Für wen eignet sich das Bachelorstudium Soziale Arbeit und Sport?
Der Studiengang Soziale Arbeit und Sport richtet sich an Personen, die das Zusammenspiel von sozialer Arbeit und sportlichen Ansätzen aktiv gestalten wollen. Besonders angesprochen werden Menschen mit Interesse an sozialen, pädagogischen und sportlichen Themen, die direkt mit unterschiedlichen Zielgruppen arbeiten möchten – etwa in der Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Integrationsarbeit oder im Bereich Sport für Menschen mit Behinderung. Das Studium ist geeignet für Schulabgängerinnen und -abgänger mit Hochschulreife, Berufserfahrene aus sozialen, pädagogischen oder sportbezogenen Bereichen sowie für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die sportorientierte Sozialarbeit gezielt als ihr Berufsfeld wählen möchten.
Zulassungsvoraussetzungen im Detail: Welche Abschlüsse brauchst du?
Für die Aufnahme in den Bachelorstudiengang Soziale Arbeit und Sport an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport sind folgende formale Kriterien zu erfüllen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder
- Fachhochschulreife oder
- Ein gleichwertiger ausländischer Bildungsnachweis oder
- Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte gemäß §11 BerlHG – also eine anerkannte einschlägige Berufsausbildung mit mehrjähriger Berufserfahrung im relevanten Bereich
- Bewerberinnen und Bewerber aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland benötigen einen Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (z.B. DSH, TestDaF)
Ein Numerus Clausus (NC) ist für diesen Studiengang nicht erforderlich. Auch ein Studium ohne (Fach-)Abitur ist unter bestimmten Voraussetzungen durch einschlägige Berufserfahrung möglich.
Als persönliche Voraussetzungen solltest du Einfühlungsvermögen, Freude am Umgang mit Menschen und Interesse an sozialem Engagement mitbringen. Wichtig sind Bereitschaft zur Teamarbeit, Kommunikationsfähigkeit und die Offenheit, mit Menschen aus verschiedenen Lebenslagen zu arbeiten. Du solltest Freude an sportlichen Aktivitäten und ein Interesse an den Wirkmechanismen von Sport im sozialen Kontext haben. Analytisches Denken, Selbstreflexion, Organisationstalent und Lust auf wissenschaftliches Arbeiten sowie Praxiserfahrung – etwa durch Praktika im sozialen oder sportlichen Bereich – sind von Vorteil. Durchhaltevermögen und Flexibilität erleichtern dir das semi-virtuelle Studienmodell und den späteren Berufseinstieg in dynamischen Arbeitsfeldern.
Welche Inhalte vermittelt das Bachelorstudium Soziale Arbeit und Sport?
Im Bachelorstudium Soziale Arbeit und Sport setzt du dich intensiv mit der Verbindung von sozialpädagogischer Fachkompetenz und sportwissenschaftlichen Grundlagen auseinander. Du lernst, soziale Probleme gezielt zu analysieren und Lösungswege mit Hilfe von Sport- und Bewegungsangeboten in verschiedenen Zielgruppen zu gestalten. Der Studiengang umfasst insgesamt 210 ECTS-Punkte und ist auf 7 Semester ausgelegt, wobei das fünfte Semester als Praxissemester gestaltet ist.
- Sozialpädagogische Kernkompetenzen: Geschichte und Theorie der Sozialen Arbeit, rechtliche Grundlagen, Beratung und Fallarbeit, ethische und pädagogische Prinzipien.
- Handlungsmethoden der Sozialen Arbeit: Anwendung kreativer, interkultureller und internationaler Herangehensweisen, sowohl theoretisch als auch praxisnah.
- Sportwissenschaftliche Inhalte: Einführung in die Sportsozialarbeit, Theorien und Methoden der Sportsozialarbeit, sportbezogene Förderkonzepte.
- Praxissemester: Ein umfangreiches Praktikum (24 ECTS) ermöglicht dir, dein Wissen direkt einzusetzen und zu vertiefen.
- Vertiefungsbereiche (Wahlpflicht): Du spezialisierst dich ab dem 6. Semester in einem von vier Bereichen, z.B. Sportsozialarbeit in Kita & Ganztagsschule, im organisierten Sport, im Gesundheitswesen oder Konzepte & Interventionen der Sportsozialarbeit.
- Schlüsselkompetenzen: Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Teamentwicklung, Problemlösung, Future Skills.
- Wissenschaftliches Arbeiten: Vermittlung wissenschaftlicher Methoden, Journal Club und Entwicklung eigener Forschungsprojekte.
Im Verlauf des Studiums kannst du zusätzlich die Übungsleiter C-Lizenz (sportartübergreifend) des DOSB beantragen. Der Abschluss befähigt dich, Sport zielgruppenbezogen in der Sozialen Arbeit einzusetzen und eigene Konzepte zu entwickeln.
Wie läuft das Studium Soziale Arbeit und Sport ab?
Das Studium an der DHGS ist semi-virtuell organisiert, sodass sich flexible Online-Lernphasen mit regelmäßigen Präsenzworkshops abwechseln. Jeder Studienabschnitt ist in vierwöchige Module gegliedert: Drei Wochen absolvierst du digital auf einer modernen Lernplattform, ein bis zwei Präsenztage pro Modul bieten praktische Übungen und Prüfungen vor Ort. Dieses Modell ermöglicht eine optimale Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Privatleben und fördert den Erfahrungsaustausch mit Praxispartnern.
- Studienformate: Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend sowie kooperativ (z.B. in Verbindung mit einem Unternehmenspartner möglich).
- Lernorganisation: Interaktive Lehrveranstaltungen, Lerngruppen sowie persönliche Betreuung in kleinen Studiengruppen.
- Praxiserfahrung: Fester Bestandteil des Curriculums ist ein Praxissemester im 5. Semester mit begleitenden Lehrveranstaltungen.
- Modularer Aufbau: Fünf Module pro Semester, Abschluss mit Bachelorarbeit (12 ECTS) im 7. Semester.
Das Studienmodell ist darauf ausgerichtet, berufliche Erfahrung bereits während des Studiums zu sammeln und konsequent Theorie und Praxis zu verbinden. Als Besonderheit kannst du flexible Zeitmodelle wählen und das Studium individuell auf deine Lebenssituation ausrichten.
Welche Berufsperspektiven eröffnet dir der Abschluss Bachelor Soziale Arbeit und Sport?
Mit dem Abschluss Bachelor of Arts Soziale Arbeit & Sport sicherst du dir vielseitige und zukunftssichere Berufsmöglichkeiten im Sozial- und Sportwesen. Auf Antrag erhältst du die staatliche Anerkennung als Sozialpädagogin oder Sozialpädagoge; damit bist du in allen klassischen Feldern der Sozialen Arbeit qualifiziert. Durch dein duales Kompetenzprofil aus Sozialarbeit und Sport wirst du insbesondere für Schnittstellenfunktionen gesucht.
- Kinder- und Jugendhilfe: Arbeit in Ganztagsschulen, Kitas, Vereinen, Jugendzentren oder öffentlichen Trägern.
- Trainer- und Förderpositionen: Einsatz als Trainerin oder Trainer im Vereins-, Verbands- und Breitensport, Nachwuchs- oder Bewegungsförderung.
- Arbeit mit Menschen mit Behinderung: Tätigkeiten in Werkstätten, Wohneinrichtungen und Inklusionsprogrammen.
- Integrationsarbeit und Rehabilitation: Angebote in der beruflichen Rehabilitation, Arbeit mit Straffälligen oder älteren Menschen.
- Sportbezogene Sozialarbeit im Gesundheitswesen: Entwicklung und Umsetzung bewegungsorientierter Präventions- und Gesundheitsfördermaßnahmen.
Nach dem Bachelorabschluss kannst du ein Masterstudium anschließen oder dich weiter qualifizieren. Der Fachkräftemangel in der Sozialen Arbeit und die Schnittstellenqualifikation mit Sport sichern dir ausgezeichnete Einstiegschancen und vielfältige Karrieremöglichkeiten.
Wo findet das Studium Soziale Arbeit und Sport statt und wie ist es räumlich organisiert?
Die Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (DHGS) bietet das Studium an mehreren Standorten in Deutschland an, darunter:
- Berlin (Zentrale)
- Dortmund/Unna
- Düsseldorf
- Hamburg
- Köln
- München/Ismaning
Die Organisation ist semi-virtuell – das bedeutet, du nutzt die digitale Lernplattform im Alltag und nimmst für die Präsenzphasen regelmäßig an kompakten Präsenzseminaren an einem der Studienzentren teil. Es besteht die Möglichkeit, das Studium flexibel mit Beruf und privaten Verpflichtungen zu vereinbaren.
Mit welchen Kosten musst du für das Studium rechnen und gibt es besondere Finanzierungsoptionen?
Die monatlichen Studiengebühren betragen 435 €, was 2.700 € pro Semester entspricht (Stand Sommersemester 2024, vorbehaltlich Wertanpassungen). Hinzu kommt eine einmalige Anmelde- und Prüfungsgebühr.
- Flexible Zahlungsmodelle: Semester- und Monatsraten stehen dir zur Auswahl.
- Kooperatives Studium: Über Unternehmenspartner ist das Studium unter bestimmten Bedingungen auch ohne Eigenkosten möglich – teilweise erhältst du zusätzlich ein Gehalt.
- Weitere Finanzierung: Anspruch auf BAföG und andere staatliche Fördermöglichkeiten, je nach individueller Situation.
Die DHGS unterstützt dich zudem mit Beratung zu Stipendien, Fördergeldern und individuellen Zahlungsmodellen. Dank des semi-virtuellen Formats kannst du neben dem Studium weiterhin berufstätig bleiben und so die finanzielle Belastung flexibel gestalten.
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