Chemie, Biologie, Biotechnologie und Physik an privaten Hochschulen – vom Fernstudium ab 237 €/Monat bis zum englischsprachigen Forschungsstudium auf eigenem Campus. Alle Programme sind NC-frei und staatlich anerkannt.
Hier findest du Studiengebühren im direkten Vergleich, Gehaltsaussichten nach Fachrichtung und eine Einordnung der Hochschulen, die Naturwissenschaften privat anbieten.
- Alle Studiengänge im Fachbereich Naturwissenschaften im Vergleich
- Was kostet ein Naturwissenschaften-Studium an einer privaten Hochschule?
- Welche Voraussetzungen brauche ich für ein naturwissenschaftliches Studium?
- Wenige Anbieter, drei Formate: Wo kann ich Naturwissenschaften privat studieren?
- Was verdienen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler?
- Häufige Fragen zum Naturwissenschaften-Studium an privaten Hochschulen
- Verwandte Studiengänge an privaten Hochschulen
Alle Studiengänge im Fachbereich Naturwissenschaften im Vergleich
Wir verzeichnen insgesamt 27 Kurse im Fachbereich Naturwissenschaften. Gezeigt werden die ersten 20 Top-Kurse. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Kurse im Fachbereich zu entdecken.
Angewandte Chemie
Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester
Biopharmaceutical Science
Provadis School of International Management and Technology · B.Sc. · 7 Semester
Bioanalytical Chemistry and Pharmaceutical Analysis
Hochschule Fresenius · M.Sc. · 4 Semester
Biosciences
Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester
Biosciences
Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester
Biochemistry and Cell Biology
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Chemical Engineering
Provadis School of International Management and Technology · B.Sc. · 7 Semester
Chemische Verfahrenstechnik
Wilhelm Büchner Hochschule · B.Eng. · 7 Semester
Pharmazeutische Biotechnologie
Hochschule Fresenius · M.Sc. · 3 Semester
Mathematics, Modeling and Data Analytics
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Chemistry and Biotechnology
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Medicinal Chemistry and Chemical Biology
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Earth Sciences and Sustainable Management of Environmental Resources
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Physics and Data Science
Constructor University · B.Sc. · 6 Semester
Lebensmittelsicherheit
Hochschule Fresenius · M.Sc. · 4 Semester
Pharmamanagement und -technologie
SRH Fernhochschule - The Mobile University · B.Sc. · 6 Semester
Lebensmittelsicherheit
Hochschule Fresenius · B.Sc. · 6 Semester
Chemical Engineering
Provadis School of International Management and Technology · M.Sc. · 5 Semester
Computational Chemistry
Wilhelm Büchner Hochschule · M.Sc. · 3 Semester
Medical and Pharmaceutical Biotechnology
Hochschule Fresenius · M.Sc. · 4 Semester
Was kostet ein Naturwissenschaften-Studium an einer privaten Hochschule?
Die Studiengebühren für naturwissenschaftliche Studiengänge an privaten Hochschulen liegen zwischen 237 und 950 € pro Monat. Über die gesamte Studiendauer summieren sich die Kosten auf 10.015 bis 60.000 € – je nach Format, Hochschule und Abschluss. Die günstigste Option ist ein Fernstudium an der Wilhelm Büchner Hochschule (237 €/Monat), das teuerste ein Vollzeitstudium an der Constructor University in Bremen (bis 60.000 €).
Bachelor: Kosten im Vergleich
| Studiengang | Hochschule | Kosten | |
|---|---|---|---|
| Chemische Verfahrenstechnik, Bachelor of Engineering Fernstudium | Wilhelm Büchner Hochschule | ab 14193 € insgesamt ab 249 € monatlich | |
| Angewandte Chemie, Bachelor of Science Berufsbegleitendes Studium | Hochschule Fresenius | ab 18430 € insgesamt ab 505 € monatlich | |
| Biopharmaceutical Science, Bachelor of Science Berufsbegleitendes Studium | Provadis School of International Management and Technology | ab 21210 € insgesamt ab 505 € monatlich | |
| Biosciences, Bachelor of Science Vollzeitstudium | Hochschule Fresenius | ab 22115 € insgesamt ab 595 € monatlich | |
| Biomedical Sciences, Bachelor of Science Vollzeitstudium | Hochschule Fresenius | ab 34895 € insgesamt ab 950 € monatlich | |
| Chemistry and Biotechnology, Bachelor of Science Vollzeitstudium | Constructor University | ab 56000 € insgesamt |
Master: Kosten im Vergleich
| Studiengang | Hochschule | Kosten | |
|---|---|---|---|
| Computational Chemistry, Master of Science Fernstudium | Wilhelm Büchner Hochschule | ab 10015 € insgesamt ab 693 € monatlich | |
| Pharmazeutische Biotechnologie, Master of Science Berufsbegleitendes Studium | Hochschule Fresenius | ab 10150 € insgesamt ab 550 € monatlich | |
| Wirtschaftschemie, Master of Science Berufsbegleitendes Studium | Hochschule Fresenius | ab 19150 € insgesamt ab 630 € monatlich | |
| Chemical Engineering, Master of Science Berufsbegleitendes Studium | Provadis School of International Management and Technology | ab 20330 € insgesamt ab 600 € monatlich | |
| Biomedicine, Master of Science Vollzeitstudium | Hochschule Fresenius | ab 21120 € insgesamt ab 880 € monatlich |
Fernstudium und berufsbegleitende Programme lassen sich als Werbungskosten steuerlich absetzen – beim Zweitstudium (Master) in voller Höhe. Die Constructor University vergibt eigene Stipendien, die bis zu 50 % der Studiengebühren abdecken können. BAföG ist an allen privaten Hochschulen beantragbar – auch für Fernstudiengänge.
Welche Voraussetzungen brauche ich für ein naturwissenschaftliches Studium?
Alle privaten Hochschulen mit naturwissenschaftlichen Programmen sind NC-frei. Du brauchst eine Hochschulzugangsberechtigung – (Fach-)Abitur oder einen gleichwertigen Abschluss. Beruflich Qualifizierte können auch ohne Abitur zugelassen werden: Meisterinnen und Meister, Technikerinnen und Techniker sowie Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens drei Jahren einschlägiger Berufserfahrung (nach Landesrecht).
Die Constructor University nutzt ein eigenes Auswahlverfahren mit Motivationsschreiben und akademischer Leistungsbewertung – SAT-Scores oder IB-Diplome werden akzeptiert. Für Master-Programme brauchst du einen ersten Hochschulabschluss (B.Sc. oder B.Eng.) in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Fach.
Wenige Anbieter, drei Formate: Wo kann ich Naturwissenschaften privat studieren?
Naturwissenschaften an privaten Hochschulen sind eine Nische: Nur eine Handvoll Anbieter deckt das Spektrum von Chemie über Biologie bis Physik ab. Dafür ist die Formatvielfalt groß – vom Vollzeitstudium im Labor über berufsbegleitende Blockmodelle bis zum Fernstudium mit Kompaktlaboren. Knapp die Hälfte aller Programme ist englischsprachig – eine Dichte, die es an keiner staatlichen Hochschule gibt.
Warum privat statt staatlich? Staatliche Universitäten bieten mehr Grundlagenforschung, größere Fachbibliotheken und eine breitere Fächerauswahl – wer in die akademische Forschung will, ist dort oft besser aufgehoben. Private Hochschulen punkten dagegen mit kleinen Laborgruppen (15–25 statt 60–80 Studierende), direkten Industriekontakten (besonders bei Provadis und Fresenius), NC-freier Zulassung und flexiblen Studienformaten. Für Berufstätige ist der Vorteil am größten: Naturwissenschaften berufsbegleitend oder im Fernstudium gibt es ausschließlich an privaten Hochschulen.
Vollzeit am Campus – Labore, Forschung, Praxissemester
Die Hochschule Fresenius bildet das Zentrum: Am Campus Idstein (bei Frankfurt) stehen eigene Labore für Chemie, Biologie und Pharmazie zur Verfügung. Das Angebot reicht von Angewandter Chemie (B.Sc.) über Biosciences bis zu englischsprachigen Master-Programmen wie Biomedicine und Bioanalytical Chemistry. Fresenius ist mit Abstand der größte private Anbieter für Naturwissenschaften – wer ein deutschsprachiges Campusstudium in Chemie oder Biologie sucht, kommt an Idstein kaum vorbei.
Die Constructor University in Bremen ist die Premiumoption: ein eigener Forschungscampus mit Wohnheimen, ausschließlich englischsprachige Programme und eine internationale Studierendenschaft aus über 100 Ländern. Die Bachelor-Programme – Chemistry and Biotechnology, Biochemistry and Cell Biology, Medicinal Chemistry sowie Physics and Data Science – kosten 56.000 bis 60.000 € gesamt. Eigene Stipendien decken bis zur Hälfte ab.
Provadis in Frankfurt verfolgt einen anderen Ansatz: Die Hochschule sitzt im Industriepark Höchst und kooperiert direkt mit Chemie- und Pharmakonzernen. Chemical Engineering und Biopharmaceutical Science laufen praxisintegriert – Studierende arbeiten parallel im Unternehmen.
Berufsbegleitend – neben dem Job spezialisieren
Die Hochschule Fresenius und Provadis bieten berufsbegleitende Naturwissenschaften zwischen 505 und 630 €/Monat an. Das Studium läuft in Wochenend- oder Blockmodellen und richtet sich an Laborantinnen und Laboranten, pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten sowie Fachkräfte in der Chemie- und Pharmaindustrie. Typische Studiengänge: Angewandte Chemie (B.Sc.), Biosciences (B.Sc.), Wirtschaftschemie (M.Sc.) und Chemical Engineering (M.Sc.).
Konkret bedeutet das: rund 15–20 Stunden Lernaufwand pro Woche neben dem Job. Die Blockphasen an der Hochschule (typisch: ein bis zwei Wochenenden pro Monat oder ein bis zwei Blockwochen pro Semester) decken vor allem Laborpraktika ab, die sich nicht digital ersetzen lassen. Beide Hochschulen ermöglichen so ein naturwissenschaftliches Studium in Vollzeitanstellung – die Regelstudienzeit verlängert sich dafür auf 7–8 Semester im Bachelor und 4–5 Semester im Master.
Fernstudium – Chemie und Pharma flexibel studieren
Naturwissenschaften im Fernstudium gibt es ausschließlich an privaten Hochschulen – staatliche Universitäten bieten diese Fächer nicht im Fernformat an. Die Wilhelm Büchner Hochschule hat Chemische Verfahrenstechnik (B.Eng., 237 €/Monat) und Computational Chemistry (M.Sc.) im Programm. Die SRH Fernhochschule deckt mit Pharmamanagement und -technologie (B.Sc., 299 €/Monat) die betriebswirtschaftliche Seite der Pharmabranche ab.
Laborpraktika im Fernstudium laufen über Kompaktlabore: In mehreren Präsenzphasen pro Jahr (typisch: ein bis zwei Wochen) arbeitest du in den Laboren der Hochschule oder bei Partnerlaboren. Die restliche Studienzeit läuft digital – mit virtuellen Laborübungen, Simulationen und Selbststudium.
Was verdienen Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler?
Physikerinnen und Physiker starten in der Industrie bei rund 57.000 € brutto pro Jahr und liegen damit an der Spitze der Naturwissenschaften. Chemikerinnen und Chemiker folgen mit ~50.000 €, Biotechnologinnen und Biotechnologen erreichen ähnliche Werte. Biologinnen und Biologen verdienen mit ~45.000 € Einstiegsgehalt am wenigsten – eine Promotion hebt das Gehalt allerdings um rund 30 %.
| Fachrichtung | Einstieg | Nach 5 Jahren | Nach 10 Jahren |
|---|---|---|---|
| Physik (Industrie) | ~57.000 € | ~65.000 € | ~77.000 € |
| Chemie (Pharma/Industrie) | ~50.000 € | ~62.000 € | ~70.000 € |
| Biotechnologie | ~50.000 € | ~58.000 € | ~70.000 € |
| Biologie (Industrie) | ~45.000 € | ~60.000 € | ~64.000 € |
| Mit Promotion (Ø alle) | ~61.500 € | ~70.000 € | ~80.000 € |
Besonders gefragt sind Spezialisierungen in nachhaltiger Chemie (Green Chemistry), Biopharmazie und Data Science mit naturwissenschaftlichem Hintergrund. Die chemische und pharmazeutische Industrie – mit Standorten in Frankfurt, Ludwigshafen und Basel – gehört zu den am besten zahlenden Branchen in Deutschland. Laut IW-MINT-Report waren im Oktober 2025 rund 148.500 MINT-Stellen unbesetzt.
Häufige Fragen zum Naturwissenschaften-Studium an privaten Hochschulen
Ja. Abschlüsse akkreditierter privater Hochschulen sind rechtlich gleichwertig mit staatlichen. Du kannst dich direkt bei Graduiertenkollegs oder einzelnen Professorinnen und Professoren an staatlichen Universitäten bewerben. Voraussetzung ist in der Regel ein Master-Abschluss – vereinzelt akzeptieren Universitäten auch besonders qualifizierte Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen in Fast-Track-Programme.
Das hängt vom Berufsfeld ab. In der Chemie- und Pharmaindustrie ist ein Direkteinstieg mit Bachelor möglich, besonders mit anwendungsorientierten Abschlüssen wie B.Eng. Chemische Verfahrenstechnik oder Biopharmaceutical Science. In Forschung und Entwicklung erwarten die meisten Arbeitgeber mindestens einen Master, häufig eine Promotion. Wirtschaftschemie und Pharmamanagement qualifizieren auch mit Bachelor für betriebswirtschaftlich-naturwissenschaftliche Schnittstellenpositionen.
Ja, über die allgemeinen Hochschulstipendien hinaus. Das Deutschlandstipendium (300 €/Monat) steht Studierenden aller privaten Hochschulen offen und wird häufig an MINT-Fächer vergeben. Zusätzlich fördern fachspezifische Stiftungen wie die Bayer Foundation, die BASF-Stiftung und die Studienstiftung des deutschen Volkes gezielt naturwissenschaftliche Talente. Die Hochschule Fresenius bietet eigene Stipendienprogramme und Ratenzahlung ohne Aufpreis an. Auch Bildungskredite der KfW (bis 650 €/Monat) sind für Studierende an privaten Hochschulen verfügbar.
Nein. Da alle privaten Hochschulen NC-frei arbeiten, gibt es keine Bindung an bestimmte Leistungskursfächer. Gute Grundkenntnisse in Mathematik und mindestens einem naturwissenschaftlichen Fach sind trotzdem empfehlenswert. Viele Hochschulen bieten Brücken- oder Vorkurse an, um Wissenslücken vor Studienbeginn zu schließen – besonders in Chemie, Physik und Mathematik.
Biosciences-Studiengänge an privaten Hochschulen sind anwendungsorientierter als klassische Biologie an staatlichen Universitäten. Der Fokus liegt auf Biotechnologie, pharmazeutischer Forschung und Laboranalytik – weniger auf Grundlagenforschung in Botanik, Zoologie oder Ökologie. Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise in der Pharma- und Chemieindustrie, in MedTech-Unternehmen oder in der Lebensmitteltechnologie. Wer eine akademische Karriere in der Grundlagenforschung anstrebt, ist an einer staatlichen Universität besser aufgehoben.
Verwandte Studiengänge an privaten Hochschulen
Naturwissenschaften überschneiden sich mit mehreren Nachbardisziplinen. Wer sich stärker für die technische Anwendung interessiert, findet passende Programme in den Ingenieurwissenschaften – etwa Verfahrenstechnik oder Maschinenbau. An der Schnittstelle zur Medizin liegen die Gesundheitswissenschaften mit Pharmazie- und Medizintechnik-Bezug. Und wer Data Science oder KI mit Naturwissenschaften verbinden will, wird bei den Informationswissenschaften fündig.


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