Für wen eignet sich der Arbeitsrecht-Bachelor of Laws?
Dieses Studium richtet sich an Personen, die rechtliche Fragestellungen in der Arbeitswelt aktiv gestalten oder beratend begleiten wollen. Besonders geeignet ist der Kurs für Mitarbeitende in Personalabteilungen, Betriebsräte, Personalratsmitglieder, Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter sowie Personen, die sich auf arbeitsrechtliche Beratung oder Aufgaben im Personalmanagement spezialisieren möchten. Ideal ist das berufsintegrierende Studium für alle, die ihre Berufspraxis direkt mit neuen juristischen Kompetenzen verknüpfen und so die Arbeitsbeziehungen im Unternehmen oder in der Interessenvertretung gezielt mitgestalten wollen.
Zulassungsvoraussetzungen: Welche Nachweise brauchst du?
Für die Zulassung zum Arbeitsrecht-Bachelor an der University of Labour gelten folgende Zugangsmöglichkeiten:
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife: Du kannst mit Abitur oder Fachhochschulreife starten.
- Berufliche Qualifikation: Auch ohne Abitur besteht die Möglichkeit zur Zulassung, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
- Abgeschlossene Meisterprüfung, Techniker- oder Betriebswirtausbildung.
- Mindestens dreijährige anerkannte Berufsausbildung mit Abschlussnote 2,5 oder besser plus mittlere Reife.
- Oder: Mindestens zweijährige Berufsausbildung plus mindestens zwei Jahre relevante Berufserfahrung. In diesem Fall ist eine externe Hochschulprüfung vorgeschrieben.
- Bewerbungsunterlagen: Du reichst einen Lebenslauf, deine Nachweise zur Hochschulzugangsberechtigung und eine Arbeitgeberbescheinigung im Online-Portal ein.
- Auswahlverfahren: Bei Erfüllung der Voraussetzungen wirst du zu einer Aufnahmeprüfung und einem Kennenlerngespräch eingeladen.
Darüber hinaus solltest du persönlich folgende Voraussetzungen mitbringen:
- Bereitschaft, ein berufsbegleitendes Studium mit Präsenz- und Onlinephasen zu absolvieren (Präsenztermine etwa alle sechs Wochen in Frankfurt am Main).
- Erfahrung im Berufsleben, idealerweise im personalbezogenen oder arbeitsrechtlichen Kontext.
- Interesse an rechtlichen Fragestellungen und Fähigkeit zum eigenständigen, analytischen Arbeiten.
- Zeitliche Organisation – das Studium ist mit einer weitergehenden beruflichen Tätigkeit vereinbar, setzt aber selbstständiges Lernmanagement voraus.
- Kommunikationsstärke, Verantwortungsbewusstsein und ein Interesse an der Weiterentwicklung von Arbeitsbeziehungen im Betrieb oder in Institutionen.
Welche Inhalte vermittelt das berufsbegleitende Arbeitsrecht-Studium?
Im Bachelor-Studiengang Arbeitsrecht spezialisierst du dich ab dem ersten Semester auf rechtliche Fragestellungen in der Arbeitswelt. Du vertiefst sowohl das individuelle als auch das kollektive Arbeitsrecht und lernst, Arbeitsbeziehungen systematisch und eigenständig juristisch zu erfassen.
- Grundlagen der Rechtswissenschaft: Einführung in rechtliche Methoden, systematische Fallbearbeitung und grundlegende Rechtsgebiete.
- Individuelles Arbeitsrecht: Analyse der arbeitsvertraglichen Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Schwerpunkt Kündigungsschutz.
- Kollektives Arbeitsrecht: Rechte betrieblicher Interessenvertretungen, Anwendung des Betriebsverfassungsrechts in praktischen Fällen.
- Betriebsrelevante Rechte: Arbeits- und Datenschutz, Recht auf Aus- und Weiterbildung, Schutzrechte im betrieblichen Alltag.
- Wirtschaftsrecht: Grundlagen des Wirtschaftsrechts mit Fokus auf Fragestellungen im Unternehmensumfeld.
- Sozialrecht: Relevante Regelungen der sozialen Sicherung und deren Bedeutung für Betriebe.
- Individuelle Vertiefung: Möglichkeit der Spezialisierung z. B. im Tarif- und Arbeitskampfrecht, Unternehmensrecht oder Mitbestimmungsrecht.
- Wissenschaftliches Arbeiten: Anfertigung von Zwischenarbeiten und einer abschließenden Bachelorarbeit, Förderung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden.
Du entwickelst juristisches Verständnis für arbeitsweltbezogene Fragestellungen, interpretierst Gesetze eigenständig und bist in der Lage, komplexe Rechtsbeziehungen zielgerichtet zu gestalten.
Wie läuft das Studium konkret ab?
Das Studium ist als berufsintegratives Projektstudium konzipiert. Du kombinierst theoretisches Lernen mit direkter Anwendung im Berufsalltag. Der gesamte Bachelor umfasst 23 Module und dauert regulär sieben Semester (dreieinhalb Jahre).
- Jedes Modul beginnt mit einer dreitägigen Präsenzveranstaltung (Donnerstag–Samstag) in Frankfurt am Main.
- Im Anschluss folgt eine etwa sechswöchige Selbstlernphase mit Aufgaben, digitalen Materialien und Online-Veranstaltungen.
- Der Turnus wiederholt sich ca. alle sechs Wochen. Dadurch arbeitest du parallel weiter und bringst Praxisbeispiele in die Lehre ein.
- Die Prüfungsleistungen bestehen aus wissenschaftlichen Arbeiten, Praxisprojekten und abschließend der Bachelorarbeit.
- Das gesamte Studium ist so gestaltet, dass Lernen und Arbeiten sich kontinuierlich ergänzen. Eine komplette Unterbrechung deiner Berufstätigkeit ist nicht erforderlich.
Persönliche Betreuung, digitale Lernumgebungen und regelmäßige Präsenzphasen sorgen für einen strukturierten und anwendungsorientierten Ablauf.
Wo eröffnen sich Karrierechancen mit dem Bachelor Arbeitsrecht?
Mit dem Bachelor of Laws (LL.B.) Arbeitsrecht erwirbst du eine juristische Spezialisierung, die dich für zahlreiche Positionen im Umfeld von Personal, Recht und Mitbestimmung qualifiziert. Typische Einsatzfelder sind:
- Personalmanagement: Bearbeitung arbeitsrechtlicher Fragen im Unternehmen, Konfliktlösung, Vertragsgestaltung.
- Betriebsrat und Personalrat: Rechtliche Beratung und Vertretung von Arbeitnehmerinteressen, Gestaltung von Betriebsvereinbarungen.
- Gewerkschaften und Verbände: Beratung, Verhandlung und Schulung in arbeitsrechtlichen Belangen.
- Arbeitsrechtliche Beratung: Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen, Non-Profit-Organisationen oder Verbänden in arbeitsrechtlichen Fragen.
- Schnittstellenfunktion: Vermittlung zwischen Belegschaft, Unternehmensleitung und externen Rechtsberatungen.
Das Studium bereitet dich darauf vor, Arbeitssituationen juristisch zu erfassen und Arbeitsbeziehungen rechtlich abzusichern. Besonders relevant ist diese Spezialisierung für Berufstätige im Betriebs- und Personalrat, für Personen im Personalbereich sowie für gewerkschaftlich Engagierte.
Wie gestalten sich die Kosten und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Die monatlichen Kosten für das Studium belaufen sich auf maximal 475 Euro, abhängig davon, ob und wie dein Arbeitgeber sich an den Studiengebühren beteiligt oder ob du eine Studienförderung erhältst. Hinzu kommt eine einmalige Immatrikulationsgebühr von 540 Euro – diese entfällt bei frühzeitiger Bewerbung.
- Arbeitgeberfinanzierung: Vielfach übernimmt der Arbeitgeber einen Teil oder die gesamte Studiengebühr.
- Teilnahme im Rahmen der Betriebsratsarbeit: Für Betriebsratsmitglieder können relevante Module teilweise nach § 37 Abs. 6 BetrVG als Bildungszeit angerechnet werden.
- Individuelle Förderprogramme: Bewerbung auf betriebliche oder gewerkschaftliche Stipendien und Fördermittel möglich.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Von dir persönlich getragene Kosten sind in der Regel als Werbungskosten steuerlich absetzbar.
- Öffentliche Fördermittel: In besonderen Fällen können staatliche Förderungen beantragt werden.
Die genaue monatliche Belastung hängt von deinen persönlichen Förder- und Finanzierungsoptionen ab. Ein frühzeitiger Antrag auf Förderung und Gespräche mit dem Arbeitgeber werden empfohlen.
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