Für wen eignet sich der M.Sc. Kieferorthopädie und Alignertherapie – und was brauchst du dafür?
Der berufsbegleitende Master richtet sich an approbierte Zahnärztinnen und Zahnärzte, die ihre Behandlungskompetenz in KFO und Alignertherapie systematisch erweitern möchten. Geeignet bist du, wenn du in einer allgemeinzahnärztlichen Praxis arbeitest und digitale Alignerbehandlungen in deinen Workflow integrieren willst. Ebenfalls angesprochen sind Kolleginnen und Kollegen aus Klinik oder MVZ, die komplexere KFO-Fälle sicher planen und verantworten möchten. Wenn du bereits eine Praxis führst, unterstützt dich das Studium dabei, dein Leistungsspektrum auszubauen und Behandlungen qualitativ abzusichern – mit Fokus auf digitalen Prozessen vom Scannen bis zur virtuellen Fallplanung. Studienorte sind Wiesbaden (Hochschule Fresenius) und Crailsheim/Weinheim (Kooperation mit IBIZ).
Zulassungsvoraussetzungen
Für die Einschreibung sind folgende Nachweise erforderlich:
- abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Zahnmedizin
- in der Regel eine Approbationsurkunde
- Berufserfahrung von mindestens einem Jahr
- Weiterbildungsvertrag mit der IBIZ Privatinstitut für Bildung und Innovation in der Zahnmedizin GmbH
Das Studium ist deutschsprachig und berufsbegleitend konzipiert (Regelstudienzeit 4 Semester, 90 ECTS).
Persönliche Voraussetzungen
Wichtig sind klinische Sorgfalt, Freude an evidenzbasierter Entscheidungsfindung und die Bereitschaft, neue digitale Verfahren konsequent in den Praxisalltag zu überführen. Du solltest dich wohlfühlen mit strukturierter Diagnostik, Fotostatus, Intraoralscan, virtueller Set-up-Planung und dem interdisziplinären Austausch (z. B. mit Parodontologie und Prothetik). Berufsbegleitend zu studieren bedeutet, Lernfenster verbindlich zu reservieren: Plane – je nach Studienphase – im Durchschnitt etwa 10–15 Stunden pro Woche für Vor- und Nachbereitung, Literaturarbeit und Fallanalysen ein.
Hilfreich sind:
- Selbstorganisation und verlässliches Zeitmanagement – insbesondere in Wochen mit Präsenzseminaren und Praxiseinsätzen
- Durchhaltevermögen für längere Behandlungsverläufe und iterative Aligner-Planungen
- Offenheit für Feedback in Fallbesprechungen sowie die Fähigkeit, Entscheidungen transparent zu dokumentieren
- Kommunikationsstärke gegenüber Patientinnen und Patienten, um Therapieziele und Tragecompliance realistisch zu vermitteln
Wenn du diese Basis mitbringst, profitierst du doppelt: Du überträgst Studieninhalte unmittelbar in die Versorgung und entwickelst ein belastbares Behandlungskonzept von der Indikationsstellung bis zum Retentionsplan – mit einem Abschluss, der deine Qualifikation klar ausweist.
Was lernst du im Master Kieferorthopädie und Alignertherapie an der Hochschule Fresenius?
Du baust deine zahnmedizinische Expertise in Kieferorthopädie und Alignertherapie systematisch aus – von Diagnostik und Behandlungsplanung über digitale Workflows bis zur interdisziplinären Therapie. Der Studiengang verbindet akademische Vertiefung mit praxisnahen Fallbesprechungen, 18 Präsenzseminaren und Praxisphasen in spezialisierten Fachpraxen.
Klinisch-therapeutische Grundlagen und Planung: Du vertiefst Ätiologie, Morphogenese und Befundaufnahme, leitest daraus Diagnosen ab und planst KFO-Behandlungen strukturiert. Du arbeitest mit konventionellen Apparaturen ebenso wie mit kieferorthopädisch-chirurgischen Konzepten und übst indikationsgerechte Mittel- und Materialwahl.
Digitale KFO und Alignertherapie: Du lernst den gesamten digitalen Workflow – vom Scan über die virtuelle Set-up-Planung bis zur Umsetzung der Alignertherapie. Mehrstufige Module zur „Digitalen Alignertherapie“ sowie „Digitale Aspekte in Theorie und Praxis“ festigen deine Kompetenzen in Planung, Simulation und Outcome-Kontrolle.
Frühbehandlung, Prävention und interdisziplinäre Aspekte: Themen wie Frühbehandlung, parodontale und prothetische Schnittstellen sowie präprothetische KFO runden dein klinisches Profil ab. So entwickelst du Therapiekonzepte für komplexe Fälle im Team mit Parodontologie und Prothetik.
Wissenschaft und Professionalisierung: Du erwirbst Kenntnisse in wissenschaftlicher Methodik und evidenzbasierter Entscheidungsfindung. Module zum professionellen Selbstbild und zu Managementkompetenzen stärken Kommunikation, Praxisorganisation und Qualitätssicherung. Der Studiengang schließt mit einer Abschlussprüfung ab.
Vertiefungen: Du setzt Schwerpunkte in Digitalisierung sowie an den Schnittstellen zu Parodontologie und Prothetik. Fallbesprechungen mit Dozierenden aus Universität und Praxis sichern den Transfer in deine Behandlung – Inhalte lassen sich unmittelbar in der eigenen Praxis anwenden.
Wie läuft das Studium im Master Kieferorthopädie und Alignertherapie ab?
Studienorganisation: berufsbegleitend mit Präsenz- und Online-Anteilen
Das Studium ist berufsbegleitend konzipiert und auf 4 Semester (90 ECTS) angelegt. Es kombiniert kompakt terminierte Präsenzseminare (insgesamt 18) mit Online-Modulen. So behältst du die Behandlungszeit in der Praxis und absolvierst gleichzeitig strukturierte Lern- und Übungsphasen.
Studienorte und Kooperation: Campus Wiesbaden plus Präsenz in Crailsheim
Du studierst an der Hochschule Fresenius in Wiesbaden und im Rahmen der Kooperation mit dem IBIZ Privatinstitut finden Präsenzanteile auch in Crailsheim statt. Am Campus Wiesbaden profitierst du von modernen Räumen; beim Kooperationspartner erhältst du Einblicke in spezialisierte Behandlungsabläufe und den digitalen Workflow.
Betreuung und Lernformat: praxisnah und fallorientiert
Die Lehre verbindet wissenschaftliche Fundierung mit praktischer Anwendung. Fallbesprechungen, Übungen am digitalen System und Austausch mit erfahrenen Dozierenden prägen das Format. Praxisphasen in KFO-Fachpraxen ermöglichen es, neue Methoden direkt am Patientenpfad zu erproben.
Prüfungen, Workload und Planbarkeit
Prüfungsleistungen erstrecken sich über studienbegleitende Leistungsnachweise in den Modulen und eine abschließende Prüfung. Der Workload ist auf Berufstätige zugeschnitten: Präsenzblöcke werden gebündelt, Online-Einheiten lassen sich flexibel integrieren. Reisezeiten zu den Seminaren solltest du fest einplanen – die Präsenzpflicht ist Teil des Konzepts.
Was kostet der Master Kieferorthopädie und Alignertherapie an der Hochschule Fresenius?
Die Studiengebühr liegt bei 1.250 € monatlich. Über vier Semester (24 Monate) ergeben sich Gesamtkosten von rund 30.000 €. Hinzu kommen voraussichtlich Reise- und Übernachtungskosten für Präsenzseminare in Wiesbaden bzw. Crailsheim sowie individuelle Ausgaben für Fachliteratur und Arbeitsmittel.
Finanzierung ist über Stipendien, Studienkredite oder Bildungsfonds möglich. Als berufsbegleitender Master lässt sich ein Großteil der Kosten steuerlich geltend machen – in der Regel als Werbungskosten oder Betriebsausgaben.
Im Vergleich zu staatlichen Universitäten sind die Gebühren deutlich höher. Die Gegenleistung liegt hier in der intensiven Betreuung, der Kooperation mit einem Spezialinstitut und der klar berufspraktischen Ausrichtung.
Für wen lohnt sich der Master Kieferorthopädie und Alignertherapie – und für wen eher nicht?
Der Studiengang zahlt sich aus, wenn du klinisch arbeitest und deine KFO- und Aligner-Kompetenz gezielt ausbauen willst. Er ist auf unmittelbaren Praxistransfer ausgelegt und bietet dir Zugang zu digitalen Workflows, Falltraining und interdisziplinären Konzepten.
- Für praktizierende Zahnärztinnen und Zahnärzte, die KFO- und Alignerbehandlungen sicher planen und durchführen wollen
- Wenn du Digitalisierung in Diagnostik und Therapie – inklusive virtueller Planung – strukturiert aufbauen möchtest
- Wenn du deine Praxisleistung mit einem akademischen Abschluss stärken willst
- Wenn du den Austausch mit Dozierenden aus Universität und Praxis sowie mit Fachpraxen schätzt
Prüfe, ob Rahmenbedingungen, Ziele und Kosten mit deinem Alltag vereinbar sind. Nicht jede Ausgangslage passt zu einem berufsbegleitenden Präsenz- und Praxisstudium:
- Wenn dein Ziel die reglementierte Fachzahnarzt-Weiterbildung Kieferorthopädie ist – dieser Master ist dafür kein Ersatz
- Wenn du ein vollständig ortsunabhängiges Online-Programm suchst – Präsenzseminare und Praxisphasen sind fester Bestandteil
- Wenn du den zusätzlichen Zeitaufwand nicht tragen oder Abwesenheiten für Präsenzen nicht realisieren kannst
- Wenn du aktuell keine klinische Umgebung hast, um erlernte Methoden zeitnah am Patientenpfad anzuwenden
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