Vollzeitstudium Geotechnik und Angewandte Geologie (B.Eng.) – Technische Hochschule Georg Agricola

👉 Im Bachelor Geotechnik und Angewandte Geologie lernst du Boden- und Felsmechanik, Baugrunduntersuchung, Bohrtechnik und Hydrologie sowie Labor- und Vermessungsmethoden. Das Vollzeitstudium läuft regulär über sechs Semester und ist auch im praxisverbundenen Modell oder als „Bachelor of Choice“ mit Orientierungsphase möglich. Die THGA erhebt keine Studiengebühren, ist staatlich anerkannt und startet zum Winter- und Sommersemester.

Geotechnik und Angewandte Geologie (B.Eng.) auf einen Blick

Geotechnik und Angewandte Geologie (B.Eng.) auf einen Blick
📜 Abschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.)
⏳ Dauer 6 Semester
💶 Kosten
ab 252 € Semesterbeitrag
ab 1512 € insgesamt
🏫 Anbieter Technische Hochschule Georg Agricola, Fachhochschule mit Sitz in Bochum
📋 Studienmodell Vollzeitstudium
🎓 Fachrichtung IngenieurwissenschaftenBauingenieurwesen
🎯 ECTS 180 Credit-Points
🌍 Unterrichtssprache Deutsch
📖 Studieninhalte Höhere Mathematik, Systeme der Physik, Geologie 1, Geologie 2, Einführung Geotechnik, Bauwesen 1, Recht 1, Chemie 1, Höhere Mathematik 2, Vermessung, Flachbohrtechnik, Grundlagen geotechnischen Arbeitens, Kompetenzgrundlagen Geotechnik, Kompetenzerweiterung Geotechnik, Boden & Felsmechanik, Angewandte Geologie, Werkstoffkunde / Mineralische Baustoffe, Berechnungsverfahren & Nachweise, Hydrologie, Bauwesen 2, Hydrochemie, Verwaltung und Bergrecht, BWL für Ingenieure, Sicherheits- & Gesundheitskoordination, Standardsoftware Geotechnik 2, Führungslehre, Kommunikation & Konfliktmanagement, Projektarbeit- Projektabwicklung, Angewandtes CAD, Bachelorarbeit und Kolloquium
📚 Vertiefungen Wahlpflichtmodule (A, B, C, D, E)
📍 Studienort Bochum
📅 Kursstart Wintersemester oder Sommersemester
🔗 Mehr Infos Anbieterprofil anzeigen

Für wen eignet sich das Bachelorstudium Geotechnik und Angewandte Geologie?

Das Studium passt zu dir, wenn du Naturwissenschaften magst und Praxis willst – mit Feldarbeit, Labor und Planung am PC. Du erkennst dich wieder, wenn du als Abiturientin oder Abiturient eine Ingenieursausbildung mit Umweltbezug suchst und dich für Themen wie Boden- und Felsmechanik, Bohrtechnik oder Hydrologie interessierst. Ebenso geeignet ist der Studiengang, wenn du eine einschlägige Ausbildung im Bau- oder Geoumfeld startest bzw. planst (z. B. Brunnenbau, Bohrtechnik, Vermessung) und die Praxisverbund-Variante nutzen willst. Auch als Studienzweifler aus Bauingenieurwesen oder Geowissenschaften findest du hier einen praxisnäheren, anwendungsorientierten Weg – mit der Option „Bachelor of Choice“, um dich in den ersten Semestern zu orientieren.

Zulassungsvoraussetzungen

Du steigst NC-frei in Bochum ein. Erforderlich ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung; Studienbeginn ist zum Winter- und Sommersemester möglich. Es fallen keine Studiengebühren an, nur ein Semesterbeitrag.

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife
  • Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte (z. B. Meisterinnen und Meister, fachverwandte Fortbildungen nach Landesrecht)
  • Lehrsprache ist Deutsch; du solltest sicher auf Deutsch studieren und prüfen können
  • Studienformen: Vollzeit (mit 4-Tage-Woche), Praxisverbund (Ausbildung + Studium), „Bachelor of Choice“ zur Studienorientierung
  • Standort: Bochum – Campus mit Laboren für Geotechnik, Werkstofftechnik sowie Steine und Erden

Hinweis zur Finanzierung: Die Hochschule erhebt keine Studiengebühren; der Semesterbeitrag beinhaltet das Deutschland-Ticket. Für das Praxisverbund-Modell gelten zusätzlich die Rahmenbedingungen deiner Ausbildung.

Persönliche Voraussetzungen

Wichtig ist eine solide Basis in Mathematik und Physik, technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Du arbeitest gern draußen und kannst dich gleichzeitig konzentriert am Rechner in Software und CAD einarbeiten. Teamfähigkeit hilft dir auf Exkursionen, im Labor und auf Baustellen; Sorgfalt ist bei Probenahme, Messungen und Sicherheitsvorgaben zentral.

  • Selbstorganisation: Präsenz an vier Tagen + eigenständige Vor- und Nachbereitung, Laborprotokolle, Projektarbeit
  • Durchhaltevermögen: Leistungsphasen mit Prüfungen, Geländepraktika und Blockveranstaltungen fordern dich – realistisch planen
  • Praxismentalität: Wetterfeste Einsätze im Feld, sorgfältiger Umgang mit Geräten, Interesse an Normen und Nachweisen
  • Kommunikation: Ergebnisse verständlich dokumentieren, mit Bau- und Umweltfachleuten abstimmen

Realistische Zeitplanung heißt: Neben Vorlesungen und Laborzeiten regelmäßig eigenständig lernen, Übungen rechnen und Projekte umsetzen. In Prüfungsphasen steigt der Aufwand deutlich; eine verlässliche Wochenroutine und klare Prioritäten erleichtern dir den Studienalltag – gerade, wenn du Job oder Ausbildung integrierst.

Was lernst du im Geotechnik und Angewandte Geologie an der Technischen Hochschule Georg Agricola?

Du verbindest Geowissenschaften mit Ingenieurmethoden: von Boden- und Felsmechanik über Baugrunduntersuchung bis Geothermie und Gewässerkunde. Du arbeitest mit Messgeräten, Software und im Labor – und setzt das Gelernte in Exkursionen und Projekten praktisch um. Der Studiengang umfasst 180 ECTS und schließt mit der Bachelorarbeit ab.

Natur- und Grundlagenblock: Mathematik, Physik und Chemie liefern die Basis für Berechnungen und Materialverständnis. Vermessungstechnik und Berechnungsverfahren versetzen dich in die Lage, geotechnische Aufgaben präzise zu quantifizieren und Ergebnisse verlässlich zu dokumentieren.

Geowissenschaften und Hydro-Themen: Allgemeine und angewandte Geologie, Hydrologie und Hydrochemie erklären Aufbau, Prozesse und Stoffflüsse in der Erdkruste. Du lernst, Gesteine, Böden und Grundwasser zu charakterisieren, Risiken (Setzung, Rutschung) einzuschätzen und Wasserhaushalte zu bewerten – zentral für Hochwasserschutz und Bauwerksgründungen.

Geotechnik und Baupraxis: Boden- und Felsmechanik, Erd- und Grundbau sowie Bauwesen verbinden Theorie und Anwendung. Inhalte wie Bohr- und Flachbohrtechnik, Baugrunduntersuchung, Labor- und Feldversuche sowie Standardsoftware und CAD zeigen, wie Fundamente, Hänge, Stützkonstruktionen oder Tunnel geplant und nachgewiesen werden.

Management, Recht und Sicherheit: Verwaltung und Bergrecht, BWL für Ingenieurinnen und Ingenieure, Führungslehre sowie Sicherheits- und Gesundheitskoordination runden dein Profil ab. Du lernst, Projekte zu steuern, Gutachten zu erstellen und rechtssicher zu agieren – Fähigkeiten, die in Ingenieurbüros und Behörden gefragt sind.

Methoden, Praxis und Abschluss: Hochschulinterne Praktika im „Labor Geotechnik und Nachbergbau“ und weiteren Laboren (z. B. Werkstofftechnik, Steine und Erden) gehören fest dazu. Du führst Versuche selbstständig durch, wertest sie aus und interpretierst sie fachlich. Projektarbeit, Exkursionen, das Kolloquium und die Bachelorarbeit verzahnen Theorie und Anwendung.

Vertiefungen und Wahlpflicht: Über Wahlpflichtmodule (mehrere Bereiche) profilierst du dich – etwa in Bohrtechnik/Geothermie, Baugrund und Gründung, Tunnel- und Spezialtiefbau oder wasserbezogenen Themen. Damit legst du die Schwerpunkte für deinen Berufseinstieg.

Besonderheiten: Die THGA garantiert im Vollzeitstudium eine 4-Tage-Woche. Optional startest du über den „Bachelor of Choice“ mit zwei Orientierungssemestern oder kombinierst im Praxisverbund Ausbildung und Studium. Der Studiengang ist staatlich anerkannt; die Weiterentwicklung befindet sich im Akkreditierungsverfahren mit positivem Votum der Agentur, die finale Entscheidung steht noch aus.

Wie läuft das Studium im Geotechnik und Angewandte Geologie ab?

Vollzeit-Präsenz mit 4-Tage-Woche oder Ausbildung plus Studium

Du studierst regulär sechs Semester in Vollzeit – mit einer fest verankerten 4-Tage-Woche. Alternativ wählst du das Ingenieurstudium im Praxisverbund: Du beginnst mit einer einschlägigen Ausbildung und steigst ab dem dritten Lehrjahr in das koordinierte Vollzeitstudium ein, erwirbst so zwei Abschlüsse und brauchst insgesamt länger als sechs Semester.

Studienort Bochum: Campus, Labore, Exkursionen

Der Studienort ist Bochum. Der Campus bietet spezialisierte Geo-Labore, insbesondere das Labor Geotechnik und Nachbergbau. Du arbeitest an geotechnischen Prüfgeräten, lernst aktuelle Software und Methoden kennen und nimmst an Exkursionen teil. Feldarbeit draußen, Laborarbeit an der Hochschule und Planen im „Büro-Setting“ greifen ineinander.

Betreuung und Lernformate

Lehrveranstaltungen kombinieren Vorlesungen, Übungen, Praktika und Projekteinheiten. In den Praktika wirst du angeleitet, Versuche selbstständig zu planen, durchzuführen und fachlich zu interpretieren. Der direkte Austausch mit Lehrenden ist Teil des Studienalltags – besonders in Laboren und Projektmodulen.

Prüfungsformen: Vom Laborprotokoll bis zum Kolloquium

Bewertet wird mit einem Mix aus Klausuren, mündlichen Prüfungen, Laborprotokollen und Projektleistungen. Zum Abschluss verfasst du die Bachelorarbeit und verteidigst sie im Kolloquium. Prüfmethoden sind eng an praktische Fragestellungen geknüpft – von der Versuchsdurchführung bis zur geotechnischen Berechnung.

Zeitaufwand, Starttermine und Flexibilität

Vollzeit bedeutet ein Wochenpensum wie an Hochschulen üblich, verteilt auf vier Präsenztage. Der Studienstart ist zum Winter- und Sommersemester möglich. Mehr Flexibilität bieten die ersten zwei Semester im Bachelor of Choice, in denen du zwischen zwei Studienrichtungen orientierst, bevor du dich festlegst. Präsenzphasen, Labore und Exkursionen sind obligatorisch.

Was kostet der Geotechnik und Angewandte Geologie an der Technischen Hochschule Georg Agricola?

Studiengebühren fallen nicht an. Du zahlst ausschließlich den Semesterbeitrag, der das Deutschland-Ticket enthält. In den Stammdaten sind 252 € pro Semester hinterlegt – über sechs Semester entspricht das 1.512 € Gesamtkosten für den Beitrag. Lehrmaterialien und persönliche Ausrüstung können zusätzlich ins Gewicht fallen.

Finanzierung ist entsprechend unkompliziert: Laufende Raten wie bei privaten Hochschulen entfallen, es bleibt bei den semesterweisen Beiträgen. Für den Lebensunterhalt kommen klassische Wege infrage – BAföG, Nebenjob, Werkstudierendentätigkeit oder Stipendien. Steuerliche Effekte spielen im Erststudium meist keine große Rolle; relevante Kosten entstehen primär durch den Semesterbeitrag und deine Lebenshaltung.

Einordnung im Vergleich: Staatliche Hochschulen erheben ähnlich strukturierte Semesterbeiträge. Private Anbieter in Ingenieurfächern liegen häufig bei 300–700 € monatlich Studienentgelt – über die Gesamtdauer ein deutlich höheres Kostenniveau. Wenn du Wert auf geringe Studienkosten legst, ist die THGA-Variante sehr günstig.

Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Geotechnik und Angewandte Geologie möglich?

Du qualifizierst dich für Ingenieurrollen in Planung, Gutachten, Bau und Ressourcenmanagement. Typische Arbeitgeber sind Geotechnik- und Umweltbüros, Bauunternehmen, Behörden, Energie- und Wasserwirtschaft sowie Forschungseinrichtungen. Einstiegsgehälter bewegen sich häufig zwischen 45.000 und 55.000 € brutto jährlich, mit Erfahrung sind 60.000 bis 80.000 € erreichbar – abhängig von Region, Tarifbindung und Projektverantwortung.

  • Baugrundingenieurin/Baugrundingenieur in Geotechnikbüros: Baugrunderkundung, Standsicherheitsnachweise, Gründungsberatung (ca. 48.000–68.000 €).
  • Hydrogeologin/Hydrogeologe in Wasserwirtschaft und Umweltgutachten: Grundwassermodelle, Hydrochemie, Hochwasserschutz (ca. 45.000–65.000 €).
  • Projektingenieurin/Projektingenieur Spezialtiefbau/Tunnelbau: Planung, Bemessung, Bauüberwachung (ca. 55.000–80.000 €).
  • Bohringenieurin/Bohringenieur Geothermie und Erkundung: Bohrplanung, Geothermieprojekte, Ressourcennutzung (ca. 50.000–75.000 €).
  • Umwelt- und Altlastenbearbeitung in Ingenieur- und Gutachterbüros: Boden-/Grundwasseranalytik, Sanierungskonzepte (ca. 45.000–65.000 €).

Master-Perspektive: Für den nächsten Schritt bietet sich an der THGA der Master „Georesource Engineering“ mit Schwerpunkt Geotechnik oder Nachbergbau an. Der Master erleichtert den Zugang zu Leitungsfunktionen, anspruchsvolleren Projektrollen und in Teilen des öffentlichen Dienstes zu höheren Laufbahnen.

Für wen lohnt sich der Geotechnik und Angewandte Geologie – und für wen nicht?

Das Studium zahlt sich aus, wenn du naturwissenschaftliche Grundlagen mit ingenieurpraktischer Arbeit verbinden willst – draußen im Feld, im Labor und in der Planung. Es ist eine gute Wahl, wenn du nachhaltiges Bauen, Geothermie, Grundwasser- und Hochwasserschutz oder Spezialtiefbau mitgestalten möchtest.

  • Wenn du ein praxisnahes Präsenzstudium mit Laboren, Exkursionen und Projekten suchst – inklusive 4-Tage-Woche im Vollzeitmodell.
  • Wenn du kostengünstig ohne Studiengebühren studieren willst und ein Semesterbeitrag mit Deutschland-Ticket für dich attraktiv ist.
  • Wenn du dich erst orientieren möchtest: Der Bachelor of Choice bietet zwei Einstiegssemester mit Entscheidung nach Grundlagen.
  • Wenn du eine Ausbildung mit Studium kombinieren willst und dir ein längerer, aber doppelter Abschlussweg zusagt (Praxisverbund).
  • Wenn dich Themen wie Baugrund, Geothermie, Tunnelbau oder Wasser/Umwelt fachlich reizen und du gerne analytisch arbeitest.

Nicht jede Erwartung passt zu diesem Studium. Präsenz, Labore und Exkursionen verlangen Zeit vor Ort; reine Online-Lernwünsche oder Abneigung gegen Mathe, Physik und Technik sind hier ein Nachteil. Auch der feste Studienort Bochum lässt sich nicht beliebig flexibilisieren.

  • Wenn du ein Fernstudium ohne Präsenzphasen suchst – Laborpraktika und Feldübungen sind hier fester Bestandteil.
  • Wenn du Mathe, Physik oder Technische Mechanik konsequent vermeiden willst – die Grundlagen sind prüfungsrelevant.
  • Wenn du maximale Ortsunabhängigkeit brauchst – der Studienort ist Bochum, mit verpflichtenden Terminen vor Ort.
  • Wenn du ein Programm mit reinem Management- oder BWL-Fokus erwartest – hier dominieren Geotechnik und Geowissenschaften.

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