Über 110 private Hochschulen gibt es in Deutschland – 20 Universitäten und rund 90 Fachhochschulen, verteilt auf alle 16 Bundesländer. Rund 373.000 Menschen studieren privat (13 % aller Studierenden, CHE 2025). Die Bandbreite reicht von dualem Studium für 0 € (Unternehmen zahlt) über Fernstudium ab 165 €/Monat bis zu Elite-Programmen an der WHU oder Frankfurt School. Alle privaten Hochschulen sind staatlich anerkannt – ihre Abschlüsse sind rechtlich gleichwertig mit denen staatlicher Universitäten.
Drei Formate prägen das private Studium: Vollzeit-Campus (41 % aller Programme – kleine Gruppen, intensive Betreuung), Fernstudium (32 % – komplett online, ideal für Berufstätige) und duales Studium (10 % – Praxispartner zahlt, 0 € für Studierende). Diese Seite hilft dir, die richtige Hochschule in der richtigen Region zu finden – nach Fach, Format und Budget. Weiter unten findest du unseren Hochschul-Finder, der dir zeigt, welche Hochschule am besten zu dir passt.
- Alle Privathochschulen im Überblick
- Welche private Hochschule passt zu dir?
- Wo in Deutschland privat studieren – die wichtigsten Standorte
- Was kostet ein Studium an einer privaten Hochschule – und lohnt es sich?
- Fernstudium, duales Studium oder Campus – welches Format passt zu dir?
- Häufige Fragen zu privaten Hochschulen in Deutschland
Alle Privathochschulen im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 113 Anbieter in unserer Datenbank. Gezeigt werden die ersten 30 Top-Anbieter. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Anbieter zu entdecken.
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Welche private Hochschule passt zu dir?
Über 110 Hochschulen in 16 Bundesländern – die Auswahl ist groß. Der Hochschulfinder zeigt dir, welche Bundesländer für dein Wunschfach die stärksten Angebote haben.
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Wo in Deutschland privat studieren – die wichtigsten Standorte
Private Hochschulen konzentrieren sich auf Großstädte – Berlin hat mit über 20 Hochschulen das größte Feld, gefolgt von NRW (16 an 9 Standorten), Baden-Württemberg (16) und Hessen (15). In Ostdeutschland ist das Feld dünner – Mecklenburg-Vorpommern hat keine einzige private Hochschule mit Hauptsitz.
Top-Städte für privates Studium
- Berlin: Über 20 private Hochschulen – Medizin (MSB), Jura (BSP), Elite-Management (ESMT, ESCP), Psychologie (PHB, IPU, SFU), IT (CODE). Deutschlands größtes privates Angebot. WG-Zimmer: 500–700 €.
- Köln/Düsseldorf/Dortmund: NRW-Trio mit CBS, RFH, ISM, FHM, FOM und Witten/Herdecke (Medizin + Zahnmedizin). Ruhrgebiet günstig (300–450 €), Köln/Düsseldorf teurer (450–650 €).
- Frankfurt: Finanzhauptstadt – Frankfurt School und EBS als Elite-Business-Schools. Hochschule Fresenius (Deutschlands größte Präsenzhochschule) in Idstein nebenan. WG-Zimmer: 550–750 €.
- Hamburg: Fernstudium-Hauptstadt (Euro-FH, HFH) + Elite-Jura (Bucerius) + Medizin (MSH) + Logistik-Weltklasse (KLU). WG-Zimmer: 450–650 €.
- München/Stuttgart: Süddeutsche Wirtschaftsstärke – SRH Heidelberg (größter privater Campus), AKAD Stuttgart (MINT-Fernstudium), Zeppelin Universität (Elite am Bodensee). München teuer (600–800 €), Stuttgart/Heidelberg moderater.
- Leipzig/Dresden: Günstigste Großstädte Deutschlands (280–400 €). HHL Leipzig (Elite-MBA, AACSB), DIU Dresden (TU-Tochter, Gesundheit). Starke Startup-Szene in Leipzig.
Bundesländer im Überblick
- Berlin – Über 20 Hochschulen, Medizin, Jura, IT, Elite-Management. Größtes Feld Deutschlands.
- Nordrhein-Westfalen – 16 Hochschulen an 9 Standorten. Witten/Herdecke (Medizin, Zahnmedizin), FOM, CBS, ISM. TH Georg Agricola: Ingenieurstudium unter 2.300 €.
- Baden-Württemberg – SRH Heidelberg (größter Campus), AKAD (MINT-Fernstudium), Zeppelin (Elite). Über 200 EN-Programme.
- Hessen – Fresenius-Cluster Idstein (4 Hochschulen), Frankfurt School, EBS, DIPLOMA, Wilhelm Büchner. Über 290 EN-Programme.
- Hamburg – Fernstudium-Hauptstadt (Euro-FH, HFH), Bucerius Law School, MSH (Medizin), KLU (Logistik).
- Bayern – 4 Hochschulen in München und Umgebung. Stark in BWL und Gesundheit.
- Niedersachsen – PFH Göttingen, Leibniz-FH Hannover. Solides Mittelfeld.
- Brandenburg – Potsdam: HMU (Medizin), Gisma, XU, FH Sport. 7 Hochschulen nahe Berlin.
- Bremen – APOLLON (Gesundheits-Fernstudium), Jacobs University (international, Campus).
- Thüringen – IU Erfurt (Deutschlands größte private HS, 130.000 Stud.), HMU (Medizin neu).
- Rheinland-Pfalz – WHU Vallendar (Masters in Management #1 Deutschland, FT 2025).
- Schleswig-Holstein – IT-fokussiertester Standort: FH Wedel, NORDAKADEMIE. Dual bei Hamburg.
- Sachsen – HHL Leipzig (Elite-MBA, AACSB), DIU Dresden, FH Dresden. Günstigste Großstädte.
- Sachsen-Anhalt – Steinbeis Hochschule (Projekt-Kompetenz-Studium, arbeitsintegriert).
- Saarland – DHfPG (einzige HS für Fitness und Gesundheitsprävention).
- Mecklenburg-Vorpommern – Keine private HQ-Hochschule. Campus-Anbieter (FHM Schwerin, IU Rostock) und Fernstudium.
Was kostet ein Studium an einer privaten Hochschule – und lohnt es sich?
Die Preisspanne reicht von 0 € (duale Programme, bei denen das Unternehmen zahlt) bis über 100.000 € (Zahnmedizin in Witten, Kellogg-WHU Executive MBA). Die Masse der Studiengänge liegt zwischen 10.000 und 25.000 € Gesamtkosten.
- 0 € (dual): NORDAKADEMIE, DHSH, IU dual, HSBA, Provadis, Fliedner und viele weitere – das Unternehmen übernimmt die Gebühren.
- Unter 2.300 €: TH Georg Agricola Bochum – Ingenieurwissenschaften fast gebührenfrei (RAG-Stiftung).
- 7.000–15.000 € (Fernstudium): DIPLOMA (ab 7.205 €), SRH Fernhochschule (Psychologie ab 7.164 €), AKAD (MINT ab 9.520 €), Euro-FH (ab 8.800 €), IU (ab 13.975 €).
- 14.000–35.000 € (Campus): Fresenius, SRH Heidelberg, CBS, ISM, AMD, Macromedia und die meisten regionalen Anbieter.
- Ab 30.000 € (Elite): WHU (ab 30.300 €), Frankfurt School (ab 30.800 €), EBS (ab 23.980 €), HHL Leipzig (ab 32.000 €). Witten/Herdecke Humanmedizin (62.880 €), Zahnmedizin (101.280 €).
An staatlichen Hochschulen fällt nur ein Semesterbeitrag von 160–370 € an (je nach Bundesland). Warum trotzdem privat?
Vorbehalte ehrlich adressiert
- „Sind die Abschlüsse gleichwertig?“ – Ja. Alle privaten Hochschulen in Deutschland sind staatlich anerkannt und durch den Wissenschaftsrat geprüft. Studiengänge sind akkreditiert (FIBAA, ACQUIN, AQAS). Ein Bachelor oder Master von einer privaten Hochschule hat die gleiche rechtliche Gültigkeit wie von einer staatlichen.
- „Ist das nur für Reiche?“ – Nein. Duale Programme kosten 0 €. Fernstudium gibt es ab 165 €/Monat. Die TH Georg Agricola bietet Ingenieurstudium für unter 2.300 €. BAföG, Deutschlandstipendium und KfW-Studienkredit sind verfügbar. Elite-Programme (WHU, Frankfurt School) sind teuer – aber die Masse der privaten Hochschulen nicht.
- „Kauft man sich den Abschluss?“ – Nein. Private Hochschulen unterliegen den gleichen Akkreditierungsstandards wie staatliche. Prüfungen, Studienordnungen und Qualitätssicherung werden extern geprüft. Viele private Hochschulen (Witten/Herdecke, NORDAKADEMIE, FH Wedel, TH Georg Agricola) sind sogar gemeinnützig.
- „Lohnt sich der Mehrpreis?“ – Das hängt vom Fach und vom Ziel ab. Bei zulassungsbeschränkten Fächern (Medizin, Psychologie, Jura) bieten private Hochschulen Zugang ohne NC. Bei Elite-Business-Schools (WHU, Frankfurt School, EBS, HHL) zahlt man für das Netzwerk und die Platzierung. Beim Fernstudium zahlt man für Flexibilität. Bei Ingenieurwesen oder Naturwissenschaften sind staatliche Hochschulen oft die bessere Wahl.
Finanzierung
- BAföG: An allen staatlich anerkannten privaten Hochschulen verfügbar. Höchstsatz: 992 €/Monat (2024/25).
- Deutschlandstipendium: 300 €/Monat, einkommensunabhängig, leistungsbasiert.
- Duale Programme (0 €): Unternehmen zahlt Studiengebühren + Vergütung.
- Umgekehrter Generationenvertrag (Witten/Herdecke): Studium jetzt, Rückzahlung einkommensabhängig nach dem Berufseinstieg.
- KfW-Studienkredit: Bis zu 650 €/Monat, ab 2 % Zinsen.
- Hochschuleigene Stipendien: WHU, Frankfurt School, EBS, HHL, Zeppelin, Bucerius und viele weitere vergeben leistungs- und bedarfsbasierte Stipendien.
Fernstudium, duales Studium oder Campus – welches Format passt zu dir?
Private Hochschulen bieten mehr Formate als staatliche – das richtige Format hängt von deiner Lebenssituation ab.
- Vollzeit-Campus (41 % aller Programme): Klassisches Studium mit Präsenzveranstaltungen, kleinen Lerngruppen und Campusleben. Für Abiturientinnen und Abiturienten, die Struktur und persönlichen Kontakt wollen. Typische Anbieter: SRH, Fresenius, CBS, ISM, MSH, BSP, FH Wedel.
- Fernstudium (32 %): Komplett online, ohne Präsenzpflicht, flexible Zeiteinteilung. Ideal für Berufstätige, Eltern, Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Größte Anbieter: IU (169 Fern-Programme), AKAD (63, MINT-Schwerpunkt), DIPLOMA (50, breit), Euro-FH (66, BWL/Psychologie), Wilhelm Büchner (26, MINT), SRH Fernhochschule (32, Psychologie ab 7.164 €).
- Duales Studium (10 %): Theorie + Praxis im Unternehmen, Praxispartner zahlt die Studiengebühren (0 €). Für Abiturientinnen und Abiturienten, die Praxiserfahrung und ein Gehalt wollen. Größte Anbieter: IU dual (25 Programme, 35+ Standorte), NORDAKADEMIE (von 43 Unternehmen gegründet), DHSH (Kiel, Lübeck, Flensburg), HSBA (Hamburg).
- Berufsbegleitend (16 %): Abendvorlesungen und Wochenendprogramme, vereinbar mit Vollzeitjob. Größter Anbieter: FOM (45.000 Studierende, Standorte in über 30 Städten, Vorlesungen 18–21 Uhr + samstags, ab 9.480 €).
Häufige Fragen zu privaten Hochschulen in Deutschland
Ja. Alle privaten Hochschulen in Deutschland sind staatlich anerkannt und durch den Wissenschaftsrat geprüft. Ihre Studiengänge sind akkreditiert (FIBAA, ACQUIN, AQAS) und führen zu Bachelor- und Masterabschlüssen, die rechtlich identisch mit denen staatlicher Hochschulen sind. Das gilt auch international: Deutsche Abschlüsse sind im Rahmen des Bologna-Systems EU-weit und darüber hinaus anerkannt.
Private Universitäten (z.B. Witten/Herdecke, EBS, WHU, Zeppelin) können Staatsexamen vergeben (Medizin, Jura) und haben Promotionsrecht. Private Fachhochschulen (z.B. IU, Fresenius, SRH, CBS) vergeben Bachelor und Master und sind stärker praxisorientiert. Unter dem Bologna-System sind die Abschlüsse gleichwertig – ein FH-Bachelor hat den gleichen rechtlichen Wert wie ein Uni-Bachelor.
Ja – an vielen privaten Hochschulen ist ein Studium ohne Abitur möglich. Typische Zugangswege: Meisterprüfung, abgeschlossene Berufsausbildung + Berufserfahrung (je nach Bundesland 2–3 Jahre) oder Begabtenprüfung. Private Hochschulen sind hier oft flexibler als staatliche. Einige Programme setzen statt eines NC ein eigenes Auswahlverfahren voraus (z.B. WHU, Bucerius, Witten/Herdecke).
Das hängt vom Fach ab. Für Management/MBA: WHU (#1 MiM, FT 2025), Frankfurt School, EBS, HHL Leipzig. Für Medizin: Witten/Herdecke (einzige mit Zahnmedizin), MSH Hamburg, HMU Erfurt/Potsdam. Für Jura: Bucerius Law School, BSP Berlin, EBS. Für Informatik: FH Wedel, CODE University Berlin. Für Psychologie: PHB, IPU, SFU (alle Berlin), Charlotte Fresenius. Für Fernstudium: IU (größtes Angebot), AKAD (MINT), SRH Fernhochschule (günstigste Psychologie).
Keines ist pauschal besser. Privat lohnt sich bei zulassungsbeschränkten Fächern (NC-freier Zugang zu Medizin, Psychologie), für Elite-Netzwerke (WHU, Frankfurt School), für Flexibilität (Fernstudium, dual) und für spezielle Programme, die es staatlich nicht gibt (Provadis Industriepark-Chemie, KLU Logistik, Brand University Branding). Staatlich ist besser bei Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Lehramt und überall dort, wo exzellente staatliche Programme existieren (TU München, RWTH Aachen, KIT) – dann lohnt sich der Mehrpreis privat selten.
Sechs Wege: (1) BAföG – an allen anerkannten privaten HS verfügbar, bis 992 €/Monat. (2) Duales Studium – 0 €, Unternehmen zahlt. (3) Stipendien – Deutschlandstipendium (300 €/Monat), hochschuleigene Stipendien (z.B. WHU bis Vollstipendium, Zeppelin bis 100 %). (4) KfW-Studienkredit – bis 650 €/Monat. (5) Umgekehrter Generationenvertrag (Witten/Herdecke) – Rückzahlung einkommensabhängig nach Berufseinstieg. (6) Teilzeit/Fernstudium – neben dem Job studieren, Einkommen bleibt erhalten.



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2. Verlängerte Regelstudienzeit nutzen
Wenn du nur 2 Kurse pro Semester belegst, verlängerst du die Studiendauer – aber das ist bei Fernhochschulen meist ausdrücklich erlaubt und sogar vorgesehen. Das bedeutet: Du zahlst länger, dafür aber monatlich weniger auf einmal. Kläre mit der Hochschule, ob es ein Teilzeitmodell gibt, das die Gesamtkosten nicht erhöht. Teilzeitmodelle gibt es an allen privaten Fernhochschulen, allerdings erhöht das gleichzeitig die Kosten.
3. Finanzierungsmöglichkeiten nutzen
BAföG: Auch für private Fernhochschulen kann BAföG beantragt werden, wenn die Hochschule staatlich anerkannt ist. Das klärt du am besten direkt beim Studentenwerk.
Bildungskredite: Die KfW und das Bundesverwaltungsamt bieten Bildungskredite an. Wobei die KfW-Zinsen leider recht hoch sind aktuell.
Steuerliche Absetzbarkeit: Studiengebühren können als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden – das spart je nach Einkommenssituation eine ganze Menge.
Arbeitgeber fragen: Falls du berufstätig bist und das Studium zur Stelle passt, lohnt sich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber über Kostenbeteiligung.
4. Vergleichen lohnt sich
Schau dir am besten unseren Studienfinder an – dort kannst du gezielt nach Fernstudium, Fachbereich Ernährung und Budget filtern.
Viel Erfolg bei deinem Weg in die Ernährungswissenschaft! 💪
Alternativen und Empfehlungen:
Staatliche Hochschulen prüfen: Viele technisch ausgerichtete Studiengänge wie Mechanical Engineering oder Aerospace Engineering auf Englisch werden von staatlichen Universitäten wie der RWTH Aachen oder der TU München angeboten.
Private Hochschulen mit technischem Fokus: Einige private Hochschulen wie die Jacobs University Bremen oder die SRH Hochschule Heidelberg bieten englischsprachige technische Programme an, allerdings nicht immer im Bereich Maschinenbau oder Luft- und Raumfahrttechnik direkt.
Sprachwechsel in Betracht ziehen: Falls ein Studium auf Deutsch für Sie infrage kommt, gibt es deutlich mehr Optionen, auch im Fernstudium oder berufsbegleitend.