Für wen eignet sich der B.Sc. Therapiewissenschaften – und was musst du mitbringen?
Der Studiengang passt zu dir, wenn du in einem therapeutischen Beruf arbeitest oder dich dorthin qualifizierst. Typische Profile: Du befindest dich im 1. oder 2. Jahr deiner Ergo-, Physio- oder Logopädie-Ausbildung und willst parallel akademische Grundlagen aufbauen. Oder du bist bereits als Therapeutin oder Therapeut in Praxis, Klinik oder Reha tätig und möchtest deine Arbeit evidenzbasiert vertiefen und Verantwortung übernehmen. Ebenfalls geeignet ist das Studium für Fachkräfte mit Aufstiegsqualifikation, die ihre Tätigkeit im Gesundheitswesen wissenschaftlich fundieren und sich für Leitungsaufgaben qualifizieren wollen.
Zulassungsvoraussetzungen
Der Studiengang ist NC-frei. Zugangswege sind klar geregelt und berücksichtigen Ausbildung und Berufserfahrung:
- Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und Nachweis eines einschlägigen Ausbildungsplatzes oder eines einschlägigen Berufsabschlusses.
- Einstieg parallel zur Ausbildung möglich – nicht an einen zweiten Bildungsanbieter gebunden (Start im 1. oder 2. Ausbildungsjahr oder nach erster Berufspraxis).
- Studieren ohne Abitur:
- bestandene Meisterprüfung oder vergleichbare Aufstiegsqualifikation,
- mittlerer Schulabschluss plus dreijährige Ausbildung mit Notendurchschnitt 2,5 oder besser,
- zweijährige fachähnliche Berufsausbildung und bestandene Hochschulzugangsprüfung in Fulda.
- Studiensprache ist Deutsch; der Unterricht findet im virtuellen Live-Format statt.
- Anrechnung von Vorleistungen: abgeschlossene einschlägige Ausbildungen können angerechnet werden. Bei mittlerem Schulabschluss können bei Schnitt 2,0 im 1. Ausbildungsjahr und voraussichtlich 2,5 im Abschluss einzelne Module vorgezogen und später anerkannt werden.
Organisationsform: berufsbegleitendes Online-Live-Studium mit Lehrveranstaltungen an 1–2 Abenden pro Woche sowie an zwei Samstagen im Monat; Prüfungen können online abgelegt werden.
Persönliche Voraussetzungen
Wichtig sind Selbstorganisation, Belastbarkeit und die Bereitschaft, Theorie direkt in deine Praxis zu übertragen. Das Live-Studium gibt dir feste Termine – entscheidend ist, dass du zusätzlich regelmäßig vor- und nachbereitest und realistisch Zeitfenster im Wochenverlauf sicherst. Plane deinen Dienstplan so, dass Abende und die beiden Samstage für Lehrveranstaltungen frei bleiben, stimme Abgaben frühzeitig ab und nutze strukturierte Lernmethoden.
- Interesse an evidenzbasierter Praxis und klinischem Denken – du arbeitest mit Studien, Leitlinien und Evaluation.
- Kommunikationsstärke für interprofessionelle Zusammenarbeit in Teams aus Therapie, Pflege und Medizin.
- Durchhaltevermögen für ein 180-ECTS-Studium im Beruf – Prioritäten setzen und Rückschläge ausgleichen.
- Digitale Lernroutine: sicherer Umgang mit Online-Tools und ruhige Lernumgebung für Live-Sessions und Prüfungen.
Wenn du klar priorisierst, feste Lernblöcke etablierst und Unterstützung in Betrieb oder Familie organisierst, lässt sich das Studium nachhaltig mit Beruf und Ausbildung vereinbaren – und zahlt direkt auf deine professionelle Handlungsfähigkeit ein.
Was lernst du im Bachelor Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius?
Du vertiefst dein therapeutisches Know-how evidenzbasiert und überträgst es auf komplexe Versorgungssituationen. Schwerpunkte sind wissenschaftliche Methoden, Prävention und Gesundheitsförderung, interprofessionelle Zusammenarbeit sowie klinisches Entscheiden. Der Studiengang ist berufs- und ausbildungsbegleitend konzipiert – mit engem Praxisbezug und einem Diploma Supplement für deine Berufsgruppe.
Wissenschaft & Evidenz: Du arbeitest mit Forschungsmethoden, Statistik und Studiendesign, wendest Evidenzbewertung an und lernst, Wirksamkeit zu prüfen (z. B. „Wissenschaftliche Methodenkompetenz“, „Evidenzbasierte Praxis“, „Prozessevaluation & Wirksamkeitsprüfung“). Ziel ist ein sicherer Transfer in die Versorgung.
Gesundheit & Prävention: Inhalte zu Prävention, Gesundheitsförderung und Public-Health-Perspektiven verbinden sich mit Erwachsenenpsychologie und Ethik. So planst du Interventionen, die Gesundheit und Teilhabe nachhaltig unterstützen – auch jenseits der Einzeltherapie.
Interprofessionelles Arbeiten: Du lernst, Berufsrollen abzustimmen, Teams zu führen und Behandlungswege über Sektoren zu koordinieren („Interdisziplinäres Handlungsfeld“, „Interprofessionelle Gestaltung präventiver & kurativer Interventionen“). Clinical Reasoning hilft dir, Entscheidungen transparent zu begründen.
Professionalisierung & Rollenbild: Du reflektierst dein berufliches Selbstverständnis, analysierst Versorgungsrealitäten und entwickelst Kompetenzen für Leitungs- und Projektaufgaben – von Qualitätsentwicklung bis Patientensicherheit.
Vertiefung nach Berufsgruppe: Ausgangspunkt ist stets dein Berufsfeld – Physio-, Ergo- oder Logopädie. Zahlreiche Lehrveranstaltungen vertiefen berufsspezifische Inhalte. Am Ende erhältst du ein Diploma Supplement, das die akademische Qualifikation in deiner jeweiligen Berufsgruppe ausweist.
Wie läuft das Studium im Bachelor Therapiewissenschaften ab?
Du studierst berufsbegleitend im virtuellen Live-Format am Online-Campus. Lehrveranstaltungen finden an 1–2 Abenden pro Woche sowie an zwei Samstagen im Monat statt. Viele Prüfungen kannst du online ablegen. Der Studiengang umfasst 180 ECTS und ist akkreditiert.
Berufsbegleitendes Live-Online-Studium
Unterricht im „virtuellen Hörsaal“ mit festen Live-Terminen sorgt für Struktur und direkten Austausch. Du bist ortsunabhängig, nimmst aber aktiv an Seminaren und Diskussionen teil. Digitale Lernmaterialien ergänzen die Live-Sessions – gut planbar neben Job und Familie.
Studienort: Online-Campus
Der Online-Campus bündelt Lehrveranstaltungen, Sprechstunden und Services digital. Du lernst in interaktiven Formaten direkt mit Dozierenden. Anerkennungen bereits abgeschlossener Ausbildungen sind möglich und können die Studiendauer verkürzen.
Prüfungen und Leistungsnachweise
Viele Prüfungen finden online statt – etwa Klausuren, Präsentationen, Hausarbeiten oder Projektberichte. Für einzelne Prüfungen stehen zusätzlich Prüfungszentren zur Verfügung. Die Formate sind auf berufsbegleitendes Studieren ausgerichtet.
Workload und Planbarkeit
Fixe Live-Termine (1–2 Abende pro Woche, zwei Samstage im Monat) plus Selbstlernzeiten strukturieren dein Studium. Das Programm ist auf Erwerbstätige zugeschnitten – mit klaren Zeitfenstern, aber realistischem Eigenstudium zwischen den Terminen.
Was kostet der Bachelor Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius?
Die monatlichen Gebühren liegen bei 335 € (bei 7 Semestern) bzw. 560 € (bei 4 Semestern). Daraus ergeben sich Gesamtgebühren von etwa 14.070 € (42 Monate à 335 €) oder 13.440 € (24 Monate à 560 €) – zuzüglich 250 € Anmeldegebühr. Lehrmaterialien sind digital enthalten.
Zusatzkosten einordnen: Reise- und Unterkunftskosten entfallen weitgehend durch das Online-Format. Einplanen solltest du Ausgaben für Fachliteratur, ggf. Technik (Headset, Kamera, stabile Internetverbindung) und optional Präsenztermine in Prüfungszentren.
Finanzierung & Steuern: Möglich sind BAföG, Stipendien und Studienkredite. Berufs- und ausbildungsbegleitende Studiengebühren lassen sich häufig steuerlich geltend machen – als Werbungskosten (Zweitstudium, unbegrenzt) oder als Sonderausgaben (Erststudium, bis zu gesetzlichen Höchstbeträgen). Individuelle Beratung ist ratsam.
Vergleich zu staatlichen Hochschulen: Die laufenden Kosten sind höher als der Semesterbeitrag an staatlichen Hochschulen. Dafür erhältst du ein strukturiertes Live-Online-Studium mit planbaren Abend- und Wochenendterminen, enger Betreuung und ortsunabhängigem Zugang.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Bachelor Therapiewissenschaften möglich?
Du qualifizierst dich für verantwortungsvolle Rollen in Therapie, Prävention und Gesundheitsversorgung – von der erweiterten Fachpraxis bis zu Leitungs- und Projektaufgaben. Einstiegsgehälter liegen je nach Funktion und Erfahrung meist zwischen 38.000 und 55.000 € brutto, Leitungen erreichen häufig 50.000 bis 70.000 €.
- Physiotherapeutin oder Physiotherapeut (akademisch) – evidenzbasierte Versorgung, Projekt- und Konzeptarbeit (ca. 36.000–55.000 €)
- Ergotherapeutin oder Ergotherapeut (akademisch) – Teilhabeorientierung, Settings übergreifend (ca. 36.000–52.000 €)
- Logopädin oder Logopäde (akademisch) – Qualitätsentwicklung, Spezialisierungen (ca. 37.000–54.000 €)
- Gesundheits- und Krankheitsberaterin bzw. -berater – Prävention, Coaching, Case Management (ca. 38.000–58.000 €)
- Leitung Therapie/Praxismanagement oder Teamkoordination – Organisation, Personal, Qualität (ca. 50.000–70.000 €)
Akademische Weiterentwicklung: Nach dem Bachelor sind Masterstudiengänge in Therapie- und Gesundheitswissenschaften, Neurorehabilitation, Public Health oder Management im Gesundheitswesen naheliegend – für Forschung, Lehre oder höhere Leitungsfunktionen.
Für wen lohnt sich der Bachelor Therapiewissenschaften – und für wen nicht?
Das Studium passt, wenn du bereits in Physio-, Ergo- oder Logopädie tätig bist (oder dich in Ausbildung befindest) und deine Arbeit wissenschaftlich fundieren möchtest. Auch für angehende Führungskräfte, Praxisentwicklerinnen und -entwickler sowie Präventionsprofis ist das Konzept geeignet.
- Du willst evidenzbasiert arbeiten und Interventionen mit Clinical Reasoning begründen.
- Du suchst ein berufsbegleitendes Live-Online-Format mit planbaren Abend- und Wochenendzeiten.
- Du möchtest berufsspezifisch vertiefen und ein Diploma Supplement für deine Berufsgruppe erhalten.
- Du planst den nächsten Karriereschritt: Projekt- oder Leitungsaufgaben, Qualitätsmanagement, Prävention.
- Du hast eine einschlägige Ausbildung und willst dir Leistungen anerkennen lassen, um die Studiendauer zu verkürzen.
Nicht für alle ist das Format die beste Wahl. Wer maximale Kostenersparnis oder ein klassisches Campusleben sucht, sollte Alternativen prüfen. Auch vollständig asynchrones Selbststudium bietet dieser Studiengang bewusst nicht.
- Du willst primär Geld sparen – die monatlichen Gebühren liegen deutlich über einem staatlichen Semesterbeitrag.
- Du bevorzugst ein asynchrones Fernstudium ohne feste Zeiten – hier gibt es verbindliche Live-Termine an Abenden und Samstagen.
- Du erwartest eine Erstausbildung zur Berufsqualifikation – der Studiengang ist berufs- bzw. ausbildungsbegleitend angelegt.
- Du suchst ein Präsenzcampus-Erlebnis mit Laboren und Vor-Ort-Seminaren – das Lernen findet am Online-Campus statt.
Qualitätssignal: Der Studiengang ist akkreditiert (Akkreditierungszeitraum 2025–2033). Das stärkt die Anerkennung des Abschlusses und die Anrechenbarkeit der 180 ECTS für weiterführende Masterprogramme.
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