Für wen eignet sich der Bachelor Computer Games Technology?
Der Bachelorstudiengang Computer Games Technology an der Fachhochschule Wedel richtet sich an Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die ein starkes Interesse an Informatik und Computerspielentwicklung mitbringen. Besonders geeignet ist das Programm für Menschen, die nachvollziehen möchten, wie komplexe Spieletechnologien, Computergrafik und Virtual-Reality-Anwendungen entstehen. Angesprochen werden sowohl Technikbegeisterte ohne Vorerfahrung in Programmierung als auch Bewerberinnen und Bewerber mit ersten Coding-Kenntnissen, die eine professionelle Karriere in der Games-Branche, Softwareentwicklung, IT-Industrie oder in angrenzenden Technologiefeldern anstreben. Auch Quereinsteiger aus technischen oder mathematisch-naturwissenschaftlichen Kontexten finden Zugang.
Welche formalen Voraussetzungen musst du erfüllen?
Für die Zulassung zum Bachelor Computer Games Technology benötigst du die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Das Studium ist zulassungsfrei, das heißt, es gibt keinen Numerus Clausus (NC). Darüber hinaus kann die Fachhochschule Wedel ein Auswahlverfahren durchführen, wenn die Bewerberzahl die verfügbaren Studienplätze übersteigt. Für das duale Studienmodell ist zusätzlich ein Vertrag mit einem kooperierenden Unternehmen nachzuweisen. Deutschkenntnisse müssen für nicht deutschsprachige Bewerberinnen und Bewerber auf dem Niveau C1 belegt werden, da die Unterrichtssprache Deutsch ist.
Du solltest logisches Denkvermögen, Durchhaltevermögen und Freude an mathematisch-technischen Fragestellungen mitbringen. Auch ohne Vorerfahrung in der Programmierung kannst du einsteigen, solltest aber Bereitschaft zeigen, dir technische Inhalte zügig anzueignen. Eigenständiges Arbeiten, Teamfähigkeit und gute Kommunikationsfähigkeiten sind im Studium und bei Projektarbeiten erforderlich. Ein ausgeprägtes Interesse an Computerspielen, Digitalisierung sowie die Motivation, kreative und innovative Lösungen zu entwickeln, helfen dir, den Studienalltag erfolgreich zu meistern. Neugier auf neue Technologien wie Virtual Reality oder Künstliche Intelligenz ist von Vorteil.
Welche Inhalte vermittelt das Bachelorstudium Computer Games Technology?
Im Bachelorstudiengang Computer Games Technology an der Fachhochschule Wedel lernst du alle technischen Grundlagen, die nötig sind, um professionelle Computerspiele zu entwickeln. Die zentralen Bereiche des Studiums sind:
- Informatik: Algorithmik, objektorientierte und systemnahe Programmierung, Programmstrukturen, Datenbanken, UNIX & Shell-Programmierung, Softwareentwicklung.
- Mathematik: Analysis, lineare Algebra, diskrete Mathematik, mathematische Modellierung für die Spielentwicklung.
- Computerspielentwicklung: Computergrafik (z. B. Computergrafik 1+2, Animation, Special Effects und Shader-Programmierung), Mensch-Maschine-Interaktion, Interaktive Geometrische Modellierung, Gamedesign, AI (Künstliche Intelligenz in Spielen), Virtual und Augmented Reality, Digital Content Production.
- Praxisphasen und Projekte: Praktika zu Virtual und Augmented Reality, Game Design-Projekte, Teamaufgaben im Medienlabor und Games Lab.
- Soft Skills & Recht: Kommunikation, Projektmanagement, Grundlagen des Medienrechts.
- Wahlmodule: Vertiefungen abhängig von Studieninteressen, z. B. neue Trends in der Spielebranche.
Du lernst, realitätsnahe 3D-Welten zu programmieren, Animationen zu erstellen sowie Interfaces und audio-visuelle Effekte professionell zu gestalten. Die Hochschule legt Wert auf eine ausgewogene Verbindung von Theorie und Praxis. Beispielprojekte, Teamarbeit und der Einsatz modernster Technik in Laboren fördern praxisrelevante Kompetenzen.
Wie ist der Ablauf und die Organisation des Studiums Computer Games Technology?
Das Studium ist auf sieben Semester in Vollzeit angelegt und kann alternativ als Teilzeit- oder duales Studium absolviert werden. Organisiert ist es wie folgt:
- Regelstudienzeit: Sieben Semester, inkl. Praxissemester und Bachelorarbeit.
- Studienstart: Jährlich zum Sommer- oder Wintersemester möglich.
- Sprache und Lehre: Unterrichtssprache ist Deutsch, die Ausbildung ist anwendungsorientiert gestaltet.
- Studienaufbau:
- 1.–3. Semester: Grundlagenausbildung in Mathematik, Informatik und technischen Fächern.
- Ab dem 4. Semester: Spezialisierung auf Computergrafik, Gamedesign, Animation, Virtual Reality und weitere juegospezifische Themen.
- Praxisphasen: Zahlreiche Übungen und Projekte, Arbeiten im Medienlabor, Games Lab und Virtual-Reality-Labor. Im siebten Semester Praxissemester (Betriebspraktikum) in einem Unternehmen, meist kombiniert mit der Bachelorarbeit.
- Bootcamps zum Studienstart: Die ersten Wochen dienen als praxisnaher Einstieg mit Schwerpunkten in Content Creation und Programmierung (intoCoding und Content & Creation).
- Duales Studium: Wechsel aus Praxisblöcken im Partnerunternehmen und Vorlesungen an der Hochschule, Unternehmen übernehmen meist die Studiengebühren.
- Internationalität: Ein Auslandssemester wird unterstützt.
Die Organisation legt Wert auf kleine Gruppengrößen, Teamarbeit und direkten Kontakt zu Lehrenden. Top-moderne Labore und eine offene Lernumgebung sorgen für ein praxisnahes Studium.
Welche Karrierewege stehen mit dem Abschluss in Computer Games Technology offen?
Mit dem Bachelorabschluss in Computer Games Technology verfügst du über ein breites Berufsspektrum in und außerhalb der Spielebranche. Typische Tätigkeitsfelder sind:
- Spieleentwicklung: Softwareentwickler und Programmierer für Computerspiele, Mobile Developer für Gaming-Apps, Level- oder Systemdesigner, Entwickler für KI oder Grafik-Engine.
- Simulations- und Visualisierungstechnik: Entwicklung von Simulationen für Medizin, Autoindustrie, Flugzeugbau, Architektur, z. B. Augmented Reality-Lösungen oder VR-Simulatoren.
- Medien- und Werbebranche: Computergrafik-Spezialist, Visual-Effects-Artist, Mitarbeit in Film- und Animationsproduktionen.
- IT in Beratung, Produktion, Projektmanagement: Tätigkeiten in IT-Unternehmen mit Schwerpunkt Computergrafik oder Medienentwicklung, Projektmanager in technologieorientierten Unternehmen.
- Start-up-Gründung: Die FH unterstützt eigene Geschäftsideen durch Beratung und Workshops rund ums Thema Entrepreneurship.
- Akademische Weiterbildung: Zugang zu Masterstudiengängen wie Informatik oder Game Development.
Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs genießen einen sehr guten Ruf in der Wirtschaft. Rund 90 % unterschreiben bereits vor Studienende einen Arbeitsvertrag. Die vielseitigen Kompetenzen ermöglichen auch Tätigkeiten in Randbereichen wie digitale Werbung oder industrielle Ausbildungsspiele (Serious Games).
Wo wird Computer Games Technology studiert und wie ist die räumliche Infrastruktur?
Das Studium findet direkt am Campus der Fachhochschule Wedel im schleswig-holsteinischen Wedel bei Hamburg statt. Die Hochschule bietet eine moderne, technisch optimal ausgestattete Infrastruktur auf über 20.000 Quadratmetern:
- Medienlabor: Video- und Audiostudios mit Greenbox, Licht- und Tontechnik.
- Games Lab: Arbeitsplätze mit aktueller Gaming- und Grafiktechnik, Interfaces zur Prototypentwicklung.
- Virtual-Reality-Labor: Begehbare VR-Umgebung (CAVE), interaktive Multi-User-Tische (CoBench), Entwicklungsmöglichkeiten für VR/AR-Projekte.
- Allgemeine Infrastruktur: Gruppenräume, Seminarräume, moderne Rechenzentren, gute Anbindung an Hamburg und die regionale Wirtschaft.
Im Rahmen des Studiums arbeitest du regelmäßig in den Laboren an eigenen und Gruppenprojekten. Ein Auslandssemester ist möglich und wird von der Hochschule unterstützt.
Wie hoch sind die Kosten für das Studium und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Für das Bachelorstudium Computer Games Technology an der Fachhochschule Wedel fallen folgende Kosten an:
- Semestergebühr (Vollzeit): 2.010 € pro Semester (7 Semester, insgesamt 14.070 €).
- Ratenzahlung: Ab dem 2. Semester kann in monatlichen Raten (335 €/Monat) gezahlt werden.
- Semesterticket: Kommt zu den Studiengebühren hinzu.
- Duales Studium: Die Studienkosten werden in der Regel vollständig vom Praxisunternehmen übernommen.
Zur Finanzierung stehen verschiedene Möglichkeiten offen, etwa BAföG, Studienkredite oder Stipendienprogramme der Hochschule und anderer Förderinstitutionen. Durch die praxisnahe Ausrichtung und die guten Berufsaussichten bietet das Studium eine solide Basis für eine schnelle Amortisation der Ausbildungskosten nach dem Abschluss.
Studienberatung
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Torsten Schütt
Partnerstipendium: In Zusammenarbeit mit BIT-SERV und Hapag-Lloyd vergibt die FH Wedel jährlich bis zu sechs Stipendien an Bachelor-Studierende in informatikorientierten Fachrichtungen. Die Unternehmen übernehmen die Studiengebühren für sieben Semester, und die Stipendiaten arbeiten während ihres Studiums in den Unternehmen, wobei die Praxisphasen zusätzlich vergütet werden.
Wedel Bildungsfonds: Dieser Fonds finanziert das Studium an der FH Wedel vor, und die Rückzahlung erfolgt einkommensabhängig nach dem Berufseinstieg. Die Rückzahlungsdauer beträgt regulär sieben Jahre für Bachelor-Absolventen und fünf Jahre für Master-Absolventen. Zahlungen werden aufgeschoben, wenn das Einkommen unter eine Mindestgrenze von 25.000 Euro fällt. Nach 20 Jahren endet die Rückzahlungsverpflichtung unabhängig von der zurückgezahlten Summe, die maximal das Doppelte der Studiengebühren betragen kann.
Darlehen vom Wedeler Hochschulbund e.V. (WHB): Der Förderverein der FH Wedel vergibt Darlehen für verschiedene Zwecke, wie z.B. Auslandsaufenthalte an Partnerhochschulen, Master-Studiengänge oder Materialkosten während der Abschlussarbeit. Die Höhe der Darlehen ist von den Studienleistungen abhängig.
BAföG: Studierende können unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) erhalten, das teilweise als Zuschuss und teilweise als rückzahlbares Darlehen gewährt wird.
Stipendien: Es gibt zahlreiche Stipendiengeber, wie z.B. das Deutschlandstipendium, Stiftungen der politischen Parteien, kirchliche Stiftungen und Begabtenförderungswerke, die Studierende aufgrund verschiedener Kriterien wie Leistung, Bedürftigkeit oder soziales Engagement unterstützen.
Studienkredite: Studienkredite von Banken oder der KfW-Bankengruppe bieten eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums. Diese Kredite sind speziell auf Studierende zugeschnitten und bieten oft günstige Konditionen.
Arbeitgeberfinanziertes Studium: In manchen Fällen sind Arbeitgeber bereit, die Studiengebühren ganz oder teilweise zu übernehmen, besonders bei dualen Studiengängen oder wenn das Studium im Interesse des Unternehmens liegt.
Diese verschiedenen Finanzierungsoptionen bieten Studierenden der FH Wedel flexible Möglichkeiten, ihre Studiengebühren zu reduzieren und finanzielle Unterstützung zu erhalten. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig über die jeweiligen Bewerbungsfristen und -bedingungen zu informieren und die für sich passende Unterstützung auszuwählen.