Wer profitiert vom ausbildungsbegleitenden Bachelor Pflege?
Das ausbildungsbegleitende Bachelorstudium Pflege richtet sich an angehende Pflegefachkräfte, die ihre Pflege-Ausbildung direkt mit einem wissenschaftlich fundierten Studium verbinden wollen. Du bist hier richtig, wenn du engagiert im Pflegebereich arbeiten und dich frühzeitig für weiterführende Aufgaben, Leitungspositionen oder für die Qualitätssicherung und Forschung in der Pflege qualifizieren möchtest. Besonders geeignet ist das Studium, wenn du deine Ausbildung an einer Pflegeschule beginnst und parallel deine akademische Karriere starten willst – unabhängig davon, ob du dich später klinisch, im Management oder in der Pflegeinnovation spezialisieren möchtest.
Zulassung: Was musst du formal mitbringen?
Für die Zulassung zum ausbildungsbegleitenden Bachelorstudium Pflege gelten folgende Bedingungen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Hochschulzugangsberechtigung
- Alternativ Hochschulzugang für qualifizierte Berufstätige: Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung sowie Bestehen einer Eignungsprüfung (bei fehlender Hochschulzugangsberechtigung)
- Ausbildungsplatz an einer Pflegeschule, wobei Ausbildungs- und Studienstart maximal ein paar Monate auseinanderliegen dürfen
- Für internationale Bewerberinnen und Bewerber: Sprachniveau Deutsch C1 nachweisen
- Einzureichen sind zudem ein aktueller Lebenslauf mit Passfoto und eine Ausweiskopie (bzw. National Identity Card)
Persönlich solltest du Bereitschaft für eigenverantwortliches, aktives Lernen sowie Belastbarkeit und Organisationstalent mitbringen. Hilfreich sind kommunikative Fähigkeiten, Empathie für den Kontakt mit Patientinnen, Patienten und Kolleginnen oder Kollegen und Interesse an wissenschaftlichen Fragestellungen und Innovationen im Pflegebereich. Erfahrung im Umgang mit digitalen Anwendungen im Pflege- und Lernkontext ist vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich.
Welche Inhalte und Kompetenzen vermittelt das ausbildungsbegleitende Pflege-Studium?
Im ausbildungsbegleitenden Bachelor-Studium Pflege erwirbst du wissenschaftliche, methodische und praktische Kompetenzen für eine moderne Pflegepraxis. Das Studium gliedert sich in die vier Bereiche Pflegewissenschaft und -forschung, Praxisanleitung, Pflegepraxis und Pflegetheorie:
- Pflegewissenschaft und -forschung: Du setzt dich mit wissenschaftlichen Methoden, Forschungsprozessen und Evidenzbasierung auseinander. Ziel ist die analytische Reflexion pflegerischer Phänomene und die Gestaltung einer forschungsorientierten Praxis.
- Praxisanleitung: Du lernst, Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler sowie Kolleginnen und Kollegen kompetent anzuleiten, zu beraten und zu beurteilen. Der Bereich umfasst Inhalte zur Qualifizierung als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter (300 Stunden Theorie).
- Pflegepraxis: Im Rahmen berufsfeldbezogener Projekte übst du das direkte Anwenden und Übertragen wissenschaftlicher Erkenntnisse auf die praktische Pflegearbeit.
- Pflegetheorie: Du erhältst eine fundierte theoretische Basis in pflegerelevanten Modellen, Konzepten und Handlungsansätzen.
Im Laufe des Studiums entscheidest du dich für einen von zwei Schwerpunkten:
- Pflegemanagement: Für spätere Leitungsaufgaben. Du lernst Personalentwicklung, ökonomische Steuerung, Führung und die Umsetzung pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse im Arbeitsalltag. Die Inhalte werden im Umfang von 900 Stunden vermittelt.
- Pflegequalität und Pflegesteuerung: Hier beschäftigst du dich mit Qualitätsentwicklung, Prozesssteuerung und innovativen Versorgungskonzepten. Es erfolgt eine Analyse nationaler und internationaler Settings.
Beide Schwerpunkte beinhalten außerdem die theoretischen Inhalte zur Anerkennung als Pflegeberaterin oder Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
Wie ist der Ablauf und die Struktur des ausbildungsbegleitenden Pflege-Bachelors?
Das Studium ist auf sieben Semester (dreieinhalb Jahre) angelegt und verläuft zeitlich parallel bzw. teils anschließend an deine Pflegeausbildung. Die wichtigsten Eckdaten zum Ablauf:
- Die ersten sechs Semester laufen begleitend zu deiner dreijährigen Berufsausbildung in der Pflege.
- Lehrveranstaltungen finden blockweise statt: Einmal pro Monat an drei aufeinanderfolgenden Tagen am Campus (z. B. Donnerstag bis Samstag).
- Theorie- und Praxisanteile sind eng verzahnt, sodass du Gelerntes direkt im Berufsalltag anwenden kannst.
- Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung folgt das siebte Semester parallel zur Berufstätigkeit, bis du den Abschluss „Bachelor of Science“ erreichst.
- Die Standorte sind Gera und Köln; in Köln wird derzeit ausschließlich der Schwerpunkt Pflegemanagement angeboten.
- Das Studium ist deutschsprachig und umfasst insgesamt 180 ECTS-Punkte.
- Das SRH-CORE-Prinzip unterstützt eigenverantwortliches, aktives Lernen und die direkte Praxisanwendung von Studieninhalten.
Welche Karrierewege eröffnet der Bachelor Pflege ausbildungsbegleitend?
Absolventinnen und Absolventen des ausbildungsbegleitenden B.Sc. Pflege sind für vielfältige Tätigkeitsfelder qualifiziert. Die praxisnahe, wissenschaftliche Ausbildung und die mögliche Schwerpunktsetzung ermöglichen folgende Perspektiven:
- Klinische Pflegepraxis: Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Pflege, Evaluation und Optimierung von Pflegeinterventionen.
- Projektleitung und -management: Steuerung von Projekten zu klinischen Fragestellungen, aktive Gestaltung von Veränderungsprozessen im Gesundheitswesen.
- Qualitätsmanagement, Controlling, Case Management: Übernahme von Steuerungs- und Analyseaufgaben in Pflegeeinrichtungen, Initiierung von Verbesserungsmaßnahmen.
- Beratung und Gutachten: Tätigkeit als Pflegeberaterin oder Gutachterin, z. B. für Krankenkassen, Krankenhäuser oder Behörden.
- Tätigkeit bei Pflege- und Krankenkassen
- Pädagogische Qualifikation: Mit Zusatzqualifikation als Praxisanleiterin/Praxisanleiter, Möglichkeit zum Einstieg in die Aus- und Weiterbildung in Gesundheitsberufen.
- Pflegeforschung: Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten, Entwicklung und Implementierung innovativer Versorgungskonzepte.
- Leitungs- und Führungsaufgaben: Insbesondere mit dem Schwerpunkt Pflegemanagement: von der Stationsleitung über die Pflegedienstleitung bis zur Geschäftsführung oder zur Gründung eines eigenen ambulanten Pflegedienstes.
- Weiterqualifizierung: Der Bachelor berechtigt zur Aufnahme eines konsekutiven Masterstudiums, z. B. in Pflegepädagogik, Management im Gesundheitswesen oder Pflegewissenschaft.
Mit welchen Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten solltest du rechnen?
Für das ausbildungsbegleitende Bachelor-Studium Pflege an der SRH University zahlst du:
- 390 € pro Monat über die gesamte Studiendauer (7 Semester = 42 Monate, Stand 2024).
- Einmalige Immatrikulationsgebühr: 750 € (für Nicht-EWR-Staatsangehörige: 1.000 € und Vorauszahlung der Studiengebühr für das erste Semester).
- Im Studienbeitrag enthalten sind alle Lehrmaterialien sowie die Prüfungsgebühren (keine zusätzlichen Kosten für Wiederholungsprüfungen oder Abschlussarbeit).
Zur Finanzierung gibt es verschiedene Optionen:
- Arbeitgeber-Zuschuss: Viele Arbeitgeber fördern Mitarbeitende finanziell; rechtzeitige Anfrage beim Ausbildungsbetrieb wird empfohlen.
- Staatliche Fördermittel: BAföG, Bildungskreditprogramme oder Stipendien für Studierende im Gesundheitswesen können in Anspruch genommen werden.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Studienkosten und Aufwendungen für die Ausbildung sind in der Regel als Werbungskosten bzw. Sonderausgaben steuerlich geltend zu machen.
Der monatliche Beitrag bleibt während der gesamten Studiendauer garantiert stabil, sodass du eine langfristige Planungssicherheit hast.
Studienberatung
Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Studium oder die Redaktion wird dir antworten.