Für wen eignet sich der Master Geoingenieurwesen und Nachbergbau?
Der Masterstudiengang Geoingenieurwesen und Nachbergbau an der Technischen Hochschule Georg Agricola richtet sich an Absolventinnen und Absolventen ingenieur- oder naturwissenschaftlicher Studiengänge mit Interesse an den Herausforderungen im Bereich Nachbergbau, Umweltsicherung und nachhaltiger Entwicklung von Rohstoffregionen. Das Studium ist besonders geeignet für Personen, die berufsbegleitend oder in Abendform ihre vorhandenen Fachkenntnisse vertiefen und sich für verantwortungsvolle Aufgaben in Planung, Sanierung und Entwicklung von Bergbauregionen qualifizieren möchten. Angesprochen sind insbesondere zukünftige Fach- und Führungskräfte in Industrie, Verwaltung, Forschung sowie im höheren öffentlichen Dienst, die ihre Karriere im Kontext der Rohstoff- und Energiewende gestalten wollen.
Zulassungsvoraussetzungen im Überblick
- Abschluss: Ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss (Bachelor oder Diplom) in einem einschlägigen ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studiengang ist erforderlich.
- Leistungspunkte: Das abgeschlossene Studium muss mindestens 180 Leistungspunkte (ECTS) umfassen.
- Gesamtnote: Abschlussnote 3,0 oder besser.
- Einzelfallprüfung: Bei abweichenden Studienabschlüssen ist nach Einzelfallprüfung eine Zulassung möglich. Hierzu empfiehlt sich frühzeitig das Gespräch mit der Fachstudienberatung.
- Lehrsprache: Deutsch
Weitere Auswahlverfahren oder Aufnahmeprüfungen sind laut aktuellen Angaben nicht vorgesehen.
Persönliche Voraussetzungen und empfohlene Kompetenzen
- Interesse an Technik, Umweltfragen und nachhaltigem Rohstoffmanagement
- Analytisches und interdisziplinäres Denkvermögen
- Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung bei komplexen Projekten
- Motivation zur Arbeit an Schnittstellen von Ingenieurwissenschaften, Geowissenschaften und Umwelttechnik
- Gute Deutschkenntnisse für wissenschaftliches Arbeiten und Kommunikation im Beruf
- Team- und Kommunikationsfähigkeit für Koordination mit Fachkolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen
Die persönliche Eignung umfasst vor allem die Offenheit gegenüber neuen Technologien, den Willen zur Weiterbildung sowie Interesse an der Entwicklung nachhaltiger Lösungen für aktuelle Herausforderungen in der Rohstoffbranche und im Nachbergbau. Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte strukturiert zu analysieren und praktische Lösungen eigenverantwortlich umzusetzen, wird im Studium und späteren Beruf besonders gefördert.
Was erwartet Dich im Master Geoingenieurwesen und Nachbergbau?
Im Masterstudiengang Geoingenieurwesen und Nachbergbau an der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) erweiterst Du Dein Wissen rund um die nachhaltige Sicherung und Entwicklung von Bergbauregionen. Der Fokus liegt auf ingenieurwissenschaftlichen, geo- und naturwissenschaftlichen Kompetenzen. Du beschäftigst Dich intensiv mit aktuellen Herausforderungen, wie dem Grund- und Grubenwassermanagement, geotechnischer Sicherungstechnik sowie Umweltüberwachung mittels moderner Technologien.
Wie ist das Studium aufgebaut?
Das Masterstudium ist deutschlandweit einzigartig und kann berufsbegleitend in zwei Varianten absolviert werden:
- Vollzeitstudium: 4 Semester in Abendform
- Teilzeitstudium: 6 Semester in Abendform
Das Curriculum besteht aus Pflichtmodulen zu Themen wie:
- Nachbergbau und Altbergbau
- Markscheiderische Aspekte
- Ausgasung, Sanierung und Wasserwirtschaft
- Gebirgsmechanik und Management von Bodenbewegungen
- Geotechnische Sicherungstechniken
- Untersuchungen im Bereich Unternehmensführung und Managementaspekte
In Wahlbereichen vertiefst Du Deine Kenntnisse z. B. in folgenden Feldern:
- Baustatik
- GIS und räumliche Analyse
- Numerische Modellierung
- Risikomanagement und Monitoring
Das Studium enthält zudem Praxis- und Projektphasen, die Dich optimal auf spätere Tätigkeiten vorbereiten. Abgeschlossen wird das Studium mit einer Masterarbeit und Kolloquium.
Welche Perspektiven eröffnen sich nach dem Studium?
Mit dem Abschluss Master of Engineering im Geoingenieurwesen und Nachbergbau hast Du vielfältige Karriereoptionen:
- Bergbauingenieurin oder Bergbauingenieur (Markscheiderin bzw. Markscheider): Du bereitest bergbaubezogene Geoinformationen auf, übernimmst Lagerstättenmanagement, Bergbauplanung oder Raumordnung.
- Projektingenieurin oder Projektingenieur: Tätigkeiten in den Bereichen Tiefbohr- und Tunnelbau, Schachtbau, Planung und Umsetzung von Deponien, Erdöl- sowie Erdgasförderung und Umweltmonitoring.
- Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler: Forschung zu Nachbergbau, Grubenwasser, Geomonitoring sowie Überwachungsaufgaben im öffentlichen Sektor.
Mit Deinem Abschluss erfüllst Du die Voraussetzungen für den höheren Dienst und kannst sogar promovieren. Absolventinnen und Absolventen haben auch Zugang zum Staatsdienst, insbesondere zur Laufbahngruppe 2 (z.B. Bergreferendariat).
Wo studierst Du?
Die Technische Hochschule Georg Agricola liegt in Bochum im Herzen des Ruhrgebiets, einer traditionsreichen Bergbauregion. Die Hochschule bietet modern ausgestattete Labore, praxisnahe Lehre und enge Kontakte zu Industrie und Forschung. Als Studentin oder Student profitierst Du von eigenen Wohnheimen und vielfältigem Campusleben sowie von Möglichkeiten zu Auslandsaufenthalten.
Kosten, Gebühren und Finanzierung
- Es fallen keine Studiengebühren an.
- Der Semesterbeitrag beträgt rund 216 Euro pro Semester (insgesamt etwa 864 Euro über die Regelstudienzeit). Im Beitrag enthalten ist das NRW-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr.
- Weitere Finanzierungsmöglichkeiten bieten Stipendien, BAföG oder Arbeitgeberunterstützung (je nach individueller Lage).
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