Welche Voraussetzungen brauchst du für das Zahnmedizinstudium an der MHB?
Du kannst dich für den Brandenburgischen Modellstudiengang Zahnmedizin an der MHB ohne NC und unabhängig von deinem Abiturschnitt bewerben. Pflicht sind eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß Brandenburgischem Hochschulgesetz und ein dreistufiges Auswahlverfahren, in dem Motivation, Persönlichkeit, manuelles Geschick und bisherige Praxiserfahrungen zählen. Studienberechtigt sind außerdem Berufsausgebildete aus zahnmedizinischen Berufen — auch ohne Abitur.
Der Studiengang richtet sich an Schulabgänger mit Berufswunsch Zahnärzt*in, an berufserfahrene Quereinsteiger aus zahnmedizinischen Berufen und an internationale Bewerber mit ausreichenden Deutschkenntnissen. Drei Aufnahmewege bestimmen die formalen Belege.
Formale Voraussetzungen
- Standardweg: allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Auch ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss berechtigt zum Studium.
- Beruflicher Weg ohne Abitur: Mittlere Reife plus abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen oder zahnmedizinischen Beruf — etwa Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA), Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP), Dentalhygienikerin (DH), Zahntechniker*in (ZT) oder Zahntechnikermeister*in (ZTM) — plus mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Die fachgebundene Hochschulreife ist damit erworben.
- Aufnahmeverfahren: kein NC, kein TMS-Pflichtkriterium. Stattdessen ein dreistufiges Verfahren aus Online-Bewerbung, schriftlicher Begutachtung und persönlichem Auswahltag in Brandenburg an der Havel.
- Internationale Bewerber: Nachweis Deutschkenntnisse auf C1-Niveau. Eine ausländische Hochschulzugangsberechtigung muss vorab durch die Zeugnisanerkennungsstelle (Schulamt) anerkannt werden — Vorlauf etwa drei Monate.
- Bewerbungsgebühr: einmalig 225 € pro Bewerbungsverfahren. Wird bei Stornierung oder Ablehnung nicht erstattet, in Härtefällen ist ein Erlass möglich.
Was du persönlich mitbringen solltest
Das Zahnmedizinstudium an der MHB ist von Anfang an handwerklich-praktisch geprägt — bereits ab der ersten Semesterwoche arbeitest du an dentalen Simulatoren, ab dem siebten Semester behandelst du eigene Patient*innen unter Supervision. Wer das Studium in der Regelstudienzeit von 5 Jahren und 6 Monaten erfolgreich abschließt, teilt typischerweise einige Eigenschaften:
- Manuelles Geschick und ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen — das Auswahlverfahren prüft genau das, und der Studienalltag verlangt diese Fähigkeiten täglich
- Empathie und sensibler Umgang mit Patient*innen-Ängsten — Zahnbehandlungen sind für viele Menschen angstbesetzt; das TRIK-Curriculum trainiert diese Kompetenz von Anfang an
- Bereitschaft zu eigenständigem, problemorientiertem Lernen — Problemorientiertes Lernen (POL) in Kleingruppen ist das zentrale Lehrformat statt klassischer Frontalvorlesungen
- Wissenschaftliche Neugier — das integrierte Wissenschaftspraktikum im fünften Semester ist eine frühe Promotionsvorbereitung zum Dr. med. dent.
- Verantwortungsbereitschaft für die regionale Versorgung — die MHB ist die erste universitäre Zahnmedizin im Flächenland Brandenburg und sucht Studierende, die diesen Versorgungsauftrag mittragen
Für wen ist dieser Studiengang gemacht?
Drei Profile passen besonders gut zur MHB-Zahnmedizin:
- Schulabgänger mit klarem Berufswunsch Zahnärzt*in und nicht-perfektem NC — wer Motivation, manuelles Geschick und idealerweise erste Praxiserfahrung in einer Zahnarztpraxis mitbringt, hat hier die gleichen Chancen wie Spitzenabiturient*innen
- Berufserfahrene aus zahnmedizinischen Berufen — ZFA, ZMP, DH, ZT oder ZTM, die das ärztliche Berufsfeld erweitern wollen, mit fachgebundener Studienberechtigung über die Berufsausbildung. Für diese Gruppe hat die MHB explizit eigene Beratungsangebote
- Bewerber, die Persönlichkeit und Patient*innen-Bezug höher gewichten als anonyme Großuniversität-Atmosphäre — die MHB-Zahnmedizin ist mit 48 Plätzen pro Jahrgang eine der kleinsten zahnmedizinischen Fakultäten Deutschlands, mit entsprechend intensiver Betreuung
Was lernst du im Zahnmedizinstudium an der MHB?
Der Brandenburgische Modellstudiengang Zahnmedizin (BMZ) umfasst 5 Jahre und 6 Monate Regelstudienzeit und ist staatlich anerkannt sowie durch die Akkreditierungsagentur AHPGS positiv begutachtet. Die MHB ist neben der Universität Hamburg die einzige Universität in Deutschland, die Zahnmedizin als staatlich zugelassenen Modellstudiengang anbietet — mit durchgängiger Verzahnung von naturwissenschaftlichen Grundlagen, zahnmedizinischen und medizinischen Fächern statt der klassischen Vorklinik-Klinik-Trennung.
Erster Studienabschnitt: Grundlagen, Simulatoren und erste Praxis (Semester 1–6)
Im ersten Studienabschnitt erlernst du die grundlegenden Funktionsweisen des menschlichen Körpers, systemische und orale Erkrankungen sowie die Grundlagen zahnärztlicher Behandlungsmethoden. Ab der ersten Semesterwoche arbeitest du an dentalen Simulatoren — das Berufsgefühl Zahnärzt*in stellt sich vom ersten Tag an ein. Vier Praxiselemente begleiten den ersten Abschnitt:
- 2. Semester: Praxisteil in der Humanmedizin
- 3. Semester: Praxis in Zahnarztpraxen, plus Kommunikationstraining mit Simulationspersonen
- 4. Semester: Praxis in Dentallaboratorien — du verstehst die Schnittstelle Zahntechnik direkt
- 5. Semester: Wissenschaftspraktikum mit eigener wissenschaftlicher Arbeit als Grundlage einer späteren Promotion
- 6. Semester: weitere Praxis in Zahnarztpraxen
Anders als im klassischen Regelstudiengang gibt es keine zentrale Z1-Großprüfung nach zwei Studienjahren. Stattdessen erarbeitest du dir die Z1-Äquivalenz schrittweise über semesterbegleitende Modul- und Semesterprüfungen — das gleiche Konzept, das sich in der MHB-Humanmedizin seit über zehn Jahren bewährt hat. Erfolgswahrscheinlichkeit messbar höher, Risiko an der Hürde zu scheitern messbar niedriger.
Zweiter Studienabschnitt: Patient*innen-Behandlung in der MHB-Zahnklinik (Semester 7–10)
Ab dem siebten Semester behandelst du eigene Patient*innen unter Supervision in der MHB-Zahnklinik in Brandenburg an der Havel — mit einem Betreuungsschlüssel von 3 zu 1: drei Studierende auf einen erfahrenen Zahnarzt oder eine Zahnärztin als Anleiter*in. Das Behandlungsspektrum reicht von Routinebehandlungen bis zu zunehmend komplexeren Fällen.
Der zweite Studienabschnitt erweitert das theoretische Wissen, fokussiert aber primär die Praxis. Dazu kommt ein eigenes Modul Praxismanagement mit betriebswirtschaftlich-organisatorischen Grundkompetenzen — du wirst nicht nur fachlich, sondern auch unternehmerisch auf die spätere Praxis vorbereitet. Gemeinsam mit der Landeszahnärztekammer hat die MHB „Day 1 Competencies" entwickelt: definierte Kompetenzen, die du am ersten Tag nach dem Examen direkt in der Zahnarztpraxis brauchst.
Dritter Abschnitt der zahnärztlichen Prüfung und Approbation
Der zweite Studienabschnitt führt direkt in den dritten Abschnitt der zahnärztlichen Prüfung. Nach erfolgreichem Bestehen erteilt das Landesprüfungsamt das Zeugnis über die Zahnärztliche Prüfung gemäß § 18 ZApprO — Voraussetzung für den Antrag auf Approbation als Zahnärzt*in. An der MHB hast du anschließend die Möglichkeit, in jedem Bereich der zahnmedizinischen Forschung zur Promotion zum Dr. med. dent. weiterzustudieren — die MHB hat eigenes Promotionsrecht in der Zahnmedizin.
Längsschnittcurriculum TRIK und das Skills Lab
Wie in der Humanmedizin läuft auch im Zahnmedizinstudium TRIK — Teamarbeit, Reflexion, Interaktion und Kommunikation als Längsschnittcurriculum. Patient*innen-Gespräche, der Umgang mit angstbesetzten Behandlungen und das Überbringen schwieriger Diagnosen werden mit Simulationspersonen geübt. Im Skills Lab trainierst du klinisch-praktische Fertigkeiten unter Supervision in geschütztem Rahmen.
Wissenschaft und Promotion ab dem ersten Semester
Das Wissenschaftscurriculum ist über alle Semester verteilt. Du erwirbst Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, absolvierst das Wissenschaftspraktikum im fünften Semester und kannst aktiv an Posterkongressen und Journal-Clubs teilnehmen. Wer früh in die Forschung einsteigen will, hat über die direkte Betreuung durch Hochschullehrer*innen der MHB einen kurzen Weg zur Dissertation zum Dr. med. dent.
Wie läuft das Bewerbungsverfahren ohne NC ab?
Das Bewerbungsverfahren ist dreistufig und individuell aufgebaut. Es gibt keine notenbasierte Vorauswahl. Pro Jahrgang werden 48 Studienplätze vergeben, ausschließlich zum Sommersemester.
Schritt 1: Online-Bewerbung mit vollständigen Unterlagen
Im Bewerbungsportal der MHB lädst du folgende Unterlagen hoch (jeweils als PDF, max. 2 MB pro Datei):
- Detailliertes Motivationsschreiben (max. zwei Seiten Times New Roman 12 pt, einfacher Zeilenabstand) — beschreibe deinen Weg zur Berufsfindung und deine Motivation für das Zahnmedizinstudium
- Ausführlicher tabellarischer Lebenslauf ohne Passfoto, mit Angaben zu praktischen Erfahrungen im zahnmedizinischen Bereich, besonderen Kenntnissen, Aktivitäten und sozialem Engagement
- Hochschulzugangsberechtigung oder Äquivalent — bei ausländischen Zeugnissen mit Anerkennung durch die Zeugnisanerkennungsstelle
- Aktuelle Zeugnisse und Beurteilungen (fakultativ): Praktikumsnachweise, Berufsausbildungsabschlüsse, Empfehlungsschreiben — bei Berufserfahrenen besonders relevant
- Bei internationalen Bewerbern: Nachweis Deutschkenntnisse auf C1-Niveau
Eine Nachreichung fehlender Unterlagen ist ausgeschlossen — die Bewerbung muss vollständig sein. Die Bewerbungsgebühr von 225 € wird direkt im Online-Verfahren beglichen.
Schritt 2: Begutachtung und individuelle Bewertung
Die MHB-Gutachter*innen prüfen die Unterlagen auf Vollständigkeit und bewerten sie inhaltlich. Anschließend erhältst du per E-Mail die Information, ob du zu einem Auswahltag eingeladen wirst.
Schritt 3: Persönlicher Auswahltag in Brandenburg an der Havel
Am Auswahltag durchläufst du mehrere Stationen und triffst Mitglieder der Fakultät. Im Mittelpunkt stehen Motivation und Persönlichkeit — bei Zahnmedizin zusätzlich weitere für die zahnärztliche Tätigkeit relevante Fertigkeiten, etwa manuelles Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen. Fachspezifisches Wissen wird nicht geprüft. Die Rückmeldung erfolgt zeitnah per E-Mail.
Wo studierst du Zahnmedizin an der MHB?
Anders als die Humanmedizin mit ihren vier Standorten ist die Zahnmedizin auf Brandenburg an der Havel konzentriert. Hier findet das gesamte Studium statt, ergänzt durch praktische Module in kooperierenden Zahnarztpraxen im Land Brandenburg.
Campus Brandenburg an der Havel und MHB-Zahnklinik
Lehre und Praxis konzentrieren sich auf den Campus Brandenburg an der Havel (aktuell Interimsstandort Geschwister-Scholl-Str. 36) und die MHB-Zahnklinik, die Hochschulambulanz für Studierende und Patient*innen. Hier behandelst du ab dem siebten Semester deine eigenen Patient*innen unter Supervision. Brandenburg an der Havel bietet urbanes Flair, gute Anbindung an Potsdam und Berlin sowie günstigen Wohnraum — die kommunale Wohnungsbaugesellschaft WOBRA hat eigene Studierenden-Angebote, das Universitätsklinikum Brandenburg vermietet 28 möblierte WG-Zimmer für rund 350 € warm.
Kooperierende Zahnarztpraxen und Dentallabore in Brandenburg
Die Praxiselemente in den Semestern 2 bis 6 werden in einem Netzwerk kooperierender Zahnarztpraxen, allgemeinmedizinischer Praxen und Dentallaboratorien im Land Brandenburg absolviert. Die MHB hat dafür ein Patenkonzept mit Zahnärzt*innen und Zahntechniker*innen aufgebaut, das praxisnahes Lernen mit Networking für die spätere Berufstätigkeit verbindet.
Was kostet das Zahnmedizinstudium an der MHB — und wie kannst du es finanzieren?
Die Studiengebühren für den Brandenburgischen Modellstudiengang Zahnmedizin betragen 132.000 € insgesamt, verteilt auf zehn Semester (das Praktische Jahr ist im 11. Semester gebührenfrei). Pro Semester sind das 13.200 €. Hinzu kommen etwa 4.500 € für persönliche Instrumente, einmalig 225 € Bewerbungsgebühr und derzeit 268,80 € pro Semester für das Deutschland-Semesterticket und einen Sozialbeitrag. Die Studiengebühr kann monatlich oder semesterweise gezahlt werden.
Wie bei der Humanmedizin gilt: Die MHB ist eine staatlich anerkannte Universität in kommunaler und gemeinnütziger Trägerschaft, finanziert die kostenintensive Modellstudiengang-Lehre aus Studiengebühren und Beiträgen der Träger. Die Hochschule verfolgt ausdrücklich keine Gewinnerzielungsabsicht — sie versteht sich als Social Business mit Versorgungsauftrag.
Studienkredit der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin
Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin bietet einen speziellen Studienkredit für MHB-Studierende, der Studiengebühren, Materialkosten und sogar Lebenshaltungskosten abdeckt. Konditionen werden direkt mit der Sparkasse verhandelt; die MHB-Studienberatung vermittelt den Erstkontakt.
Kommunale Stipendien Brandenburg und Sachsen-Anhalt
Mehrere Kommunen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bieten Stipendien für Zahnmedizinstudierende, die im Gegenzug nach dem Studium für mehrere Jahre in der jeweiligen Region als Zahnärzt*in arbeiten. Das ist eine direkte Parallele zum Landesförderprogramm landärztliche Versorgung in der Humanmedizin und ein wichtiger Hebel für die regionale zahnärztliche Versorgung.
Studienfonds und weitere Finanzierungswege
- Studienfonds der Deutschen Bildung — Teil-Finanzierung des Studiums mit späterer einkommensabhängiger Rückzahlung, ähnlich dem UGV-Modell der Humanmedizin
- Deutschlandstipendium — 300 € monatlich, leistungsabhängig, für besonders engagierte Studierende
- BAföG — möglich bei Erststudium, Voraussetzungen sind streng, deckt meist nur Lebenshaltungskosten
- Individuelle Stipendien — die Plattform mystipendium.de hilft bei der Suche nach passenden Programmen, die MHB akzeptiert Bewerbungen aller staatlichen und kirchlichen Begabtenförderwerke
- Sozialfonds der MHB — Zuschüsse oder zinslose Darlehen in Notlagen
- Steuerliche Absetzbarkeit: Studiengebühren können als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden — relevant ab dem ersten Berufsjahr nach Studium
Die MHB-Studienberatung kombiniert in der Regel mehrere Quellen — etwa BAföG, kommunales Stipendium und Studienkredit. Ziel: Kein qualifizierter Bewerber soll aus finanziellen Gründen abgelehnt werden müssen.
Welche Berufe und Karrierewege sind nach dem Zahnmedizinstudium möglich?
Mit der Approbation nach dem dritten Abschnitt der zahnärztlichen Prüfung stehen dir alle zahnärztlichen Karrierewege offen — Praxis, Klinik, Forschung oder Spezialisierung. Die MHB bereitet besonders auf eine Tätigkeit in einer eigenen oder familiengeführten Praxis vor, schließt aber andere Wege nicht aus.
- Vorbereitungsassistent*in in einer Vertragszahnarzt-Praxis — die typische Station nach Approbation, mit zweijähriger Mindestdauer als Voraussetzung für die spätere Kassenzulassung
- Niedergelassene*r Zahnärzt*in in eigener Praxis oder mit Übernahme einer bestehenden Praxis — bei kommunalem Stipendium mit Versorgungsauftrag in einer der Partnerregionen
- Angestellte Zahnärzt*in in einer größeren Praxis, einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) oder einer Klinik
- Spezialisierte Tätigkeit nach Weiterbildung — Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Parodontologie, Endodontologie
- Universitäre Forschungslaufbahn mit Promotion zum Dr. med. dent. und Habilitation an der MHB selbst
- Tätigkeit in der Industrie — Dentaltechnik, Pharmaunternehmen, Medizinprodukte-Hersteller
Einstiegsgehälter für Vorbereitungsassistent*innen liegen typischerweise bei 3.500 bis 4.500 € brutto monatlich. Nach der Kassenzulassung als angestellte*r Zahnärzt*in steigen die Gehälter auf 5.500 bis 8.000 €, in größeren Praxen oder MVZ deutlich darüber. Niedergelassene Zahnärzt*innen mit eigener Praxis erzielen je nach Praxisstandort, Fachausrichtung und Patientenstruktur substantiell höhere Einkünfte — bei entsprechender unternehmerischer Verantwortung und Investition in Praxisausstattung.
Zulassung als Vertragszahnärzt*in
Wer Kassenpatient*innen behandeln will, braucht die Zulassung als Vertragszahnärzt*in der jeweils zuständigen Kassenzahnärztlichen Vereinigung. Voraussetzung dafür ist eine mindestens zweijährige Vorbereitungszeit bei einem Vertragszahnarzt — in einer niedergelassenen Praxis, einer Universitätszahnklinik oder einem MVZ. Ohne Kassenzulassung darf nur Privatpatient*innen behandelt werden.
Für wen lohnt sich das Zahnmedizinstudium an der MHB — und für wen nicht?
Die MHB-Zahnmedizin ist eine kleine, persönlich geprägte private Hochschule mit klarem regionalem Versorgungsauftrag. Sie hat klare Stärken — und ebenso klare Grenzen. Hier die Linie:
Das Zahnmedizinstudium an der MHB ist die richtige Wahl, wenn du …
- … Zahnmedizin ohne NC und unabhängig vom Abiturschnitt studieren willst, mit fairer Auswahl nach Persönlichkeit und manueller Eignung
- … den integrierten Modellstudiengang bevorzugst — neben Hamburg der einzige in Deutschland, mit Patient*innen-Kontakt früh und konsequenter Verzahnung von Theorie und Praxis
- … in kleinen Gruppen mit Betreuungsschlüssel 3:1 arbeiten willst und die persönliche Betreuung höher gewichtest als Großstadt-Charme
- … eine Berufsausbildung im zahnmedizinischen Bereich mitbringst (ZFA, ZMP, DH, ZT, ZTM) und über den beruflichen Weg ohne Abitur studieren willst
- … eine Praxis im ländlichen oder kleinstädtischen Brandenburg oder Sachsen-Anhalt in Erwägung ziehst — kommunale Stipendien sind dafür ein direkter Hebel
- … an einer Promotion zum Dr. med. dent. interessiert bist — die MHB hat eigenes Promotionsrecht in der Zahnmedizin
Weniger geeignet ist das Studium, wenn du …
- … die 132.000 € Studiengebühren plus rund 4.500 € Verbrauchsmaterial nicht über Studienkredit, kommunales Stipendium oder Studienfonds refinanzieren kannst — die staatlichen Universitäten bleiben der gebührenfreie Standardweg
- … einen klassischen Großstadt-Hochschulalltag mit großem Campus und urbanem Lifestyle suchst — die MHB-Zahnmedizin ist auf Brandenburg an der Havel konzentriert, einer kleineren Stadt
- … ein klassischer Regelstudiengang mit zentralem Z1 nach zwei Jahren deine bessere Lernform ist — der Modellstudiengang setzt auf semesterbegleitende Z1-Äquivalenzprüfungen
- … kein manuelles Geschick und kein räumliches Vorstellungsvermögen hast — diese Fähigkeiten werden im Auswahlverfahren explizit geprüft und sind für die spätere Praxis zentral
- … eine international ausgerichtete Forschungskarriere mit hoher Publikationsdichte und großem Drittmittelvolumen anstrebst — die MHB ist forschungsaktiv, aber kein klassisches zahnmedizinisches Forschungs-Schwergewicht
Häufige Fragen zum Zahnmedizinstudium an der MHB
Der Studienbeginn ist ausschließlich zum Sommersemester möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 13. Oktober um 12 Uhr für das Sommersemester des Folgejahres. Plätze werden laufend vergeben — je früher du bewirbst, desto mehr Auswahltermine stehen zur Auswahl.
Im Modellstudiengang gibt es keine zentrale Z1-Großprüfung nach zwei Jahren. Stattdessen erarbeitest du dir die Z1-Äquivalenz schrittweise über semesterbegleitende Modul- und Semesterprüfungen — das gleiche Prinzip, das in der MHB-Humanmedizin seit über zehn Jahren etabliert ist. Erfolgswahrscheinlichkeit messbar höher, Risiko an der Hürde zu scheitern messbar niedriger. Außerdem startet die Praxis ab der ersten Semesterwoche an dentalen Simulatoren.
Ja. Du brauchst die Mittlere Reife plus eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen oder zahnmedizinischen Beruf — etwa als Zahnmedizinische Fachangestellte, Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, Dentalhygienikerin, Zahntechniker oder Zahntechnikermeister — plus mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Damit erwirbst du die fachgebundene Studienberechtigung. Die MHB-Studienberatung prüft den individuellen Fall.
Typischerweise kombinieren MHB-Studierende mehrere Finanzierungsquellen: Studienkredit der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin (mit Sonderkonditionen für MHB-Studierende), kommunale Stipendien aus Brandenburg oder Sachsen-Anhalt mit Versorgungsauftrag nach dem Studium, BAföG für Lebenshaltungskosten, Studienfonds der Deutschen Bildung sowie individuelle Stipendien. Die MHB-Studienberatung berät individuell zur Kombination.
Die MHB-Zahnmedizin ist relativ jung, sodass noch keine umfangreichen Examenstatistiken wie in der Humanmedizin vorliegen. Erfahrungswerte aus dem MHB-Humanmedizin-Modellstudiengang zeigen aber: Die Z1-Äquivalenz wird nahezu ausnahmslos im ersten Versuch bestanden, und über 95 Prozent der Studierenden schließen das Studium in der Regelstudienzeit ab. Diese Erfolgsstruktur überträgt sich auf das Zahnmedizin-Curriculum.
Ja. Die MHB bietet vor dem Studienstart einen zweiwöchigen intensiven Vorbereitungskurs in Neuruppin, der Lücken in Biologie, Chemie und Physik schließt und erste Kontakte mit Mitstudierenden aufbaut. Außerdem gibt es das studentische Tutorium First Aid mit Tipps zu Lernstrategien, Zeitmanagement und Stressbewältigung — speziell für MHB-Erstis konzipiert.
Theoretisch ja, in der Regel arbeitet man nach Approbation aber zunächst zwei Jahre als Vorbereitungsassistent*in in einer Vertragszahnarzt-Praxis — Voraussetzung für die spätere Kassenzulassung. Ohne Kassenzulassung darf nur Privatpatient*innen behandelt werden, was wirtschaftlich meist nicht trägt.
Ja, in das 2., 3., 5. oder 7. Fachsemester unter Vorbehalt freier Studienplätze. Quereinstieg ist mit Auflagen verbunden — eigenverantwortliches Nacharbeiten von Curriculum-Inhalten vorangegangener Fachsemester, möglicherweise Äquivalenzprüfung, ggf. Intensivkurs Propädeutik. Die Studiengebühren betragen 13.200 € pro Semester zuzüglich Verbrauchsmaterial.
Studienberatung
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