Für wen eignet sich der B.Eng. Elektrotechnik im Fernstudium?
Das Studium passt zu dir, wenn du schon im Technikumfeld arbeitest oder den Einstieg planst. Ideal bist du, wenn du als Elektronikerin oder Elektroniker, Mechatronikerin oder Mechatroniker in Instandhaltung, Produktion oder Automatisierung tätig bist und dich für Entwicklungs- und Projektaufgaben qualifizieren willst. Ebenso geeignet ist es für IT-Profis und Technikerinnen und Techniker, die Embedded Systems, Sensorik oder Robotik fundiert verstehen möchten – etwa für IoT- oder Test-Engineering. Auch wenn du nach dem Abitur ein ortsunabhängiges Studium mit starkem Praxisbezug suchst und früh als Werkstudent arbeiten willst, bietet dir der Studiengang einen klar strukturierten Weg in die Elektrotechnik.
Zulassungsvoraussetzungen
Du startest ohne NC, je nach Vorbildung direkt oder über alternative Zugangswege:
- Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife – direkter Zugang ins Bachelorstudium.
- Ohne Abitur: Meisterbrief, eine Aufstiegsfortbildung (z. B. IHK-Fachwirt) oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung plus mindestens drei Jahre Berufserfahrung (Vollzeit). Je nach Vorbildung ist ein Probestudium vorgesehen.
- Internationale Bewerbungen für das deutschsprachige Programm: Deutschnachweis auf B2-Niveau, akzeptiert werden u. a. TestDaF (mind. 3 in allen Teilbereichen), DSH 1, telc Deutsch B2 oder ÖSD B2. Der Nachweis muss vor Studienstart vorliegen und ist in der Regel höchstens fünf Jahre alt.
- Anrechnung vorhandener Vorleistungen (z. B. Ausbildung, Weiterbildung, bereits erbrachte Studienleistungen) ist möglich – mit Zeitgewinn und Kostenersparnis von 30 € je anerkanntem ECTS.
Persönliche Voraussetzungen
Worauf es im Studienalltag ankommt: solide Grundlagen in Mathematik (Analysis, Lineare Algebra) und Physik, Freude an Schaltungstechnik, Regelungstechnik und Feldern sowie die Bereitschaft, dich in Programmierung (Python, C/C++) und Simulations-Tools einzuarbeiten. Du solltest strukturiert lernen, komplexe Probleme schrittweise zerlegen und Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren – Fähigkeiten, die in Projekten zu Sensorik, Embedded Systems oder Energietechnik ständig gefragt sind.
Plane deinen Aufwand realistisch: im Vollzeitmodell rund 40 Stunden pro Woche, in Teilzeit I etwa 30 Stunden, in Teilzeit II circa 20 Stunden. Vor Prüfungen und in Projektmodulen steigt das Pensum temporär an. Hilfreich sind ein fester Wochenplan, 2–3 fokussierte Lernblöcke, regelmäßige Selbsttests und Pufferzeiten für Wiederholungen. Da das Studium über 36 bis 72 Monate und 180 ECTS umfasst, zählen Durchhaltevermögen, Selbstorganisation und eine klare Priorisierung im Alltag – besonders, wenn du parallel arbeitest. Wenn dich technische Neugier, Präzision und die Lust auf praxisnahe Problemlösung antreiben, bringst du genau das mit, was für den erfolgreichen Abschluss entscheidend ist.
Was lernst du im Bachelor Elektrotechnik an der IU Internationale Hochschule?
Du erwirbst systematisch Wissen zu elektrischen und elektronischen Schaltungen, Feldern und Systemen – ergänzt um Programmierung, Regelungstechnik und Embedded Systems. Ab dem ersten Jahr arbeitest du mit Industriestandards und Software-Tools und setzt das Gelernte in Projekten um, bevor du mit Wahlpflichtbereichen profilierst und die Bachelorarbeit abschließt.
Grundlagen und Systemverständnis: Von linearer Elektrotechnik, Analysis/Linearer Algebra und Signale & Systeme bis zu elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern. Ziel ist, Felder, Schaltungen und Systemverhalten konsistent zu modellieren und zu berechnen.
Elektronik und Schaltungstechnik: Halbleiterphysik, elektronische Schaltungselemente, Transistorschaltungen sowie Operationsverstärker. Du nutzt Simulationen für Entwurf, Verifikation und Optimierung und überführst Konzepte in realisierbare Schaltungen.
Mess-, Regel- und Informationstechnik: Elektrische Messtechnik (als Projekt), Digital- und Informationstechnik, Regelungstechnik sowie Sensorik. Damit planst du Signalwege, Messaufbauten und Regler, inklusive Frequenzanalyse (Laplace/Fourier) und Robustheit.
Software und Embedded Systems: Programmierung mit Python und C/C++, Embedded Systems, Mikrocontroller und logische Schaltungen. Du verbindest Hardware-nahe Entwicklung mit Software-Paradigmen und testest Funktionen auf Boards.
Praxis- und Methodenkompetenz: Projektmodule (Simulation, Realisierung von Schaltungen, C/C++-Projekt) trainieren Anwendung und Teamarbeit. Wissenschaftliches Arbeiten, kollaboratives Arbeiten und ein Seminar zu aktuellen Themen schärfen Analyse und Dokumentation. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit (180 ECTS insgesamt).
Vertiefungen und Wahlpflicht: Du kannst dich u. a. in Energietechnik, Informationstechnik, Mikroelektronik oder Robotik & Automatisierung spezialisieren. Erweiterungen sind möglich, etwa in IT-Sicherheit, Erneuerbare Energien, Mechatronik oder Nachrichtentechnik. So passt du dein Profil an Branchenfelder wie Industrie 4.0, Elektromobilität oder IoT an.
Formale Anerkennung: Das Fernstudium ist staatlich anerkannt und für den Fernunterricht durch die ZFU registriert (ZFU-Nummer 1117121c). Der Abschluss ist ein Bachelor of Engineering.
Wie läuft das Studium im Bachelor Elektrotechnik ab?
Du studierst als Fernstudium vollständig online – mit Start „ab heute“ oder zu deinem Wunschtermin. Lehrinhalte kommen über digitalen Campus, Live-Formate und Selbststudium. Prüfungen legst du online 24/7 oder an einem Prüfungszentrum ab; eine Präsenzpflicht am Campus besteht nicht.
Studienform und Zeitmodelle
Es stehen drei Zeitmodelle zur Wahl: Vollzeit (36 Monate), Teilzeit I (48 Monate) und Teilzeit II (72 Monate). Der wöchentliche Workload liegt je nach Modell bei etwa 40, 30 oder 20 Stunden. Eine kostenlose Verlängerung ist möglich, Urlaubssemester sind vorgesehen.
Lernumgebung und Betreuung
Du lernst auf dem Online-Campus mit Skripten, Videos, Übungen und interaktiven Sessions. Begleitend nutzt du die Lern-KI „Syntea“ für Verständnisfragen und Übungsfeedback. Austausch mit Lehrenden und Studierenden findet in Foren, Live-Tutorien und virtuellen Veranstaltungen statt.
Prüfungen und Studienleistungen
Leistungsnachweise bestehen aus Online-Klausuren, mündlichen Online-Prüfungen, Hausarbeiten, Projektberichten und Seminarleistungen. Für viele Module kannst du Prüfungstermine flexibel wählen. Die Bachelorarbeit schließt das Studium ab und dokumentiert deine eigenständige ingenieurwissenschaftliche Arbeit.
Zeitaufwand und Flexibilität
Modulbelegung, Lernrhythmus und Prüfungen steuerst du weitgehend selbst. Das erleichtert die Vereinbarkeit mit Job und Familie. Vertiefungen wählst du so, dass sie mit deinem Berufsprofil harmonieren – z. B. Energie, Automotive, Robotik oder Mikroelektronik.
Was kostet der Bachelor Elektrotechnik an der IU Internationale Hochschule?
Die regulären Studiengebühren hängen vom Zeitmodell ab. In der Vollzeitvariante zahlst du 399 € monatlich über 36 Monate (Gesamtkosten ca. 14.364 €). Teilzeit I kostet 344 € monatlich über 48 Monate (insgesamt ca. 16.512 €). Teilzeit II liegt bei 259 € monatlich über 72 Monate (insgesamt ca. 18.648 €).
Zusatzkosten einordnen: Je nach persönlicher Studienorganisation können Ausgaben für Fachliteratur, Equipment oder Anreisen zu Prüfungszentren anfallen. Anerkannte Vorleistungen reduzieren die Gebühren – pro anerkanntem ECTS-Punkt werden 30 € gutgeschrieben.
Finanzierung und Steuern: Möglich sind u. a. BAföG (bei Erfüllung der Kriterien), Studienkredite, Arbeitgeberförderung oder Stipendien. Studiengebühren und Aufwendungen kannst du in der Regel steuerlich geltend machen (Sonderausgaben beim Erstudium, Werbungskosten beim Zweitstudium) – individuelle Beratung lohnt sich.
Vergleich zu staatlichen Hochschulen: An staatlichen Unis fallen meist nur Semesterbeiträge an. Private Fernstudiengänge bieten dafür hohe Flexibilität, dichte Betreuung und planbare Raten. Entscheidend ist, ob dir die Zeitersparnis und Planbarkeit den Aufpreis wert sind.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Bachelor Elektrotechnik möglich?
Typische Einstiegsfelder sind Entwicklung, Test, Automatisierung, Energietechnik oder Embedded Systems. In Deutschland liegen Einstiegsgehälter häufig bei 48.000–58.000 € brutto jährlich, mit Erfahrung sind 60.000–80.000 € und mehr realistisch – je nach Region, Branche und Verantwortung.
- Hardwareentwicklerin oder Hardwareentwickler: Schaltungsdesign, Simulation, Layout, Verifikation (ca. 52.000–78.000 €)
- Embedded-Systems-Engineer: Firmware, Treiber, Hardware-nahes Testing (ca. 50.000–80.000 €)
- Test- und Validierungsingenieurin oder -ingenieur: Prüfstände, Messreihen, Qualitätssicherung (ca. 48.000–72.000 €)
- Automatisierungsingenieurin oder -ingenieur: SPS, Robotik, Industrie 4.0 (ca. 55.000–85.000 €)
- Energietechnikerin oder -techniker: Netze, Erzeugung, erneuerbare Energien, E-Mobilität (ca. 50.000–82.000 €)
Master-Perspektive: Für forschungsnahe Rollen oder den Aufstieg in Entwicklung, Systems Engineering oder Technisches Management ist ein konsekutiver Master sinnvoll – z. B. in Elektrotechnik, Mechatronik, Embedded Systems, Energietechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen.
Für wen lohnt sich der Bachelor Elektrotechnik – und für wen nicht?
Das Studium lohnt sich, wenn du Elektrotechnik fundiert und zugleich flexibel online studieren willst. Es verbindet Feld- und Schaltungslehre mit Software- und Embedded-Kompetenz – passend für Entwicklung, Automatisierung oder Energietechnik, auch berufsbegleitend.
- Du brauchst maximale Flexibilität: 100 % online, Prüfungen rund um die Uhr, freie Modulplanung.
- Du willst Elektrotechnik mit Software- und Embedded-Fokus verbinden – Python, C/C++ und Mikrocontroller sind Teil des Curriculums.
- Du planst ein Profil in Energietechnik, Robotik/Automatisierung, IT-Sicherheit oder Mikroelektronik durch Wahlpflichtmodule.
- Du studierst neben dem Job und setzt auf digitale Betreuung, Lern-KI und planbare Monatsraten.
Nicht ideal ist der Studiengang, wenn du eine campusnahe Laborausbildung oder sehr niedrige Studienkosten über alles stellst. Auch der mathematisch-physikalische Anspruch sollte dir liegen.
- Du erwartest umfangreiche Laborpraktika in Präsenz und feste Campuszeiten – das Programm ist als Fernstudium ohne Präsenzpflicht konzipiert.
- Du suchst die kostengünstigste Option: Staatliche Hochschulen sind bei Gebühren meist deutlich günstiger (dafür weniger flexibel).
- Du möchtest ein duales Studium mit Unternehmensbindung und Arbeitstagen im Betrieb – hier liegt der Fokus auf flexiblem Fernstudium.
- Mathematik, Physik und Systemtheorie liegen dir nicht: Der Kern des Studiums baut auf Analysis, Linearer Algebra und Feldtheorie auf.
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