Für wen eignet sich der Bachelor Kunsttherapie an der MSH Hamburg?
Der Studiengang Kunsttherapie (B.A.) richtet sich an Personen, die künstlerische und bildnerische Kompetenzen mit einem Interesse an therapeutischer und psychosozialer Arbeit verbinden möchten. Du bist hier richtig, wenn du später Menschen in pädagogischen, heilpädagogischen, sozialen oder klinischen Kontexten professionell begleiten möchtest. Typische Zielgruppen sind Abiturientinnen und Abiturienten mit kreativer Ausrichtung, Berufstätige aus sozialen oder Gesundheitsberufen, sowie Personen mit künstlerischem Hintergrund, die sich für die Verbindung von Kunst und Therapie qualifizieren wollen. Arbeitsfelder sind zum Beispiel Einrichtungen der Jugendhilfe, Rehabilitationszentren, Krankenhäuser, Schulen, Hospize oder Seniorenheime.
Welche Voraussetzungen musst du für das Studium erfüllen?
Du benötigst für die Zulassung zum Bachelorstudium Kunsttherapie an der Medical School Hamburg einen der folgenden Nachweise:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife gemäß § 37 Hamburgisches Hochschulgesetz (HmbHG)
- alternativ: Hochschulzugang für Berufstätige gemäß § 38 HmbHG über eine bestandene Eingangsprüfung (für Bewerberinnen und Bewerber ohne Abitur oder Fachhochschulreife)
Du solltest eine ausgeprägte kreative Begabung und Freude an bildnerischem Gestalten mitbringen. Interesse an medizinischen, psychologischen und sozialen Fragestellungen ist wichtig, ebenso Offenheit für interdisziplinäre Arbeit. Kommunikationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft zur Reflexion eigener künstlerischer und persönlicher Prozesse werden erwartet. Vorerfahrung in künstlerischen Techniken sowie erste praktische Kontakte zu sozialen oder therapeutischen Arbeitsfeldern sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Belastbarkeit unterstützen deinen Studienerfolg.
Welche Inhalte vermittelt der Bachelor Kunsttherapie an der MSH?
Im Studium Kunsttherapie (B.A.) an der Medical School Hamburg erwirbst du fundierte Kenntnisse in bildnerisch-künstlerischen, kunsttherapeutischen, medizinischen und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Schwerpunkte liegen auf den Konzepten und Ansätzen der Kunsttherapie, ihren geschichtlichen und aktuellen Ausprägungen sowie anthropologischen, psychologischen und soziologischen Grundlagen. Du setzt dich intensiv mit Kunst-, Musik-, Tanz- und Theatergeschichte auseinander und lernst, bildnerische Basiskompetenzen systematisch für therapeutische Prozesse einzusetzen.
Das Curriculum beinhaltet sowohl künstlerisches Arbeiten als auch die Entwicklung therapeutischer Kernkompetenzen. Du lernst, wie kreative Prozesse zur Förderung psychischer, psychosozialer und körperlicher Gesundheit genutzt werden und wie du mit verschiedenen Zielgruppen individuell arbeitest. Ergänzend dazu werden dir wissenschaftliches Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschungsmethoden vermittelt – für eine fundierte Reflexion deiner praktischen Tätigkeit und zur Vorbereitung auf weiterführende Studien. Themen wie Philosophie und Ethik der künstlerischen Therapien, Berufsrecht, Projektarbeit und Supervision runden das Profil ab.
Wie läuft das Kunsttherapie-Studium an der MSH ab?
Das Bachelorstudium Kunsttherapie ist als sechssemestriges Präsenzstudium in Vollzeit organisiert. Du studierst vor Ort an der MSH in Hamburg, einem modern ausgestatteten Campus mit großzügigen Ateliers und Seminarbereichen. Die Struktur des Studiums ist modular aufgebaut: Von grundlegenden Theoriemodulen über praxisorientierte Anteile bis hin zum Blockpraktikum mit Mentoring sowie künstlerisch-therapeutischer Selbsterfahrung und Supervision. Im dritten Studienjahr absolvierst du ein mehrwöchiges Praktikum in kooperierenden Praxiseinrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens. Die Bachelorarbeit mit mündlichem Kolloquium bildet den Abschluss. Während des gesamten Studiums wirst du durch Lehrende und externe Expertinnen und Experten eng begleitet.
Berufsperspektiven: Wo arbeiten Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten nach dem Studium?
Mit dem Bachelorabschluss Kunsttherapie eröffnet sich dir ein breites Spektrum an beruflichen Einsatzfeldern. Absolventinnen und Absolventen finden Tätigkeiten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, heilpädagogischen und integrativen Kindergärten, Schulen sowie in stationären Jugend- oder Eingliederungshilfen. Weitere Arbeitsorte sind Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Hospize, Rehabilitationszentren, Projekte der Flüchtlingshilfe sowie Kliniken und Krankenhäuser. Kunsttherapie ist zudem fester Bestandteil psychotherapeutischer und medizinischer Behandlungskonzepte, etwa in Psychiatrie, Psychosomatik, Geriatrie und Prävention. Ein umfassender Praxisteil und die breite theoretische Ausbildung bieten dir außerdem die Grundlage für weiterführende Masterstudiengänge – etwa in Sozialer Arbeit, Intermedialer Kunsttherapie oder Sexualwissenschaft.
Wo studierst du Kunsttherapie an der MSH?
Der Studiengang Kunsttherapie findet am Campus »Arts and Social Change« der Medical School Hamburg statt. Standort ist der Harburger Binnenhafen in Hamburg, genauer Schellerdamm 22-24, 21079 Hamburg. Der Campus bietet modern ausgestattete Ateliers, eine Psychotherapeutische Hochschulambulanz sowie vielfältige Kooperationsbezüge zu regionalen und nationalen Einrichtungen aus Gesundheits-, Sozial- und Kulturbereich. Der industrielle Charme einer ehemaligen Seifenfabrik verbindet sich hier mit innovativen Lern- und Arbeitsumgebungen. Der Standort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Mit welchen Kosten musst du bei diesem Bachelorstudium rechnen – und wie kannst du finanzieren?
Die monatlichen Studiengebühren für das Bachelorstudium Kunsttherapie an der MSH betragen 550 Euro, die Gesamtkosten über sechs Semester liegen damit bei 19.900 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Einschreibegebühr von 100 Euro. In den Gebühren enthalten sind alle Pflichtveranstaltungen, die Nutzung der Ateliers sowie individuelle Betreuung während des Studiums. Zur Finanzierung kannst du BAföG beantragen oder einen KfW-Studienkredit nutzen. Für besonders engagierte Studierende gibt es die Möglichkeit, sich auf interne oder externe Stipendien zu bewerben. Einige Arbeitgeber im Sozial- und Gesundheitsbereich fördern zudem die berufsbegleitende Weiterbildung von Mitarbeitenden.
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