Frankfurt am Main ist das Finanzzentrum Europas – und ein Hochschulstandort mit besonderem Profil. Rund 70.000 Studierende sind an den Frankfurter Hochschulen eingeschrieben, darunter an mehreren privaten Hochschulen mit klarer Spezialisierung. Die Frankfurt School of Finance and Management zählt zu den renommiertesten Business Schools Europas. Daneben bieten die ISM, die Hochschule Fresenius und die FOM über 130 Studiengänge in Wirtschaft, Management, Gesundheit und Medien an. Die meisten Programme sind NC-frei, Studiengebühren starten ab 295 € pro Monat.
Was macht Frankfurt als Standort für ein Privatstudium besonders?
Frankfurt verbindet einen der internationalsten Arbeitsmärkte Europas mit einer kompakten Stadt und einer Hochschullandschaft, die auf Wirtschaft und Finance spezialisiert ist. Die Europäische Zentralbank, die Deutsche Börse und über 200 Banken sitzen hier – das prägt das Studienangebot.
Frankfurt School: Top-Business-School mit globalem Ruf
Die Frankfurt School of Finance and Management ist dreifach akkreditiert (AACSB, EQUIS, AMBA) und rangiert regelmäßig in internationalen Rankings. Sie bietet Bachelor, Master, MBA und Executive Education in Finance, Management und Data Analytics – viele Programme auf Englisch. Die Studiengebühren liegen im oberen Segment (bis 2.639 €/Monat beim MBA), die Karrierechancen sind entsprechend hoch.
Breites Angebot jenseits der Finance-Nische
Die ISM bietet internationale Management-Programme mit Auslandssemester. Die Hochschule Fresenius deckt Psychologie, Wirtschaftspsychologie und Gesundheit ab. Die Provadis School ist deutschlandweit einzigartig: Als Hochschule im Industriepark Höchst bietet sie Studiengänge in Chemie, Technik und Wirtschaft mit direktem Praxisbezug zur Industrie. Die University of Labour richtet sich an Berufstätige aus dem gewerkschaftlichen Umfeld.
Internationaler Arbeitsmarkt und Karrierechancen
Frankfurt ist der internationalste Arbeitsmarkt Deutschlands. Die EZB, die Deutsche Börse, Banken wie die Deutsche Bank und Commerzbank, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und internationale Konzerne bieten Studierenden direkten Zugang zu Praktika und Berufseinstiegen – besonders in Finance, Consulting und Management. Der Flughafen Frankfurt ist ein weiterer großer Arbeitgeber in der Region.
Kompakte Stadt, starke Region
Frankfurt ist mit 764.000 Einwohnerinnen und Einwohnern überschaubar. Die S-Bahn und U-Bahn decken Stadt und Umland ab, das Semesterticket gilt im gesamten RMV-Gebiet – damit sind auch Wiesbaden, Mainz, Darmstadt und der Taunus erreichbar. Viele Studierende wohnen im günstigeren Umland und pendeln nach Frankfurt.
Was kostet das Leben in Frankfurt als Studentin oder Student?
Frankfurt gehört zu den teureren Hochschulstädten Deutschlands – der Lebenshaltungskosten-Index liegt bei 75 (Numbeo), 5,6 % über Berlin. Die monatlichen Gesamtkosten (ohne Studiengebühren) bewegen sich für Studierende zwischen 1.050 und 1.400 €.
Miete und Wohnen
Ein WG-Zimmer kostet in Frankfurt durchschnittlich zwischen 580 und 700 € pro Monat – damit liegt die Stadt auf Platz 2 der teuersten Hochschulstädte nach München. Beliebte Viertel wie Bornheim, Bockenheim und Nordend sind besonders teuer. Günstigere Optionen finden sich in Fechenheim, Höchst, Griesheim oder im Umland (Offenbach, Hanau, Dreieich).
Semesterticket und Mobilität
Das Semesterticket kostet rund 200 € pro Semester (ca. 33 €/Monat) und gilt im gesamten RMV-Gebiet – einem der größten Verkehrsverbünde Deutschlands. Damit sind nicht nur Frankfurt, sondern auch Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Marburg und der gesamte Taunus abgedeckt. Das ist ein echtes Plus gegenüber anderen Großstädten.
Lebenshaltung: Essen, Freizeit, Versicherung
Für Lebensmittel und Haushalt solltest du mit 260–320 € pro Monat rechnen. Mensa-Essen kostet zwischen 3 und 5 €. Für Freizeit und Kultur kommen 100–180 € hinzu. Die Krankenversicherung kostet rund 110 € pro Monat.
Beispielrechnung monatliches Budget:
- Miete (WG-Zimmer): 650 €
- Krankenversicherung: 110 €
- Semesterticket: 33 €
- Lebensmittel & Haushalt: 280 €
- Freizeit & Kultur: 130 €
- Gesamt: ca. 1.203 € pro Monat (ohne Studiengebühren)
Welche Voraussetzungen brauchst du für ein Privatstudium in Frankfurt?
Die privaten Hochschulen in Frankfurt vergeben ihre Studienplätze NC-frei. Die Auswahlverfahren unterscheiden sich je nach Hochschule deutlich.
Bewerbung und Zulassung
Die Frankfurt School hat ein anspruchsvolles Auswahlverfahren mit Motivationsschreiben, Online-Test und persönlichem Interview – für englischsprachige Programme auf Englisch. Die ISM setzt auf Motivationsschreiben und Gespräch. Die FOM setzt eine parallele Berufstätigkeit voraus. Provadis verlangt in der Regel einen Praxispartner aus dem Industriepark Höchst oder der Chemiebranche. Mehrere Starttermine pro Jahr sind bei allen Anbietern üblich.
Studieren ohne Abitur
An allen privaten Hochschulen in Frankfurt ist ein Studium ohne Abitur möglich – mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung. Besonders die FOM, die IU und die University of Labour haben niedrigschwellige Zugänge für Berufserfahrene.
Wie finanzierst du ein Studium an einer privaten Hochschule in Frankfurt?
Die Studiengebühren in Frankfurt variieren stark: von 295 €/Monat (FOM, Fresenius) bis 2.639 €/Monat (Frankfurt School, MBA). Die meisten Vollzeitprogramme liegen zwischen 400 und 900 € pro Monat.
BAföG für private Hochschulen
An allen staatlich anerkannten privaten Hochschulen in Frankfurt kannst du BAföG beantragen. Der Höchstsatz liegt bei 934 € pro Monat (Stand 2026). Beim berufsbegleitenden Studium (FOM, University of Labour) ist BAföG in der Regel nicht möglich.
Stipendien und Förderungen
Die Frankfurt School vergibt umfangreiche Stipendien – darunter Merit-Based Scholarships, Diversity Scholarships und das Deutschlandstipendium. Die ISM bietet Begabtenstipendien. Provadis-Studierende werden häufig von ihren Praxispartnern (Chemie- und Pharmaunternehmen) finanziert. Externe Stiftungen und der DAAD fördern ebenfalls.
Steuerliche Absetzbarkeit und Nebenjobs
Studiengebühren sind als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzbar. Frankfurts Arbeitsmarkt bietet exzellente Bedingungen für Werkstudierendenstellen – besonders in Banken, Beratungen, Wirtschaftsprüfung und IT. Die Gehälter für Werkstudentinnen und Werkstudenten liegen in Frankfurt über dem Bundesdurchschnitt.
Häufige Fragen zum Privatstudium in Frankfurt
Die Frankfurt School ist dreifach akkreditiert (AACSB, EQUIS, AMBA) – eine Auszeichnung, die in Deutschland nur wenige Hochschulen tragen. Sie rangiert regelmäßig in den Financial-Times-Rankings und hat einen starken Fokus auf Finance, Banking und Management. Die Nähe zur EZB, Deutschen Börse und den großen Banken macht sie zum bevorzugten Rekrutierungspool der Finanzbranche.
Ja. Die Provadis School of International Management and Technology sitzt direkt im Industriepark Höchst – dem größten Industriepark Deutschlands. Studiengänge in Chemieingenieurwesen, Wirtschaft und Informatik verbinden Theorie und Praxis mit Unternehmen wie Sanofi, Infraserv und Merck. Duale Formate ermöglichen eine vollständige Finanzierung durch Praxispartner.
Ja, finanziell auf jeden Fall. Das Semesterticket (RMV) deckt ein riesiges Gebiet ab: Offenbach (10 Min. S-Bahn, WG ab 400 €), Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und den Taunus. Viele Studierende sparen 150–250 € Miete pro Monat durch Wohnen im Umland, ohne auf Mobilität zu verzichten.
Die FOM bietet Abend- und Wochenendprogramme in Wirtschaft und Management. Die University of Labour richtet sich an Berufstätige aus dem gewerkschaftlichen Umfeld mit Programmen in Wirtschaft, Recht und Beratung. Die Hochschule für angewandtes Management hat flexible Präsenzmodelle. Die Frankfurt School bietet berufsbegleitende Master- und MBA-Programme an.
Sehr international. Frankfurt ist die internationalste Stadt Deutschlands – über 30 % der Bevölkerung haben einen ausländischen Pass. Die Frankfurt School und die ISM bieten zahlreiche englischsprachige Programme. Die Nähe zu EZB, Banken und internationalen Konzernen zieht Studierende aus aller Welt an. Auch die IU hat englischsprachige Programme am Standort.
Der Frankfurter Wohnungsmarkt ist angespannt. Optionen: Studierendenwerk Frankfurt (3.700 Plätze), WG-Gesucht.de und die Portale der Hochschulen. Günstigere Viertel: Fechenheim, Höchst, Griesheim, Preungesheim. Umland: Offenbach, Hanau, Dreieich – per S-Bahn gut angebunden und deutlich günstiger.
Hallo, ich bin Frau Weber, deine persönliche Studienberaterin ✨
Studienberatung
Fragen zum Thema? Nutze unsere Studienberatung. So funktionert es: 1) Stelle eine Frage. 2) Unsere Experten und Expertinnen antworten dir in kürzester Zeit persönlich.