Wer profitiert vom dualen Studium Bewegungs- und Sportpädagogik?
Das duale Bachelorstudium Bewegungs- und Sportpädagogik an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam richtet sich an Menschen, die Bewegung als Bildungs- und Förderinstrument einsetzen möchten. Du gehörst zur Zielgruppe, wenn du pädagogische Arbeit mit sportbezogenen Inhalten kombinieren willst – zum Beispiel im Rahmen von Kindergärten, Schulen, Sportvereinen, sozialen Einrichtungen, Seniorenzentren oder der Freizeitbranche. Besonders geeignet ist das Studium für motivierte Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie für Berufstätige oder Ehrenamtliche mit sport- und sozialpädagogischen Vorerfahrungen, die ihre Kompetenzen akademisch vertiefen und berufliche Praxis systematisch mit wissenschaftlicher Qualifikation verbinden wollen.
Mit welchen Abschlüssen und Nachweisen kannst du dich bewerben?
Um zum Studium zugelassen zu werden, musst du eine schulische oder berufliche Hochschulzugangsberechtigung vorlegen. Das erfüllt einer der folgenden Abschlüsse:
- allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- fachgebundene Hochschulreife
- Fachhochschulreife
- fachgebundene Fachhochschulreife (je nach Fachrichtung)
- ohne Abitur: Abschluss der Sekundarstufe I sowie eine fachlich geeignete, abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zweijährige Berufserfahrung
- Meisterprüfung oder gleichwertiger Berufsabschluss
- bereits vorhandener berufsqualifizierender Hochschulabschluss
Zusätzlich benötigst du spätestens zum Studienstart einen Praxispartner aus einem einschlägigen Berufsfeld (z. B. Sportverein, soziale Einrichtung, Bildungsinstitution). Das Auswahlverfahren der Hochschule berücksichtigt außerdem die erreichten Schulnoten, dein Motivationsschreiben, sport- oder berufspraktische Erfahrungen (etwa Lizenzen, Zertifikate), ehrenamtliches Engagement und – falls vorhanden – Empfehlungen (z. B. Landessportbund).
Von dir werden Interesse an pädagogischen und sportlichen Fragestellungen, Durchhaltevermögen im dualen Studienformat sowie praktische Motivation erwartet. Hilfreich sind Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen oder anderen Zielgruppen – etwa aus Sportvereinen, Ehrenamt oder sozialer Arbeit. Du solltest Teamfähigkeit und Kommunikationsgeschick mitbringen, offen für neue Methoden sein und Freude daran haben, andere zu motivieren und bei deren Entwicklung zu begleiten. Ein ausgeprägtes Organisationstalent sowie selbstständiges Arbeiten sind vorteilhaft, um Theorie- und Praxisphasen erfolgreich zu verbinden.
Welche Inhalte vermittelt das Bachelorstudium Bewegungs- und Sportpädagogik?
Das duale Bachelorstudium Bewegungs- und Sportpädagogik an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam vermittelt dir fundiertes Wissen im Schnittfeld von Bewegung, Sport und Pädagogik. Im Fokus stehen sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisorientierte Anwendungsmöglichkeiten in erzieherischen und sozialen Handlungsfeldern. Du erwirbst Kompetenzen aus folgenden Bereichen:
- Sportwissenschaftliche Grundlagen: Motorik, Biomechanik, funktionelle Systeme, Motivation und Kommunikation
- Pädagogik und Didaktik: Methoden, Zielgruppenorientierung und Gestaltung von Bildungsprozessen
- Sozialwirtschaft und Recht: Strukturen des Sozialwesens und rechtliche Rahmenbedingungen im Sport
- Projektmanagement und Methoden der Veranstaltungsorganisation
- Kommunikation und Selbstmanagement: Präsentations-, Moderations- und Zeitmanagementtechniken
- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit im Kontext von Sport und Bewegung
- Energie- und Stoffwechselsysteme, psychoregulative Verfahren, digitale Medien und Englisch
- Bewegungsangebote gestalten: Förderung von Entwicklung und Teilhabe bei Heranwachsenden, Arbeit mit heterogenen Gruppen, Einsatz von Spiel, Sport und Bewegung als Bildungs- und Förderinstrumente
- Existenzgründung und aktuelle Trendsportarten
Du erhältst zusätzlich die Möglichkeit, bundesweit anerkannte Zusatzqualifikationen zu erwerben, darunter die DOSB Übungsleiter B-Lizenz „Sport in der Ganztagsschule“ sowie das Zertifikat Ernährungsberater:in der ESAB. Damit bist du optimal darauf vorbereitet, dich auf individuelle Zielgruppen einzustellen und Bewegungsangebote in sozialen und pädagogischen Kontexten zu konzipieren und durchzuführen.
Wie ist das duale Studium Bewegungs- und Sportpädagogik organisiert?
Der Studiengang ist als duales Studium mit innovativem Blended-Learning-Konzept angelegt. Er verbindet Hochschulstudium, praxisbezogene Ausbildung und den Erwerb von Zusatzqualifikationen. Die Studiendauer beträgt sechs Semester (drei Jahre) und umfasst 180 ECTS-Punkte.
- Regelmäßiger Wechsel zwischen Praxis- und Präsenzphasen: Vier Wochen Praxisphase bei deiner Praxispartnerin beziehungsweise deinem Praxispartner, gefolgt von einer Woche Präsenzlehre an der Hochschule in Potsdam.
- Online-Selbststudium: Begleitende E-Learning-Elemente ermöglichen eine flexible und individuelle Einteilung der Lernzeit.
- Durchschnittlich 25 Stunden Praxisarbeit pro Woche ermöglichen dir gleichzeitig fundierte Arbeitserfahrung und persönlichen Ausgleich.
- Dreifachqualifikation optional: Studienabschluss, IHK-Berufsausbildung und DOSB-Lizenzen in einem Studiengang möglich.
- Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester (1. Oktober).
Der besondere Rhythmus des dualen Systems erlaubt es dir, Theorie und Praxis eng miteinander zu verzahnen. Das Studium eignet sich besonders für Personen, die bereits früh Berufserfahrung sammeln und sich gezielt auf Tätigkeiten im Sport-, Bildungs- oder Sozialbereich vorbereiten möchten.
Mit welchem Berufsfeld kannst du als Absolventin oder Absolvent rechnen?
Mit dem Abschluss „Bachelor of Arts Bewegungs- und Sportpädagogik“ qualifizierst du dich für vielseitige Fach- und Führungsaufgaben in pädagogischen und sportlichen Einrichtungen. Typische Einsatzgebiete sind:
- Bewegungserziehung in Kindergärten, Horten sowie in Jugendclubs, sozialen Projekten und Wohngruppen
- Arbeit mit Seniorinnen und Senioren, Familien oder in Mehrgenerationenhäusern
- Tätigkeiten im Sportverein, in Sportverbänden, an Sportschulen oder in professionellen Sportmannschaften
- Tourismus- und Freizeitbranche: Organisation und Durchführung von Bewegungsangeboten in Ferienanlagen, Hotels und Freizeiteinrichtungen
- Öffentliche Einrichtungen: Sportämter, Hochschulen, Krankenhäuser oder Forschungseinrichtungen
- Bewegungstherapie für Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie für Menschen mit Handicap
- Referententätigkeiten in Sportämtern und öffentlichen Sozial- oder Freizeiteinrichtungen
Dank des dualen Aufbaus und der engen Praxisintegration sammelst du bereits während des Studiums umfangreiche Praxiserfahrung, die dir den Einstieg in das Berufsleben erleichtert und deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht.
Wie ist der Studienort Potsdam in das Studienmodell eingebunden?
Der Studienort Potsdam bildet das zentrale Zentrum der Präsenzlehre im Bachelorstudiengang Bewegungs- und Sportpädagogik. Die Hochschule befindet sich am Olympischen Weg 7 in Potsdam, was eine gute Anbindung und Vernetzung mit sportlichen Institutionen in der Region ermöglicht. Die Organisation sieht vor:
- Präsenzphasen an der Fachhochschule in Potsdam (eine Woche pro Block)
- Praxisphasen bei einem ausgewählten Praxispartner – etwa Kindergärten, Vereinen, öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen der Freizeit- und Gesundheitsbranche (deutschlandweit möglich)
- Individuelle Betreuung und Studienberatung vor Ort durch das Team der Hochschule
Die technische und infrastrukturelle Ausstattung der FHSMP ist auf die Anforderungen eines praxisnahen und digitalen Studiums ausgerichtet, wodurch ein moderner Studienalltag gewährleistet wird.
Welche Kosten fallen für das Studium an und welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Für den Bachelor Bewegungs- und Sportpädagogik an der FHSMP beträgt die monatliche Studiengebühr 499 €. Im Rahmen des All-Inclusive-Prinzips der Hochschule sind sämtliche Studienleistungen, Prüfungsgebühren und weitere relevante Kosten während der Regelstudienzeit bereits abgedeckt. Es fallen während der Regelstudienzeit keine Zusatzgebühren an und die Studiengebühr bleibt währenddessen konstant.
- Kostenübernahme durch den Praxispartner: In der Regel übernehmen Praxisbetriebe die Studiengebühren für ihre dual Studierenden vollständig.
- Ausbildungsvergütung möglich: Viele Praxispartner zahlen ihren Studierenden eine zusätzliche Ausbildungsvergütung.
- Weitere Finanzierungswege: Neben dem Gehalt des Praxispartners können staatliche Förderungen wie BAföG, Stipendien oder Bildungskredite in Anspruch genommen werden.
Mit diesem Modell wird die finanzielle Belastung für dich als Studierende oder Studierender deutlich reduziert. Dadurch steht das Sammeln von Praxiserfahrung und der Erwerb der wissenschaftlichen Qualifikation im Vordergrund.
Studienberatung
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