Wer profitiert vom dualen Bachelor Immobilienwirtschaft – und was brauchst du dafür?
Das Studium richtet sich an dich, wenn du den Immobilienmarkt aus der Praxis heraus verstehen und gestalten willst. Typische Profile sind: Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Hochschulzugangsberechtigung, die früh Verantwortung in Vermietung, Verwaltung oder Projektentwicklung übernehmen möchten; Berufseinsteiger aus kaufmännischen Ausbildungen, die ihre Praxis systematisch mit BWL- und Immobilien-Know-how vertiefen wollen; Quereinsteiger aus Vertrieb oder Bauumfeld, die sich für Immobilienökonomie, Baurecht und Marketing qualifizieren möchten und parallel in einem Partnerunternehmen mitarbeiten.
Zulassungsvoraussetzungen
Die Zulassung erfolgt nach Erstberatung und persönlichem Beratungsgespräch. Danach gilt:
- Direkter Zugang mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife.
- Mit internationalem Schulabschluss: Gleichwertigkeitsprüfung (Anabin) und Deutschnachweis auf Niveau B2.
- Ohne (Fach-)Abitur: mindestens zweijährige Berufsausbildung plus mindestens drei Jahre Berufserfahrung im erlernten, zum Studiengang passenden Beruf; Einstieg über ein Probestudium. EU-Ausbildungen müssen dem DQR 4 entsprechen; Berufserfahrung in Vollzeit (> 32 h/Woche, Teilzeit anteilig).
- Alternativ: bestandene Meisterprüfung oder Fortbildung als staatlich geprüfte Technikerin/Techniker bzw. Betriebswirtin/Betriebswirt.
- NC-frei: Es gibt keinen Numerus Clausus, die Eignung wird im Gespräch geklärt.
- Studienstart jeweils am 1. April oder 1. Oktober; Bewerbung bis 1 Monat vor Start möglich. Parallel sicherst du dir einen Praxispartner.
Organisationsform: zwei feste Theorietage pro Woche am Campus (vereinzelt online) und 20 Stunden Praxis pro Woche im Unternehmen. Einzelne Wahlpflichtmodule können als eigenständige Fernstudienmodule stattfinden.
Persönliche Voraussetzungen
Worauf es im Alltag ankommt: Du brauchst verlässliche Selbstorganisation, denn du jonglierst feste Campuszeiten, 20 Praxisstunden und eigenständige Vor- und Nachbereitung. Plane realistisch mit Wochenroutinen, Pufferzeiten vor Prüfungen und Absprachen im Betrieb – so bleiben Lernphasen und Projektspitzen handhabbar.
- Zahlen- und Analyseaffinität für BWL, Mietrecht, Kostenrechnung und Bewertung.
- Kommunikationsstärke und Serviceorientierung im Kontakt mit Kundinnen und Kunden sowie Dienstleistern.
- Sorgfalt und Rechtsverständnis bei Verträgen, Fristen und Dokumentation.
- Lernbereitschaft für digitale Tools, Bau- und Nachhaltigkeitsstandards.
- Durchhaltevermögen – besonders in Prüfungsphasen und bei parallel laufenden Praxisprojekten.
Gut zu wissen: Der duale Rhythmus gibt dir Struktur, verlangt aber Disziplin. Wenn du Transparenz mit deinem Praxisbetrieb schaffst, Deadlines früh klärst und feste Lernfenster reservierst, lässt sich das Studium stabil mit der Arbeit verbinden – mit dem Vorteil, Theorie sofort in der Praxis zu testen und Verantwortung Schritt für Schritt zu übernehmen.
Was lernst du im Bachelor Immobilienwirtschaft an der IU Internationale Hochschule?
Du kombinierst BWL-Basiswissen mit immobilienwirtschaftlicher Praxis: Immobilienökonomie, Projektentwicklung, Portfoliomanagement sowie Recht, Marketing und Technik. Digitalisierung und Nachhaltigkeit ziehen sich als Leitlinien durch das Studium. Praxisreflexionen, Projekte und die Bachelorarbeit runden das Studium ab.
Management und Märkte: Du verstehst Funktionslogiken der Immobilienmärkte, bewertest Standorte und Objekte und triffst Entscheidungen in Portfolio- und Asset-Management. Relevante BWL-Grundlagen (Finanzen, Controlling, VWL) bilden das betriebswirtschaftliche Fundament.
Recht, Eigentum und Vermietung: Du arbeitest mit zentralen Normen des Immobilien- und Baurechts, regelst Eigentumsübertragung, Miet- und WEG-Themen und kannst Verträge und Transaktionen rechtlich einordnen.
Projektentwicklung und Technik: Du planst und steuerst Entwicklungsprozesse – von der Bedarfsanalyse über Kalkulation und Risiko bis zu Bauweisen und technischen Standards. Nachhaltigkeitskriterien und ESG-Anforderungen fließen in Konzepte ein.
Vermarktung und digitale Geschäftsmodelle: Du erstellst Marketing- und Vertriebskonzepte, nutzt digitale Tools, Daten und Plattformen und baust Kompetenzen in Personalmanagement und Kommunikation aus.
Vertiefungen: In höheren Semestern setzt du Schwerpunkte passend zu deinen Zielen, z. B. in Entwicklung, Verwaltung/Bestand, Bewertung oder Vertrieb. Im 210-ECTS-Modell sind zusätzliche Wahlbereiche sowie ein ausgewiesenes Praxisprojekt möglich.
Praxis und Abschluss: Parallel arbeitest du 20 Stunden pro Woche bei einem Praxispartner und überträgst Theorie direkt ins Tagesgeschäft. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit – häufig praxisnah im Unternehmenskontext.
Wie läuft das Studium im Bachelor Immobilienwirtschaft ab?
Du studierst dual in zwei Varianten: als duales Präsenzstudium mit Lehrveranstaltungen an zwei Campus-Tagen pro Woche oder als duales myStudium mit Online-Theorie über myCampus und optionalen Live-Terminen am virtuellen Campus. Hinzu kommen 20 Stunden Praxis wöchentlich.
Studienmodell und Studienorte
Im dualen Präsenzstudium lernst du an zwei festen Theorietagen am Campus, die restliche Woche bist du im Unternehmen. Studienorte: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München, Stuttgart. Alternativ studierst du ortsunabhängig am virtuellen Campus (duales myStudium) mit identischem Praxisanteil.
Lernformat, Gruppengrößen und Betreuung
Die Präsenzvariante setzt auf kleine Gruppen und direkte Interaktion – Fragen aus deinem Arbeitsalltag fließen in die Lehrveranstaltungen ein. Im myStudium erarbeitest du Inhalte über myCampus, unterstützt durch optionale Live-Videokonferenzen und einen KI-Lernassistenten. Lernmaterialien sichern die Vertiefung beider Modelle.
Prüfungen und Leistungsnachweise
Die Module werden studienbegleitend geprüft; zum Ende steht die Bachelorarbeit. Praxisreflexionen und Projekte verknüpfen Leistungsnachweise mit deinem Unternehmensalltag – besonders ausgeprägt im 210-ECTS-Modell mit ausgewiesenem Praxisprojekt.
Zeitaufwand und Planbarkeit
Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester. Dein Wochenrhythmus ist geteilt: 2 Tage Theorie, 3 Tage Praxis (20 Stunden). Dazu kommt Selbststudium. Das schafft planbare Routinen – verlangt aber konsequentes Zeitmanagement über alle Semester.
Akkreditierung: Das duale Präsenzstudium ist als solches akkreditiert, das duale myStudium als duales Fernstudium. Die IU ist staatlich anerkannt und systemakkreditiert; Studiengänge tragen das Siegel des Akkreditierungsrates.
Was kostet der Bachelor Immobilienwirtschaft an der IU Internationale Hochschule?
Im dualen Modell übernehmen Praxispartner die Studiengebühren vollständig. Für dich fallen daher regulär 0 € Studiengebühren über die gesamte Studiendauer von 7 Semestern an – unabhängig davon, ob du am Campus oder am virtuellen Campus studierst.
Zusatzkosten können außerhalb der Gebühren entstehen, zum Beispiel für Lernmittel, Anfahrt zum Campus oder zum Unternehmen und deine Wohn- und Lebenshaltungskosten. Eine semesterweise Hochschulabgabe wie an staatlichen Hochschulen gibt es in der Regel nicht.
Einordnung: An staatlichen Hochschulen sind die Studiengebühren zwar ebenfalls gering bzw. entfallen, im dualen Setting ist dort aber nicht garantiert, dass ein Betrieb Gebühren übernimmt. Der Kosten-Vorteil dieses Modells liegt in der vollständigen Entlastung bei den Studiengebühren – steuerliche Absetzungen spielen damit kaum eine Rolle.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Bachelor Immobilienwirtschaft möglich?
Du qualifizierst dich für kaufmännische und managementnahe Funktionen in der Immobilienbranche – vom Vertrieb über die Verwaltung bis zur Entwicklung und Bewertung. Einstiegsgehälter liegen je nach Aufgabenbereich und Region grob zwischen 36.000 und 55.000 Euro brutto jährlich; mit Verantwortung und Provisionen sind deutlich höhere Einkommen möglich.
- Immobilienmaklerin oder Immobilienmakler: Vermittlung, Bewertung, Vertrieb – Einkommen oft mit variablem Provisionsanteil (Bandbreite groß).
- Immobilienverwalterin oder Immobilienverwalter: Bewirtschaftung von Wohn- und Gewerbeobjekten, Miet- und WEG-Management (ca. 38.000–50.000 Euro zum Einstieg).
- Gutachterin oder Gutachter für Immobilienbewertung: Wertermittlung für Kauf, Verkauf, Finanzierung und Versicherung (ca. 42.000–55.000 Euro zum Einstieg).
- Asset-Managerin oder Asset-Manager: Steuerung von Immobilienportfolios mit Ertrags- und Wertfokus (ca. 45.000–60.000 Euro zum Einstieg).
- Projektentwicklerin oder Projektentwickler: Konzeption, Kalkulation und Steuerung von Entwicklungsprojekten (ca. 48.000–60.000 Euro zum Einstieg).
Perspektive Master: Für Führungs- und Spezialisierungsrollen bietet sich ein konsekutiver Master an, etwa in Immobilienmanagement, Finance oder Projektmanagement – häufig berufsbegleitend.
Für wen lohnt sich der Bachelor Immobilienwirtschaft – und für wen nicht?
Das Studium eignet sich, wenn du Theorie und Praxis eng verzahnen willst und Freude an Kennzahlen, Recht und Projektarbeit hast. Der duale Rhythmus verlangt Verlässlichkeit, Kommunikation und Lust auf Kundinnen- und Kundenkontakt.
- Du willst Immobilienwirtschaft nicht nur lernen, sondern direkt im Unternehmen anwenden – 20 h Praxis pro Woche sind für dich ein Plus.
- Du schätzt klare Wochenstruktur mit zwei festen Theorietagen und planbarer Arbeitszeit im Betrieb.
- Dich motivieren Märkte, Objekte und Menschen: Bewertung, Vermarktung, Entwicklung und Bestand sind genau dein Feld.
- Du möchtest ohne Studiengebühren studieren und suchst ein Modell, bei dem der Praxispartner die Gebühren trägt.
- Du willst Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten nutzen – z. B. im 210-ECTS-Modell mit zusätzlichem Praxisprojekt.
Nicht passend ist das Programm, wenn du maximale Orts- und Zeitflexibilität ohne betriebliche Bindung brauchst oder lieber forschungsorientiert ohne Praxisanteil studierst. Auch wer ein klassisches Campusleben mit viel Freizeit sucht, wird hier kaum glücklich.
- Feste Präsenz- und Praxistermine: Zwei Campus-Tage (Präsenzmodell) plus 20 h Praxis lassen wenig Spielraum für spontane Zeitplanung.
- Bindung an einen Praxispartner: Ohne passendes Unternehmen ist das Modell nicht umsetzbar; der Wechsel während des Studiums ist aufwendig.
- Doppelbelastung: Arbeit und Studium parallel über 7 Semester erfordern kontinuierliche Leistungsbereitschaft – Erholungsphasen sind begrenzt planbar.
- Fester Studienort: Im Präsenzmodell bist du an den gewählten Campus gebunden – Umzüge oder längere Anfahrten können Mehrkosten verursachen.
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