Für wen eignet sich das berufsbegleitende Bachelorstudium Heil- und Inklusionspädagogik?
Das berufsbegleitende Studium „Heilpädagogik & inklusive Bildung (B.A.)“ an der Fachhochschule des Mittelstands richtet sich an erfahrene Fachkräfte aus dem pädagogischen Bereich – insbesondere an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger. Das Studienangebot spricht dich an, wenn du bereits professionell mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen im Sozial-, Bildungs- oder Gesundheitsbereich arbeitest und dich akademisch sowie praxisorientiert weiterqualifizieren möchtest. Die Zielgruppe umfasst vor allem Mitarbeitende in Krippen, Kindergärten, Horten, Heimen oder der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch Personen, die in inklusiven oder heilpädagogischen Arbeitsfeldern tätig sind und Leitungs- oder Fachberatungsaufgaben anstreben.
Zulassungsvoraussetzungen: Das musst du mitbringen
Für die Aufnahme in den Bachelorstudiengang „Heilpädagogik & inklusive Bildung“ gelten folgende Voraussetzungen:
- Abgeschlossene Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin / staatlich anerkannter Erzieher oder als staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin / staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger
Das Studium ist als Aufbaustudium konzipiert. Deshalb kannst du nur eingeschrieben werden, wenn du eine dieser beruflichen Qualifikationen nachweist. Ein (Fach-)Abitur ist nicht zwingend erforderlich. Auch ohne Abitur ist ein Zugang mit gültiger Berufsausbildung möglich. Die Inhalte deiner bisherigen Ausbildung werden anerkannt, sodass sich die Studiendauer auf zwei Jahre verkürzt (50 % der regulären Zeit).
Persönliche Voraussetzungen und Anforderungen
Neben den formalen Zugangsvoraussetzungen empfiehlt es sich, folgende persönliche Eigenschaften und Kompetenzen mitzubringen:
- Großes Interesse an inklusiver Bildung, Heilpädagogik und individuellen Förderkonzepten
- Bereitschaft zur kontinuierlichen persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung
- Motivation für ein Studium neben dem Beruf und gute Selbstorganisation
- Freude an der Arbeit mit Menschen verschiedener Altersstufen und Hintergründe
- Kommunikations- und Teamfähigkeit – insbesondere für die interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Offenheit für wissenschaftliches Arbeiten und den Transfer in die Praxis
Das Studium eignet sich vor allem für dich, wenn du deine berufliche Laufbahn in Richtung heilpädagogische Fachkraft, Inklusionsfachberatung, Leitung oder Weiterbildung im Bereich Bildung und Soziales ausbauen möchtest.
Was lernst du im Bachelor Heil- und Inklusionspädagogik?
Im Bachelorstudium „Heil- und Inklusionspädagogik“ an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) stehen inklusive Bildungs- und Erziehungsprozesse im Mittelpunkt. Ziel ist es, dich für die professionelle Arbeit mit Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Kontexten fit zu machen. Das Studium baut auf deiner abgeschlossenen Ausbildung als Erzieherin, Erzieher, Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger auf und anerkennt dabei zahlreiche Ausbildungsinhalte.
- Fachwissen Heilpädagogik: Geschichte und Theorien der Heilpädagogik, Entwicklungsförderung und Rehabilitation, medizinische Grundlagen, pädagogische Diagnostik.
- Inklusive Bildung: Denkansätze und Umsetzungsmöglichkeiten inklusiver Bildung und Erziehung, Diversity und Inklusion, entwicklungspsychologische Aspekte in Lebensphasen.
- Praxisbezug: Professionalisierung in der Inklusionspädagogik mit Fokus auf Elternarbeit, Teamarbeit, Gesprächsführung und praxisintegrierte Projekte.
- Managementkompetenzen: Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensgründung, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, rechtliche Grundlagen und Beratung.
- Wissenschaftliche & persönliche Entwicklung: Selbstmanagement, Professionalität und Leitungsidentität, wissenschaftliches Arbeiten, heilpädagogische Forschungsprojekte.
Durch die Anrechnung von Ausbildungsmodulen verkürzt sich das Studium um bis zu 50 %. Am Ende erhältst du neben dem „Bachelor of Arts“ zusätzlich die staatliche Anerkennung als Heilpädagogin oder Heilpädagoge.
Wie ist das berufsbegleitende Studium organisiert?
Der Studiengang ist berufsbegleitend gestaltet und ermöglicht es dir, deiner Arbeit weiter nachzugehen. Das Studium ist auf zwei Jahre (ab 24 Monate) angelegt und basiert auf einem Blended-Learning-Konzept:
- Kombistudium: Kombination aus Präsenzphasen am Campus, Live-Online-Seminaren und flexiblem Selbststudium über die FHM Online-University.
- Präsenzzeiten: Regelmäßige Präsenzwochenenden (freitags 13–19.45 Uhr, samstags 8.30–15.30 Uhr) und drei Präsenzwochen pro Jahr (Montag bis Samstag).
- Online-Anteile: Ca. zwei Onlinevorlesungen pro Monat am Abend (18–20.15 Uhr) sowie betreute Selbstlernphasen, sodass du unabhängig lernen kannst.
- Trimodulares System: Das Studium ist in Trimester unterteilt, was eine klare Planbarkeit ermöglicht. Die vorlesungsfreie Zeit liegt in den Ferienzeiten der Bundesländer.
Das Studienkonzept ist darauf ausgerichtet, Beruf, Familie und Studium bestmöglich zu vereinbaren. Studiengruppen und praxisnahe Projekte sorgen für einen engen Austausch und ermöglichen den Transfer in deinen Arbeitsalltag.
Welche Chancen hast du nach dem Studium?
Du qualifizierst dich für vielfältige Berufsfelder in der Heil- und Inklusionspädagogik. Typische Einsatzbereiche sind:
- Fachkraft in pädagogischen Einrichtungen (z. B. Krippe, Kindergarten, Hort, Heime)
- Fachberatung zu Integrations- und Inklusionsprozessen
- Fort- und Weiterbildung im heil- und inklusionspädagogischen Sektor
- Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe (z. B. Wohngruppen, Freizeitangebote)
- Arbeit in Familienberatung, Familienhilfe und (Früh-)förderung
Absolventinnen und Absolventen übernehmen häufig Funktionen in interdisziplinären Teams und gestalten inklusive Bildungsprozesse mit. Der Abschluss eröffnet zudem Perspektiven für Leitungsfunktionen und weiterführende pädagogische oder therapeutische Qualifikationen.
Standorte: Wo kannst du studieren?
Du kannst das berufsbegleitende Bachelorstudium an zwei Standorten absolvieren:
- Bamberg – Studium im Kombimodell (Präsenz, Online, Selbststudium)
- Rostock – gleiches Kombimodell
Beide Standorte der FHM bieten zentrumsnahe Lagen, familiäres Campusleben und gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Digitale Tools unterstützen dich beim Zugriff auf Kursinhalte und die Kommunikation im Studienalltag.
Welche Kosten entstehen?
Die Studiengebühren betragen aktuell 485 Euro pro Monat. Hinzu kommt eine Abschlussprüfungsgebühr von 500 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.140 Euro für das gesamte Studium (abgesehen von ggf. individuellen Anrechnungen oder Besonderheiten bei spezifischen Ausbildungswegen).
- Gesamtkosten: 12.140 Euro
- Abschlussprüfung: 500 Euro einmalig
- Studiengebühren: 485 Euro pro Monat
Für Absolventinnen und Absolventen bestimmter Fachschulen gibt es abweichende Gebührenmodelle (z. B. PKR Rostock). Es empfiehlt sich, sich individuell zur Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten wie BAföG, Stipendien oder Förderungen von Arbeitgeberseite beraten zu lassen.
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