Wer passt zum B.Sc. Psychologie – und was brauchst du für die Zulassung?
Der Studiengang richtet sich an drei klare Profile: Erststudierende direkt nach dem Abitur, die fundiert und approbationskonform Psychologie studieren und perspektivisch in die Psychotherapie oder Forschung gehen wollen. Berufstätige in sozialen oder gesundheitsnahen Feldern, die für den nächsten Karriereschritt eine wissenschaftliche Basis in Diagnostik, Klinischer Psychologie und Methoden benötigen. Und Studienwechslerinnen und -wechsler aus Nachbarfächern, die in ein strukturiertes, vollzeitiges Präsenzstudium an Standorten wie Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg, Köln, München oder Wiesbaden wechseln möchten – mit dem Ziel, später einen einschlägigen Master anzuschließen.
Zulassungsvoraussetzungen
Für die Einschreibung in den Bachelor Psychologie (B.Sc.) gelten diese Rahmenbedingungen:
- Erforderlich ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (z. B. allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife).
- Der Studiengang ist NC-frei – die Platzvergabe erfolgt nicht über einen Numerus clausus.
- Studienform: Präsenzstudium in Vollzeit, Regelstudienzeit 6 Semester, Abschluss mit 180 ECTS-Punkten.
- Unterrichtssprache ist Deutsch; du solltest über sehr gute Deutschkenntnisse auf Hochschulniveau verfügen, insbesondere für empirisch-wissenschaftliches Arbeiten und Diagnostik.
- Der Studiengang ist staatlich anerkannt und im Rahmen der Programmakkreditierung bis 31.03.2030 akkreditiert (Agentur ACQUIN).
Das Curriculum umfasst neben Grundlagen- und Methodenfächern mehrere betreute Praxiseinsätze. Plane ein, dass Praktika in passenden Einrichtungen Teil des Studienverlaufs sind – sie dienen der Berufsorientierung und dem Kompetenzerwerb im klinisch-psychologischen Kontext.
Persönliche Voraussetzungen
Erfolg im Psychologiestudium beruht weniger auf Intuition als auf systematischem Arbeiten. Du solltest mitbringen:
- Interesse an Statistik, Forschungsmethoden und Testtheorie – Datenauswertung und wissenschaftliches Schreiben sind zentrale Bestandteile.
- Empathie und Kommunikationsstärke, gepaart mit professioneller Distanz – besonders in klinisch-therapeutischen Settings.
- Selbstorganisation und Durchhaltevermögen: Präsenzzeiten, Vor- und Nachbereitung sowie Prüfungsvorbereitung erfordern eine realistische Wochenplanung.
- Reflexionsfähigkeit und Belastbarkeit – du arbeitest mit sensiblen Inhalten, Feedback und Supervision gehören zum Alltag.
Realistisch solltest du für Vorlesungen, Seminare, Praktika und Selbststudium eine verlässliche Routine aufbauen. Das hilft dir, Stoff aus Biologischer und Klinischer Psychologie, Diagnostik sowie Methoden dauerhaft zu verankern und Prüfungen souverän zu bestehen. Wenn du strukturiert lernst, früh mit Literaturarbeit beginnst und Praxisphasen gezielt auswählst, nutzt du die Stärke des Präsenzstudiums – den direkten Austausch mit Dozierenden und Kommilitoninnen und Kommilitonen – optimal für deinen Fortschritt.
Was lernst du im Psychologie-Studium an der Charlotte Fresenius Hochschule?
Du erwirbst eine breite, wissenschaftlich fundierte Psychologie-Ausbildung mit 180 ECTS in sechs Semestern – von Grundlagen über Diagnostik bis zur klinischen Anwendung. Das Curriculum ist approbationskonform, staatlich anerkannt und ACQUIN-akkreditiert. Drei Pflichtpraktika, ein forschungsorientierter Fokus und die Bachelorarbeit verzahnen Theorie und Praxis.
Wissenschaftliche Basis und Methodenkompetenz: Du arbeitest dich in Allgemeine, Biologische und Entwicklungspsychologie ein, lernst quantitative Methoden, Testtheorie und empirisch-wissenschaftliches Arbeiten. So baust du eine belastbare Diagnostik- und Forschungsgrundlage auf.
Klinische Psychologie und Psychotherapie: Inhalte zu Störungslehre, Diagnosesystemen, Psychopharmakologie, Humanbiologie/Medizin und Forschungsethik bilden die klinische Säule – im Sinne der Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.
Anwendung und Bildungsbezug: Pädagogische und Bildungspsychologie, Gesundheitspsychologie sowie berufsqualifizierende Bausteine bereiten auf Tätigkeiten in Prävention, Beratung und Versorgungskontexten vor.
Forschungs- und Praxiselemente: Forschungspraktikum, Orientierungspraktikum und die berufsqualifizierende Tätigkeit sind fest im Studienplan verankert. Teile der Praxis kannst du in der Hochschulambulanz für Psychotherapie in Wiesbaden oder München absolvieren. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit samt Forschungskolloquium.
Vertiefungen: Du wählst zwischen „Gesundheitspsychologie“ oder „Kognitiv-affektive Neurowissenschaften und Klinische Neuropsychologie“ und setzt damit einen klaren Schwerpunkt – entweder gesundheitsbezogen-präventiv oder neurowissenschaftlich-klinisch.
Wie läuft das Studium im Psychologie-Studium ab?
Du studierst Vollzeit als Präsenzstudium an sechs Standorten: Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg, Köln, München oder Wiesbaden. Seminaristische Vorlesungen, intensiver Austausch und individuelle Förderung prägen den Alltag. Das Programm ist universitätsgleichgestellt und forschungsorientiert aufgebaut.
Präsenz-Studium an sechs urbanen Standorten
Das Studium findet in Präsenz auf modernen City-Campussen in Düsseldorf, Hamburg, Heidelberg, Köln, München oder Wiesbaden statt. Kleine Lerngruppen und seminaristische Formate fördern Nähe zu Lehrenden und strukturierte Lernprozesse – mit klarer Anwesenheitsorientierung und Campusalltag.
Lehre, Betreuung und Lernformate
Seminaristische Vorlesungen werden durch digitale Unterstützung des Lernfortschritts ergänzt. Der direkte Austausch mit Dozierenden und Kommilitoninnen und Kommilitonen steht im Mittelpunkt. Forschung und Anwendung werden konsequent verknüpft – inklusive praxisnaher Einsätze bei über 200 Praxispartnern.
Leistungsnachweise und Praxisphasen
Die Studienleistungen sind forschungs- und praxisnah über die Semester verteilt. Verbindlich vorgesehen sind ein forschungsorientiertes Praktikum, ein Orientierungspraktikum im Gesundheitswesen und eine berufsqualifizierende Tätigkeit in psychotherapeutischen Versorgungseinrichtungen. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit.
Workload, Dauer und Optionen
Regelstudienzeit sind sechs Semester (180 ECTS). Der Workload entspricht einem Vollzeitstudium; Flexibilität entsteht vor allem über die Planung von Praktika und Projektarbeiten. Ein Auslandssemester ist im Schwesterverbund – z. B. in Wien – möglich und wird organisatorisch unterstützt.
Was kostet der Bachelor Psychologie an der Charlotte Fresenius Hochschule?
Die Studiengebühren betragen 975 € monatlich über 36 Monate, also insgesamt 35.100 €. Hinzu kommen persönliche Ausgaben wie Lebenshaltung, Lernmaterialien und ggf. Reisekosten für Praktika oder ein Auslandssemester. Im Vergleich zu staatlichen Hochschulen ist das Preisniveau deutlich höher.
Gesamtkosten und Zusatzaufwände: 36 × 975 € = 35.100 € Studiengebühren. Beachte zusätzliche Kosten für Miete am Studienort, Fachliteratur, Software und Praktika. Für Auslandssemester fallen je nach Zielstandort weitere Reise- und Aufenthaltskosten an.
Finanzierung und Steuern: Übliche Optionen sind BAföG (bei Erfüllung der Kriterien), Stipendienprogramme, Nebenjobs sowie Studien- oder Bildungskredite. Kosten eines Erststudiums sind als Sonderausgaben bis zu 6.000 € pro Jahr absetzbar; im Zweitstudium sind Werbungskosten möglich.
Einordnung gegenüber staatlichen Hochschulen: An staatlichen Universitäten fallen meist nur Semesterbeiträge an (häufig 250–350 € pro Semester). Private Studiengänge bieten dafür häufig engere Betreuung, planbare Plätze und strukturierte Praxiszugänge – ob sich der Mehrpreis lohnt, hängt von deinen Prioritäten ab.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Psychologie-Studium möglich?
Der Bachelor qualifiziert für weiterführende Master – insbesondere für den konsekutiven Master in Klinischer Psychologie & Psychotherapie als nächstem Schritt zur Approbation. Direkte Einstiege sind vor allem in Assistenz- und Juniorrollen möglich; höhere Verantwortung erfordert meist den Master.
- Psychologische Psychotherapeutin / Psychologischer Psychotherapeut – benötigt konsekutiven Master und Approbation; mit Approbation häufig 60.000–85.000 € brutto jährlich, je nach Träger und Region.
- Forschung und Wissenschaft (z. B. wissenschaftliche Mitarbeit) – meist Mastervoraussetzung; Einstiegsgehälter mit Master typischerweise 45.000–55.000 €.
- HR/Personalentwicklung (z. B. Junior-Personalentwicklung, Recruiting) – mit Bachelor möglich, oft 38.000–50.000 €.
- Markt-, Konsumenten- oder UX-Forschung (Research Assist, Junior Researcher) – in der Regel 40.000–55.000 €.
- Gesundheitsförderung/Prävention (Projektassistenz, Koordination) – häufig 38.000–50.000 €.
Master-Perspektive: Für klinische, forschungs- und leitungsnahe Positionen ist der Master der Standard. Das approbationskonforme Bachelorcurriculum öffnet dir den Weg in einen entsprechenden konsekutiven Master und die anschließende Approbationsprüfung.
Für wen lohnt sich das Psychologie-Studium – und für wen nicht?
Das Programm richtet sich an alle, die Psychologie wissenschaftlich fundiert studieren und mittelfristig klinisch, forschungsnah oder anwendungsorientiert arbeiten möchten. Der Weg zur Approbation führt über Bachelor, Master und Prüfung – das Studium setzt dafür die anerkannte Basis.
- Wenn du klinische Psychologie/Psychotherapie anstrebst und ein approbationskonformes Bachelorfundament suchst.
- Wenn du kleine Lerngruppen, seminare statt Massenhörsaal und enge Betreuung bevorzugst.
- Wenn du Praxisphasen schätzt und Kontakte zu Versorgungseinrichtungen über Partnernetzwerke nutzen willst.
- Wenn du einen konsekutiven Master fest einplanst – für Therapie, Forschung oder anspruchsvolle Anwendungsfelder.
Nicht jede Lebenssituation passt zu einem vollpräsenten, kostenintensiven Studium. Prüfe realistisch Zeit, Ort und Finanzierung – und ob ein staatlicher Studienplatz oder ein anderes Studienmodell für dich besser ist.
- Wenn du möglichst kostengünstig studieren willst – private Gesamtkosten von 35.100 € liegen klar über staatlichen Alternativen.
- Wenn du auf maximale Flexibilität angewiesen bist – das ist ein Präsenzstudium mit fester Standortbindung und Anwesenheitsorientierung.
- Wenn du einen direkten Einstieg in die Psychotherapie ohne Master anstrebst – das ist in Deutschland nicht möglich.
- Wenn du ein reines Online- oder Fernstudium suchst – das Format ist vollzeitpräsent auf dem Campus.
Studienberatung
Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Studium oder die Redaktion wird dir antworten.
Ist Statistik ein teil des Studiums? in den Studieninhalten ist dies nicht aufgelistet aber doch eigentlich teil eines regelkonformen Psychologiestudiums?
Hallo Katharina,
das Fach Statistik ist im Studiengang Psychologie an der Charlotte Fresenius Hochschule fest eingeplant – auch wenn es im Modulverzeichnis nicht explizit als „Statistik“ gelistet ist. Es wird m.W. unter den Modulen „Quantitative Methoden I“ und „Quantitative Methoden II“ sowie „Empirisch-wissenschaftliches Arbeiten“ behandelt. Diese Module vermitteln die Grundlagen der Statistik, Datenanalyse und wissenschaftlichen Methodik, wie sie für ein regelkonformes Psychologiestudium gemäß Approbationsordnung erforderlich sind.
Kurz gesagt: Statistische Inhalte sind also fester Bestandteil des Studiums – du kannst dich darauf verlassen, dass du hier das notwendige Rüstzeug für Forschung und Praxis bekommst. Wenn du ganz genau wissen möchtest, welche Statistik-Inhalte abgedeckt werden, empfehle ich dir, die aktuelle Modulhandbuch oder die Studienbroschüre direkt bei der Hochschule anzufordern.
Hast du noch weitere Fragen zu bestimmten Fächern oder Praxisanteilen?
Hallo Christian, danke dir für deine Antwort. Dies macht natürlich sinn und erleichtert mich zusätzlich!
- Sie müssen eine allgemeine Hochschulreife (Abitur), eine fachgebundene Hochschulreife oder eine Fachhochschulreife vorweisen,
- alternativ können Sie auch ohne Abitur zugelassen werden, wenn Sie eine Meisterprüfung oder einen gleichwertigen Abschluss sowie eine entsprechende Berufstätigkeit nachweisen können.
Sie erwähnen, dass Sie einen Bachelor of Arts in Musik-Technologie besitzen. Generell ist es so, dass die CFH für den Zugang zum Psychologiestudium keinen Numerus Clausus (NC) ansetzt, und die Note des vorherigen Studienabschlusses spielt für die Zulassung keine Rolle. Welchen ersten Studienabschluss Sie haben, spielt für die Zulassung auch keine Rolle.
Wenn Sie Module an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) absolviert haben (also zb an der IU Internationalen Hochschule), müssen Sie das Studium von vorne beginnen. Denn gemäß § 9 (1) des Psychotherapeutenausbildungsreformgesetzes (PsychThGAusbRefG) vom 15. November 2019 darf das Studium nur an Universitäten und an Hochschulen, die Universitäten gleichgestellt sind, angeboten werden. Daher wird der Zugang zur staatlichen Prüfung i. S. der Approbationsordnung zum:zur Psychotherapeut:in nur möglich sein, wenn das Studium ausnahmslos an einer Universität oder universitätsgleichgestellten Hochschule absolviert wurde.
Vielen Dank für Ihre Antwort,
Mit freundlichen Grüßen
M. Altun
Wie lange dauert insgesamt das Studium, wenn man Psychotherapie studieren möchte bei ihnen
Liebe Grüße
Vielen Dank!
Ich hätte noch zwei Fragen:
1.Wie gut sind denn die Chancen, nach einem Bachelorabschluss bei ihnen, einen Platz für den Master zu bekommen?
2.Bin ich nach diesem Master dann Psychotherapeut, oder kommt danach noch die Zusatzausbildung zum Therapeuten?
Liebe Grüße