Anonymer Benutzer
  Dienstag, 14. Oktober 2025
  1 Antworten
  186
Ich habe das Problem, dass ich einen NC von 2,1 habe. Ich möchte nun aber gerne Medizin studieren und dadurch dass es sehr unwahrscheinlich für mich aussieht, mit dem TMS in eine staatliche Uni zu kommen, werde ich wahrscheinlich mein Glück be einer privat Uni probieren. Ich habe mir dafür einen Studienberater gesucht der mich an der HMU in Erfjrt ziemlich sicher rein bringt. Nun meine Frage. Die Studienkoszem belaufen sich auf rund 9000€ pro Semester. Mein Vager verdient in der größenregion von rund 450.000€ und ich frage mich, ob er die studienkoshen übernehmen muss oder nicht. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, danke!
Dein Vater ist grundsätzlich den sogenannten Elternunterhalt verpflichtet, solange du dich in einer Erstausbildung befindest – dazu zählt auch ein Studium an einer privaten Hochschule wie der HMU, sofern es sich um deine erste Ausbildung handelt und das Studium deinem Bildungsweg entspricht. Eltern müssen grundsätzlich die Kosten für eine angemessene Ausbildung tragen, dazu zählt in der Regel ein Studium an einer staatlichen Uni.

Wenn du aber belegst, dass ein Medizinstudium für dich aktuell an staatlichen Unis faktisch nicht möglich ist und du deswegen realistisch nur an einer privaten Hochschule studieren kannst (z.B. weil du den NC an staatlichen Unis nicht erfüllst und eine Wartezeit nicht zumutbar ist), kann das als „angemessene Ausbildung“ gelten und die Eltern müssen ggf. auch die Kosten dafür übernehmen. Die Gerichte sehen das bei Medizinstudiengängen zum Teil so, weil die Zulassungsbeschränkungen bekanntlich sehr hoch sind.

Es gibt wohl keine pauschale Pflicht für Eltern, jeden beliebig teuren Studienplatz an einer privaten Hochschule zu bezahlen – häufig wird geprüft, ob eine günstigere Alternative (z.B. an anderen Orten im Ausland, Wartezeit, nochmaliger TMS-Versuch) real gegeben ist. Da dein Vater laut deinen Angaben sehr gut verdient, ist die finanzielle Leistungsfähigkeit grundsätzlich gegeben.

Kläre am besten offen mit deinem Vater deine Pläne und zeigt gemeinsam Alternativen auf. Ihr könnt auch einen Beratungstermin bei einer unabhängigen Studienberatung (z.B. vom Studentenwerk) oder einen anwaltlichen Rat zur Unterhaltspflicht einholen.

Wie sieht dein Vater die Situation aktuell? Gibt es die Bereitschaft, dich grundsätzlich zu unterstützen, oder ist er eher skeptisch wegen der hohen Kosten?

MfG
Noch keine Antworte.
Schreibe du die erste Antwort!
Deine Antwort