 € ~70.000 €
Biotechnologie ~50.000 € ~58.000 € ~70.000 €
Biologie (Industrie) ~45.000 € ~60.000 € ~64.000 €
Mit Promotion (Ø alle) ~61.500 € ~70.000 € ~80.000 €

Besonders gefragt sind Spezialisierungen in nachhaltiger Chemie (Green Chemistry), Biopharmazie und Data Science mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. Die chemische und pharmazeutische Industrie – mit Standorten in Frankfurt, Ludwigshafen und Basel – gehört zu den am besten zahlenden Branchen in Deutschland. Laut IW-MINT-Report waren im Oktober 2025 rund 148.500 MINT-Stellen unbesetzt.

Häufige Fragen zum Naturwissenschaften-Studium an privaten Hochschulen

Ja. Abschlüsse akkreditierter privater Hochschulen sind rechtlich gleichwertig mit staatlichen. Du kannst dich direkt bei Graduiertenkollegs oder einzelnen Professorinnen und Professoren an staatlichen Universitäten bewerben. Voraussetzung ist in der Regel ein Master-Abschluss – vereinzelt akzeptieren Universitäten auch besonders qualifizierte Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen in Fast-Track-Programme.

Das hängt vom Berufsfeld ab. In der Chemie- und Pharmaindustrie ist ein Direkteinstieg mit Bachelor möglich, besonders mit anwendungsorientierten Abschlüssen wie B.Eng. Chemische Verfahrenstechnik oder Biopharmaceutical Science. In Forschung und Entwicklung erwarten die meisten Arbeitgeber mindestens einen Master, häufig eine Promotion. Wirtschaftschemie und Pharmamanagement qualifizieren auch mit Bachelor für betriebswirtschaftlich-naturwissenschaftliche Schnittstellenpositionen.

Ja, über die allgemeinen Hochschulstipendien hinaus. Das Deutschlandstipendium (300 €/Monat) steht Studierenden aller privaten Hochschulen offen und wird häufig an MINT-Fächer vergeben. Zusätzlich fördern fachspezifische Stiftungen wie die Bayer Foundation, die BASF-Stiftung und die Studienstiftung des deutschen Volkes gezielt naturwissenschaftliche Talente. Die Hochschule Fresenius bietet eigene Stipendienprogramme und Ratenzahlung ohne Aufpreis an. Auch Bildungskredite der KfW (bis 650 €/Monat) sind für Studierende an privaten Hochschulen verfügbar.

Nein. Da alle privaten Hochschulen NC-frei arbeiten, gibt es keine Bindung an bestimmte Leistungskursfächer. Gute Grundkenntnisse in Mathematik und mindestens einem naturwissenschaftlichen Fach sind trotzdem empfehlenswert. Viele Hochschulen bieten Brücken- oder Vorkurse an, um Wissenslücken vor Studienbeginn zu schließen – besonders in Chemie, Physik und Mathematik.

Biosciences-Studiengänge an privaten Hochschulen sind anwendungsorientierter als klassische Biologie an staatlichen Universitäten. Der Fokus liegt auf Biotechnologie, pharmazeutischer Forschung und Laboranalytik – weniger auf Grundlagenforschung in Botanik, Zoologie oder Ökologie. Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise in der Pharma- und Chemieindustrie, in MedTech-Unternehmen oder in der Lebensmitteltechnologie. Wer eine akademische Karriere in der Grundlagenforschung anstrebt, ist an einer staatlichen Universität besser aufgehoben.

Verwandte Studiengänge an privaten Hochschulen

Naturwissenschaften überschneiden sich mit mehreren Nachbardisziplinen. Wer sich stärker für die technische Anwendung interessiert, findet passende Programme in den Ingenieurwissenschaften – etwa Verfahrenstechnik oder Maschinenbau. An der Schnittstelle zur Medizin liegen die Gesundheitswissenschaften mit Pharmazie- und Medizintechnik-Bezug. Und wer Data Science oder KI mit Naturwissenschaften verbinden will, wird bei den Informationswissenschaften fündig.

Anzeige

Studienberatung

Fragen zum Thema? Nutze unsere Studienberatung. So funktionert es: 1) Stelle eine Frage. 2) Unsere Experten und Expertinnen antworten dir in kürzester Zeit persönlich.