An staatlichen Unis liegt der NC für Humanmedizin bei 1,0–1,2 – und selbst mit Traum-Abi wartet man oft mehrere Semester. An privaten Medical Schools entfällt der NC komplett: Du bewirbst dich direkt, studierst in kleinen Gruppen und hast frühen Patientenkontakt. Dafür zahlst du Studiengebühren – von 62.880 € (Witten/Herdecke) bis 125.000 € (MHB). Hier vergleichst du alle privaten Medizinstudiengänge nach Kosten, Zulassung und Karrierechancen.
- Alle Studiengänge im Fachbereich Medizin im Vergleich
- Was kostet ein privates Medizinstudium?
- Zulassung ohne NC: So bewirbst du dich an einer privaten Medical School
- Humanmedizin vs. Physician Assistance: Welcher Weg passt zu dir?
- Master: Spezialisierung und Weiterbildung
- Karriere und Gehalt: Was verdienen Ärztinnen und Ärzte?
- Studienformate im Vergleich
- Häufig gestellte Fragen zum privaten Medizinstudium
- Verwandte Studiengänge
Alle Studiengänge im Fachbereich Medizin im Vergleich
Wir verzeichnen insgesamt 56 Kurse im Fachbereich Medizin. Gezeigt werden die ersten 20 Top-Kurse. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Kurse im Fachbereich zu entdecken.
Humanmedizin
Universität Witten/Herdecke · Staatsexamen · 12 Semester
Humanmedizin
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane · Staatsexamen · 12 Semester · 3,8
Humanmedizin
Medical School Hamburg · Staatsexamen · 12 Semester
Molekulare Biomedizin
Rheinische Hochschule Köln · B.Sc. · 6 Semester
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Universität Witten/Herdecke · Staatsexamen · 10 Semester
Humanmedizin
Medical School Berlin · Staatsexamen · 12 Semester
Medizinökonomie & Digitales Management
Rheinische Hochschule Köln · B.Sc. · 6 Semester
Physician Assistance
Fachhochschule des Mittelstands · B.Sc. · 36 Monate
Physician Assistance
Carl Remigius Medical School · B.Sc. · 8 Semester
Physician Assistance
HSD Hochschule Döpfer · B.Sc. · 6 Semester
Medizinalfachberufe
DIPLOMA Hochschule · B.A. · 5 Semester
Zahnmedizin
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane · Staatsexamen · 11 Semester
Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren
DIPLOMA Hochschule · B.Sc. · 7 Semester
Physician Assistance
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf · B.Sc. · 7 Semester
Clinical Research
Dresden International University · M.Sc. · 4 Semester
Humanmedizin
Health and Medical University · Staatsexamen · 12 Semester
Physician Assistant
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf · M.Sc. · 5 Semester
Medizintechnik
IU Internationale Hochschule · B.Eng. · 6 Semester
Medizinische Informatik
Wilhelm Büchner Hochschule · B.Sc. · 7 Semester
Naturheilkunde & komplementäre Medizin
Carl Remigius Medical School · M.Sc. · 4 Semester
Was kostet ein privates Medizinstudium?
Die Kosten hängen stark vom Studiengang ab: Humanmedizin (Staatsexamen) kostet 62.880–125.000 € insgesamt, Physician Assistance liegt bei 490–625 €/Monat, und gesundheitswissenschaftliche Bachelor beginnen ab 137 €/Monat. Bei den Finanzierungsmodellen gibt es große Unterschiede – von laufenden Ratenzahlungen bis zum Generationenvertrag.
Humanmedizin (Staatsexamen): Studiengebühren im Vergleich
Sechs private Medical Schools bieten in Deutschland Humanmedizin mit Staatsexamen an. Die Universität Witten/Herdecke ist mit 62.880 € die günstigste Option – und bietet mit dem Umgekehrten Generationenvertrag ein einzigartiges Finanzierungsmodell: Du zahlst während des Studiums nichts und tilgst einkommensabhängig nach dem Berufseinstieg. Die HMU Erfurt (90.000 €), die MSB Berlin (93.000 €), die HMU Potsdam (94.500 €) und die MSH Hamburg (94.500 €) arbeiten mit laufenden Monatsraten von 1.500 €. Die MHB Theodor Fontane in Neuruppin ist mit 125.000 € die teuerste, bietet aber Klinik-Stipendien – Partnerkliniken übernehmen bis zu 80.000 € gegen eine Bindung.
| Hochschule | Standort | Studiengebühren | Semester | Finanzierung |
|---|---|---|---|---|
| Uni Witten/Herdecke | Witten | 62.880 € | 12 | Umgekehrter Generationenvertrag |
| HMU Erfurt | Erfurt | 90.000 € | 13 | Selbstzahler (1.500 €/Mon.) |
| MSB Berlin | Berlin | 93.000 € | 12 | Selbstzahler (PJ: 300 €/Mon.) |
| HMU Potsdam | Potsdam | 94.500 € | 12 | Selbstzahler (1.500 €/Mon.) |
| MSH Hamburg | Hamburg | 94.500 € | 12 | Selbstzahler (1.500 €/Mon.) |
| MHB Theodor Fontane | Neuruppin | 125.000 € | 12 | Klinik-Stipendium / nachgelagert |
| Studiengang | Hochschule | Kosten | |
|---|---|---|---|
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Universität Witten/Herdecke | ab 76800 € insgesamt | |
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Health and Medical University Erfurt | ab 90000 € insgesamt ab 1500 € monatlich | |
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Medical School Berlin | ab 93000 € insgesamt ab 300 € monatlich | |
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Medical School Hamburg | ab 93600 € insgesamt ab 1500 € monatlich | |
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Health and Medical University | ab 94500 € insgesamt ab 1500 € monatlich | |
| Humanmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane | ab 118000 € insgesamt |
Zahnmedizin (Staatsexamen): Studiengebühren
Zahnmedizin mit Staatsexamen gibt es an drei privaten Hochschulen. Die Uni Witten/Herdecke bietet den günstigsten Einstieg (101.280 €, 10 Semester, Generationenvertrag). Die MHB liegt bei 132.000 € (11 Semester), und die HMU Erfurt berechnet 2.190 €/Monat über 11 Semester.
| Studiengang | Hochschule | Kosten | |
|---|---|---|---|
| Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Staatsexamen Vollzeitstudium | Universität Witten/Herdecke | ab 110400 € insgesamt ab 11040 € monatlich | |
| Zahnmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane | ab 132000 € insgesamt | |
| Zahnmedizin, Staatsexamen Vollzeitstudium | Health and Medical University Erfurt | ab 144540 € insgesamt ab 2190 € monatlich |
Finanzierungsmodelle: So stemmst du die Studiengebühren
Drei Wege führen zur Finanzierung eines privaten Medizinstudiums:
- Umgekehrter Generationenvertrag (Witten/Herdecke): Während des Studiums zahlst du nichts. Nach dem Berufseinstieg tilgst du einkommensabhängig über 10 Jahre. Verdienst du wenig, zahlst du wenig – ein Sicherheitsnetz für den Berufseinstieg.
- Klinik-Stipendium (MHB): Partnerkliniken übernehmen bis zu 80.000 € der Studiengebühren. Im Gegenzug verpflichtest du dich, nach dem Studium einige Jahre dort zu arbeiten – meist in ländlichen Regionen.
- Selbstzahler / Studienkredit: Monatliche Raten von 1.500–2.190 €. Finanzierbar über KfW-Studienkredit (max. 650 €/Mon.), Bildungsfonds (z. B. Brain Capital, Deutsche Bildung) oder Eigenmittel. BAföG deckt maximal 992 €/Monat.
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Zulassung ohne NC: So bewirbst du dich an einer privaten Medical School
An staatlichen Unis läuft die Vergabe über Hochschulstart: 30 % der Plätze gehen nach Abiturnote, 10 % nach der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) und 60 % im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH). Der NC liegt bei 1,0–1,2 – je nach Bundesland.
An privaten Medical Schools gibt es keinen NC. Stattdessen zählen:
- Motivation und Persönlichkeit: Bewerbungsgespräch oder strukturiertes Interview (alle Anbieter).
- Naturwissenschaftliche Vorkenntnisse: Manche Hochschulen setzen einen Eignungstest voraus (z. B. HAM-NAT-ähnliche Tests an MSH/MSB).
- Praxiserfahrung: Pflegepraktikum, FSJ, BFD oder Ausbildung im Gesundheitswesen werden positiv bewertet.
- Abiturnote: Relevant, aber nicht allein entscheidend. Auch mit einem Schnitt von 2,0–3,0 hast du Chancen.
Bewerbungsprozess: Du bewirbst dich direkt bei der jeweiligen Hochschule – nicht über Hochschulstart. Die Bewerbungsfristen liegen meist im Frühjahr (Sommersemester) und Sommer (Wintersemester). Du kannst dich parallel an mehreren privaten Medical Schools bewerben.
Humanmedizin vs. Physician Assistance: Welcher Weg passt zu dir?
Neben dem Staatsexamen hat sich Physician Assistance als kürzere, günstigere Alternative etabliert. PA-Absolventinnen und -Absolventen arbeiten als Arztassistenz in Klinik und Praxis – mit eigenem Aufgabenbereich, aber ohne Approbation.
| Kriterium | Humanmedizin (Staatsexamen) | Physician Assistance (Bachelor) |
|---|---|---|
| Abschluss | Staatsexamen + Approbation | Bachelor of Science |
| Dauer | 12–13 Semester (6–6,5 Jahre) | 6–8 Semester (3–4 Jahre) |
| Kosten | 62.880–125.000 € | 17.640–30.000 € |
| Einstiegsgehalt | ~5.200 €/Mon. (Assistenzarzt) | ~3.500–4.500 €/Mon. |
| Berufsbild | Ärztin/Arzt mit Approbation, eigenverantwortlich | Arztassistenz, delegierte ärztliche Tätigkeiten |
| Weiterbildung | Facharzt-Spezialisierung (5–6 Jahre) | Master PA, ggf. Brückenstudium Medizin |
Physician Assistance und weitere Bachelor im Vergleich
Neben Physician Assistance findest du im Fachbereich Medizin auch Bachelor in Medizinischer Informatik, Biomedizin, Rettungswissenschaften, Medizintechnik und weiteren Gesundheitsberufen – ab 137 €/Monat.
Master: Spezialisierung und Weiterbildung
Die Master im Fachbereich Medizin reichen von Medizinpädagogik und Physician Assistant (ab 386 €/Monat) über Digital Health und Pharmaceutical Medicine bis zu hochspezialisierten Programmen wie Implantologie, Kieferorthopädie und Ästhetische Gesichtschirurgie (bis 1.250 €/Monat). Viele Programme richten sich an Berufstätige und laufen berufsbegleitend.
Karriere und Gehalt: Was verdienen Ärztinnen und Ärzte?
Die Gehälter im ärztlichen Dienst folgen dem Tarifvertrag TV-Ärzte/VKA (Stand 2026, Schätzung):
| Karrierestufe | Typische Position | Einstieg | Nach 5 Jahren | Endstufe |
|---|---|---|---|---|
| Ä 1 | Assistenzärztin/-arzt | 5.200 € | 5.900 € | 6.600 € |
| Ä 2 | Fachärztin/-arzt | 6.800 € | 7.600 € | 8.500 € |
| Ä 3 | Oberärztin/-arzt | 8.100 € | 8.600 € | 9.100 € |
| Ä 4 | Chefärztin/-arzt | 12.000–25.000+ € (außertariflich) | ||
Alle Beträge brutto pro Monat. In Universitätskliniken (TV-Ärzte/TdL) liegen die Gehälter etwas höher. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verdienen im Schnitt 180.000–220.000 € brutto pro Jahr – je nach Fachrichtung und Praxisform.
Return on Investment: Bereits als Assistenzärztin verdienst du rund 1.400 € mehr pro Monat als ein/e durchschnittliche/r Akademiker/in. Die Studiengebühren von 62.880 € (Witten/Herdecke) amortisieren sich damit in unter 4 Jahren. Über 10 Berufsjahre allein auf Assistenzarzt-Niveau beträgt der Mehrverdienst rund 168.000 € brutto – die Studiengebühren selbst der teuersten Hochschule (125.000 €) sind damit eine lohnende Investition.
Studienformate im Vergleich
Die Studiengänge im Fachbereich Medizin verteilen sich auf vier Formate:
- Vollzeitstudium (24 Studiengänge): Alle Staatsexamen-Programme (Humanmedizin, Zahnmedizin) sowie viele Bachelor wie Physician Assistance laufen als Vollzeitstudium. Standorte: Berlin, Hamburg, Potsdam, Witten, Neuruppin, Erfurt, Düsseldorf, Köln, Heidelberg.
- Berufsbegleitend (19 Studiengänge): Viele Master laufen berufsbegleitend – ideal für Ärztinnen und Ärzte, die sich neben der Klinikarbeit spezialisieren möchten. Typische Formate: Blockwochenenden oder Abendveranstaltungen.
- Fernstudium (7 Studiengänge): Gesundheitswissenschaftliche Bachelor wie Medizinalfachberufe (DIPLOMA, ab 137 €/Mon.), Medizinische Informatik (IU, 249 €/Mon.) und Medizintechnik sind als Fernstudium verfügbar.
- Duales Studium (3 Studiengänge): Physician Assistance und Dentalhygiene gibt es auch dual – der Arbeitgeber übernimmt häufig die Studiengebühren.
Häufig gestellte Fragen zum privaten Medizinstudium
- Kann ich Medizin ohne NC studieren? Ja. An allen privaten Medical Schools in Deutschland entfällt der Numerus Clausus. Du bewirbst dich direkt bei der Hochschule. Die Auswahl basiert auf Motivation, Eignung und Praxiserfahrung.
- Was kostet ein privates Medizinstudium? Humanmedizin (Staatsexamen) kostet 62.880–125.000 € insgesamt. Physician Assistance liegt bei 490–625 €/Monat (17.640–30.000 € gesamt). Gesundheitswissenschaftliche Bachelor beginnen ab 137 €/Monat.
- Wird ein Abschluss von einer privaten Medical School anerkannt? Ja. Alle hier gelisteten Hochschulen sind staatlich anerkannt und akkreditiert. Das Staatsexamen ist identisch mit dem an staatlichen Unis – du erhältst dieselbe Approbation.
- Lohnt sich ein privates Medizinstudium finanziell? Ja. Bereits als Assistenzärztin bzw. -arzt verdienst du rund 5.200 € brutto/Monat. Die Studiengebühren amortisieren sich in 3–8 Jahren – danach überwiegt der Mehrverdienst deutlich.
- Wie finanziere ich 62.000–125.000 € Studiengebühren? Drei Modelle: (1) Umgekehrter Generationenvertrag (Witten/Herdecke) – du zahlst erst nach dem Studium. (2) Klinik-Stipendium (MHB) – eine Partnerklinik übernimmt bis zu 80.000 €. (3) Studienkredit/Bildungsfonds – KfW, Brain Capital oder Deutsche Bildung finanzieren vor.
- Kann ich Humanmedizin auf Englisch studieren? An privaten Hochschulen in Deutschland wird Humanmedizin auf Deutsch unterrichtet. Für englischsprachige Programme weiche auf den UMCH (Kooperation mit der Universität Neumarkt a.M./Tirgu Mures) oder internationale Angebote aus.
Verwandte Studiengänge
Medizin grenzt an zahlreiche Fachbereiche an privaten Hochschulen:
- Gesundheitsmanagement: BWL-Wissen für das Gesundheitswesen – ideal für Leitungspositionen in Kliniken und Krankenhäusern.
- Pflege: Akademische Pflegestudiengänge für Leitungs- und Lehrfunktionen im Pflegebereich.
- Psychologie: Von klinischer Psychologie bis Wirtschaftspsychologie – Grundlage für therapeutische und beratende Tätigkeiten.
- Physiotherapie: Akademisierung der Physiotherapie mit Forschungsbezug – für Karrieren jenseits der Praxis.
- Pharmazie: Von der Arzneimittelentwicklung bis zur klinischen Pharmazie – verwandt mit der medizinischen Forschung.



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