Die Barenboim-Said Akademie (BSA) ist eine staatlich anerkannte künstlerische Hochschule in Berlin-Mitte mit einem einzigartigen Bildungskonzept, das eine hochqualifizierte musikalische Ausbildung mit einem interdisziplinären geisteswissenschaftlichen Studium kombiniert. Sie wurde 2016 gegründet und ist nach dem Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim sowie dem Literaturwissenschaftler Edward W. Said benannt. Ziel der Akademie ist es, junge Musiker:innen zu fördern und durch Bildung und Musik einen Beitrag zu interkulturellem Verständnis und Dialog zu leisten.
Der Sitz der Akademie liegt an der Französischen Straße in Berlin-Mitte. Im Wintersemester 2024/25 zählte die Hochschule 82 Studierende.
Die Akademie befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, dem ehemaligen Kulissendepot der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Das Gebäude wurde 2014–2015 nach den Entwürfen des Stararchitekten Frank Gehry und in Zusammenarbeit mit dem Büro HG Merz vollständig entkernt und für den akademischen Betrieb neu gestaltet. Die äußere Fassade blieb aufgrund des Denkmalschutzes erhalten. Das Innere beherbergt heute einen Hörsaal, das Mozart Auditorium, zahlreiche Seminarräume, 21 Übungsräume, eine Bibliothek mit Computerarbeitsplätzen sowie den Pierre Boulez Saal als zentralen Konzert- und Veranstaltungsraum.
Der Pierre Boulez Saal ist ein elliptisch gestalteter Kammermusiksaal mit bis zu 682 Plätzen, dessen Bauweise ein intimes Musikerlebnis ermöglicht. Die akustische Gestaltung wurde vom renommierten Akustiker Yasuhisa Toyota übernommen. Die Sitzreihen und die zentrale Bühne sind flexibel anpassbar, was eine Vielzahl musikalischer und akademischer Veranstaltungen ermöglicht. Der Saal dient nicht nur den Studierenden als Aufführungsort, sondern ist auch öffentlich zugänglich und Austragungsort von Konzerten, Vorträgen und Symposien.
Die BSA bietet vier Studienprogramme an: den staatlich anerkannten, vierjährigen Bachelor of Music, das zweijährige Master of Music-Programm, ein einjähriges Artist Diploma sowie ein einjähriges Preparatory Program zur Studienvorbereitung. Der musikalische Unterricht umfasst alle Orchesterinstrumente, Klavier und Komposition und wird von international renommierten Dozierenden erteilt. Viele Fakultätsmitglieder sind aktive Mitglieder führender Orchester wie der Berliner Philharmoniker, der Berliner Staatskapelle oder des London Philharmonic Orchestra.
Ein zentrales Element aller Studiengänge ist das interdisziplinäre Humanities Program. Es vermittelt geisteswissenschaftliche Inhalte in den Fächern Philosophie, Geschichte und Literatur. Im Bachelor- und Masterstudium sind diese Inhalte fest im Curriculum verankert und beinhalten Pflicht- und Wahlkurse sowie Abschlussarbeiten. Die geisteswissenschaftliche Lehre fördert kritisches Denken, interkulturelle Kompetenzen und den intellektuellen Austausch unter den Studierenden. Besondere Veranstaltungen wie das Akademie-Forum oder die Edward W. Said Days bieten zusätzliche Plattformen für Diskussion und kulturellen Dialog.
Die Aufnahme in die BSA erfolgt über ein zweistufiges Auswahlverfahren mit Bewerbung und Vorspiel. Bewerbungen sind jeweils im Herbst für das folgende Wintersemester möglich. Es bestehen keine Studiengebühren. Studierende im Bachelor of Music und im Preparatory Program erhalten ein monatliches Stipendium sowie Wohnraum in Akademie-eigenen Wohngemeinschaften in Berlin-Mitte. Für Studierende im Master of Music oder Artist Diploma stehen begrenzt externe Stipendien zur Verfügung.
Das pädagogische Leitbild der Barenboim-Said Akademie basiert auf der Überzeugung, dass musikalische und geisteswissenschaftliche Bildung sich gegenseitig ergänzen. Die Akademie sieht Musik als Medium der Verständigung und des interkulturellen Austauschs. Sie ist Teil eines größeren Netzwerks, zu dem auch das von Barenboim und Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra sowie die Barenboim-Said Foundation gehören.
Die Barenboim-Said Akademie verbindet akademische Exzellenz mit einem gesellschaftlich relevanten Bildungsauftrag und versteht sich als Ort der kulturellen Begegnung, Reflexion und künstlerischen Entwicklung. Die Akademie wird durch die Barenboim-Said Akademie gGmbH getragen und institutionell vom Bund gefördert. Das Auswärtige Amt übernimmt die Finanzierung der Stipendien.
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