Für wen eignet sich das Bachelorstudium Recht im Notariat?
Der Studiengang spricht dich an, wenn du eine Karriere als fachlich qualifizierte Mitarbeiterin oder Mitarbeiter im Notariat anstrebst. Er ist gleichermaßen geeignet für (Fach-)Abiturientinnen und Abiturienten, die direkt nach dem Schulabschluss ein praxisnahes rechtswissenschaftliches Studium beginnen möchten, sowie für bereits tätige Notarfachangestellte oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, die sich akademisch und inhaltlich weiterqualifizieren wollen. Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit Berufserfahrung und Aufstiegsfortbildung im notariellen Bereich finden hier eine passende Möglichkeit zur Weiterentwicklung.
Zulassung: Was musst du für die Bewerbung mitbringen?
Für das Bachelorstudium Recht im Notariat musst du eine der folgenden formalen Zugangsvoraussetzungen erfüllen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder fachgebundene Hochschulreife (fachgebundenes Abitur)
- Fachhochschulreife
- Oder: Abgeschlossene Ausbildung als Notarfachangestellte beziehungsweise Notarfachangestellter oder als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte beziehungsweise Rechtsanwalts- und Notarfachangestellter und
- mindestens drei Jahre Berufserfahrung nach der Ausbildung sowie bestandene Eignungsprüfung
- oder absolvierte Aufstiegsfortbildung im Umfang von mindestens 400 Stunden
- Lebenslauf mit aktuellem Passfoto
- Ausweiskopie (Vorder- und Rückseite; bei ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern Kopie der National Identity Card)
Der Studiengang ist NC-frei, das heißt, es gibt keine Notenbeschränkung für die Zulassung. Zusätzlich findet nach Prüfung der eingereichten Unterlagen ein persönliches Auswahlgespräch statt.
Persönliche Voraussetzungen spielen ebenso eine Rolle: Du solltest Interesse an juristischen Fragestellungen mitbringen, sorgfältig und verantwortungsbewusst arbeiten können sowie Freude an Kommunikation und Organisation haben. Erste Erfahrungen im Notariat oder in einem juristischen Arbeitsumfeld sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Ein hohes Maß an Selbstorganisation und Disziplin ist aufgrund des Online-Live-Modells sowie einer möglichen parallelen Berufstätigkeit wichtig. Offenheit für praxisorientierte Soft-Skill-Trainings und IT-Anwendungen wird erwartet.
Welche Inhalte vermittelt das Bachelorstudium Recht im Notariat?
Das Bachelorstudium Recht im Notariat (LL.B.) ist speziell auf die Anforderungen im Notariatsbereich zugeschnitten. Die Inhalte konzentrieren sich auf die für die Arbeit bei Notarinnen und Notaren relevanten Rechtsgebiete und praxisbezogenen Fähigkeiten. Du eignest dir Grundlagen in den wichtigsten Disziplinen des Zivilrechts an, insbesondere:
- Schuld- und Sachenrecht
- Familienrecht und Erbrecht
- Handelsrecht und Gesellschaftsrecht
- Allgemeine Rechtsgeschäftslehre
- Steuerrecht im notariellen Kontext
- Zivilprozessrecht, Zwangsvollstreckungsrecht, Insolvenzrecht
- Berufs- und Beurkundungsrecht
- Geldwäscherecht und Kostenrecht
Darüber hinaus bearbeitest du notarielle Spezialthemen wie Vertragsgestaltung und die Prävention von Geldwäsche. Die praxisorientierte Ausbildung wird durch Soft-Skill-Trainings ergänzt, bei denen Fähigkeiten wie Zeitmanagement, Gesprächsführung mit Mandantinnen und Mandanten sowie der Umgang mit notarspezifischen IT-Anwendungen geschult werden. Das wissenschaftliche Arbeiten inklusive Recherche und Schreibprozess bereitet dich gezielt auf die Bachelorarbeit vor. Viele Lehrveranstaltungen werden von erfahrenen Hochschuldozentinnen und -dozenten sowie Notarinnen und Notaren durchgeführt, um einen engen Praxisbezug sicherzustellen.
Wie ist der Ablauf des Studiums Recht im Notariat (LL.B.) organisiert?
Das Studium erstreckt sich über sechs Semester und ist als Vollzeitstudiengang im Online-Live-Modell (Blended Learning) angelegt. Das bedeutet:
- Zu jedem Semesterbeginn startest du mit einer zweiwöchigen Präsenzphase am Campus Heidelberg.
- Pro Semester findet zusätzlich ein zweitägiger Präsenzworkshop an Standorten der Notarkammern statt.
- Während des Semesters nimmst du zweimal pro Woche an strukturierten Online-Live-Sessions teil.
- Den Abschluss jedes Semesters bildet ein Online-Live-Workshop, bei dem du Gelerntes vertiefst und praktisch anwendest.
Diese Struktur ermöglicht es dir, eine Tätigkeit im Notariat parallel zum Studium auszuüben und Theorie mit Praxis optimal zu verknüpfen. Über das CORE-Prinzip der SRH University wird eigenverantwortliches, aktives und anwendungsorientiertes Lernen gefördert. Du profitierst dabei vom Austausch mit Studierenden und Dozierenden sowohl online als auch vor Ort und baust ein berufsrelevantes Netzwerk auf.
Welche Karrierechancen eröffnen sich nach dem Studium Recht im Notariat?
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs qualifizieren sich als fachlich spezialisierte Mitarbeitende für die Arbeit im Notariat. Zu den typischen Berufsfeldern zählen:
- Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in Notariaten
- Fachkraft für Vertragsgestaltung und Beurkundungen
- Beraterin oder Berater im Bereich Unternehmens- und Familienrecht
- Sachbearbeiterin oder Sachbearbeiter für Erbrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht
- Führungskraft oder Teamleitung im Notariatsumfeld
Das Studium ist geeignet für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mit Abitur ebenso wie für ausgebildete Notarfachangestellte oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, die ihre Kenntnisse vertiefen oder spezialisieren möchten. Die Kombination aus akademischer Ausbildung und praktischer Tätigkeit ermöglicht den direkten Zugang zu verantwortungsvollen Positionen im Notariatswesen und bietet gute Perspektiven für Spezialisierung oder Aufstieg.
Mit welchen Kosten musst du beim LL.B. Recht im Notariat rechnen und wie kannst du sie finanzieren?
Die Studiengebühren betragen 690 € pro Monat über die gesamte Studiendauer. Hinzu kommt eine einmalige Immatrikulationsgebühr von 750 €. Für Studierende aus Nicht-EWR-Staaten ohne Niederlassungserlaubnis erhöht sich die Immatrikulationsgebühr auf 1.000 €, zudem ist die Zahlung für ein Semester im Voraus erforderlich. Weitere Prüfungsgebühren oder Kosten für Studienmaterial fallen nicht an, was maximale Kostentransparenz bietet.
- Monatliche Studiengebühr: 690 €
- Immatrikulationsgebühr: 750 € (einmalig)
- Keine zusätzlichen Kosten für Prüfungen oder Wiederholungen
Die Studiengebühren können in der Regel semesterweise gezahlt werden. Es bestehen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten wie Bildungsdarlehen, Förderprogramme oder eine Unterstützung durch den Arbeitgeber, die individuell geprüft werden sollten.
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