Für wen ist der Bachelor Sport- und Bewegungstherapie empfehlenswert?
Der Studiengang richtet sich an alle, die eine verantwortungsvolle Rolle in der medizinischen Rehabilitation und Prävention übernehmen wollen – insbesondere, wenn du Interesse an der Behandlung und Prävention orthopädischer, internistischer oder neurologischer Erkrankungen durch Bewegung hast. Geeignet bist du auch als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger, wenn du Patientinnen und Patienten helfen möchtest, körperliche, psychische und soziale Funktionen zu verbessern und gern in interdisziplinären Teams arbeitest. Typische Zielgruppen sind Abiturientinnen und Abiturienten, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Berufstätige im Gesundheits- und Fitnessbereich, die ihren Verantwortungsbereich erweitern wollen.
Diese Voraussetzungen musst du für das Studium erfüllen
Folgende formale Zugangsvoraussetzungen müssen erfüllt sein:
- Hochschulzugangsberechtigung durch eine der folgenden Optionen:
- Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
- Fachhochschulreife (Vollendung des schulischen und gegebenenfalls berufspraktischen Teils)
- Abschluss als Meister oder Fachwirt
- Fachschulabschluss oder vergleichbarer Berufsfortbildungsabschluss
- Abschluss eines Ausbildungsvertrages mit einem Unternehmen, das kooperierend an der DHfPG angeschlossen ist (duales Studienmodell)
- Bei bereits abgeschlossener Ausbildung als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut ist eine verkürzte Studienzeit möglich
Persönlich solltest du ein ausgeprägtes Interesse an Sport, Bewegung und Gesundheit mitbringen. Wichtig sind auch soziale Kompetenzen, Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft, mit Patientengruppen und Teams zu arbeiten. Vorteilhaft sind Erfahrungen im Sport-, Gesundheits- oder Therapiebereich, aber auch als Quereinsteiger kannst du erfolgreich starten, wenn du ein sicheres Auftreten, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft mitbringst.
Welche Inhalte vermittelt der Bachelor Sport- und Bewegungstherapie?
Im dualen Bachelor-Studiengang Sport- und Bewegungstherapie der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) entwickelst du fundierte Kompetenzen in Trainingswissenschaft, medizinischer Rehabilitation und Prävention. Der Studiengang verbindet natur- und gesundheitswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Kenntnissen für alle Versorgungsbereiche im Gesundheitssystem. Du lernst, biopsychosoziale Interventionen für Patientinnen und Patienten unterschiedlicher Indikationen zu konzipieren und durchzuführen. Neben klassischer Trainingslehre stehen folgende Schwerpunkte im Fokus:
- Gesundheitssystem und Prävention: Einführung in Strukturen, Akteure und gesetzliche Rahmenbedingungen
- Medizinische Grundlagen: Anatomie, Physiologie, Pathologie und Krankheitsbilder
- Sport- und Bewegungstherapie nach ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health)
- Trainingslehre in Theorie und Praxis für verschiedene Patientengruppen
- Sport- und Bewegungstherapie in Orthopädie, Rheumatologie, Traumatologie, bei internistischen Erkrankungen und in der Neurologie
- Entwicklung und Evaluation individueller Bewegungskonzepte
- Vermittlung von gesundheitsbezogenem Wissen sowie Leitung von gesundheitsfördernden Aktivitäten
Mit Abschluss erfüllst du Anbieterqualifikationen für abrechnungsfähige Bewegungsangebote in allen Präventionsstufen (Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention). Optional kannst du die Zusatzqualifikation „Sport- und Bewegungstherapie DVGS“ für verschiedene Indikationsbereiche erwerben, sofern die praktischen Voraussetzungen vorliegen.
Wie ist der Ablauf und die Struktur des Studiums gestaltet?
Das Studium ist als duales Fernstudium aufgebaut und dauert insgesamt sieben Semester (42 Monate). Das Konzept verbindet eigenverantwortliches, ortsunabhängiges Lernen mit Präsenzphasen und praktischer Anwendung im Ausbildungsbetrieb. Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
- Studienstart ist jederzeit möglich
- Kombination aus Fernstudium, kompakten Präsenzlehrveranstaltungen (insgesamt 73 Präsenztage) und paralleler Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb
- Selbstgesteuertes Lernen über Online-Plattformen (ILIAS E-Campus) und Studienunterlagen
- Praxisnahe Integration der Studieninhalte direkt im betrieblichen Umfeld
- Abschluss als Bachelor of Arts
- Möglichkeit zum direkt anschließenden konsekutiven Masterstudium „Sport- und Bewegungstherapie“ (in Akkreditierung)
Speziell für Fachkräfte mit bereits abgeschlossener Ausbildung als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut kann die Studiendauer verkürzt werden. Nach Abschluss und bei Nachweis der erforderlichen Praxistätigkeit kannst du die Zusatzqualifikation „Sport- und Bewegungstherapie DVGS“ beantragen.
Welche Karrierechancen eröffnet der Abschluss in Sport- und Bewegungstherapie?
Mit dem Bachelorabschluss bist du qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten im medizinischen und präventiven Gesundheitswesen. Typische Einsatzfelder und Aufgaben sind:
- Sport- und Bewegungstherapeutin oder Sport- und Bewegungstherapeut in ambulanten und stationären Rehabilitationseinrichtungen
- Mitarbeit im interdisziplinären Rehateam (z. B. mit Ärztinnen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten)
- Entwicklung und Umsetzung indikationsspezifischer Bewegungskonzepte bei orthopädischen, internistischen und neurologischen Erkrankungen
- Leitung von Rehabilitationssportgruppen, bewegungsbezogenen Zusatzprogrammen und Patientenschulungen (z. B. im Rahmen von Disease-Management-Programmen)
- Angebot abrechnungsfähiger präventiver Maßnahmen über Sozialversicherungsträger
- Vermittlung von Gesundheitswissen und Förderung eines aktiven Lebensstils
Typische Arbeitgeber sind medizinische Versorgungszentren, Reha-Kliniken, Physiotherapiepraxen, Krankenhäuser, Pflege- und Senioreneinrichtungen, Krankenkassen oder kommunale Institutionen (Schulen, Betriebe, Vereine) sowie kommerzielle Gesundheitsdienstleister und Fitnessstudios. Durch die Zusatzqualifikation „Sport- und Bewegungstherapie DVGS“ erweiterst du deine Einsatzmöglichkeiten insbesondere in der Rehabilitation und im bereichsspezifischen Präventionsmanagement.
Mit welchen Kosten musst du rechnen und wie lässt sich das Studium finanzieren?
Die monatlichen Studiengebühren betragen 390 Euro (bis 30.06.2026) bzw. 420 Euro (ab 01.07.2026). Diese Gebühren werden in der Regel vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Folgende Finanzierungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
- Übernahme der Studiengebühren durch den Arbeitgeber (Standard im dualen Modell)
- Zugang zu speziellen Förderprogrammen für dual Studierende, wie z. B. staatliche Zuschüsse oder Bildungsfonds
- Gehalt aus der parallel laufenden betrieblichen Anstellung
- Steuerliche Absetzbarkeit der Ausbildungskosten als Werbungskosten
Sonstige Kosten, wie für Unterrichtsmaterialien oder Prüfungen, sind zumeist bereits in der monatlichen Gebühr enthalten. Die Hochschule unterstützt dich bei der Suche nach Fördermöglichkeiten und einem passenden Ausbildungsbetrieb.
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