Privat studieren von Berlin bis München: Alle Privathochschulen in Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit knapp 400 Hochschulen. 240 dieser Hochschulen sind in öffentlich-rechtlicher Hand, 39 in kirchlicher. 119 Hochschulen sind private Hochschulen, und zwar private Universitäten (21), private Fachhochschulen (95) und private Kunst- und Musikhochschulen (3). An insgesamt 14 privaten Unis in Deutschland besteht sogar die Möglichkeit zur Promotion.

Wir listen hier sätmliche Privathochschulen in Deutschland auf einen Blick. Inhalt:

Privathochschule

Sämtliche Hochschulen auf einen Blick

Die folgende Tabelle listet sämtliche Privathochschulen auf einen Blick. Wähle ein Bundesland, um die Auswahl zu verfeinern: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern , Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen

Fachhochschulen, Universitäten, Kunsthochschulen, Business Schools: Was sind die Unterschiede?

Wo solltest du studieren: An einer FH oder an einer Uni? Oder sogar an einer Kunsthochschule? Hier die wichtigsten Unterschiede der Typen von Privathochschulen.

  • Universitäten legen den Schwerpunkt auf Forschung und Wissenschaft und besitzen in der Regel das Promotionsrecht. Das Studienangebot an Unis ist meist sehr viel genereller als an FHs und schließt z.B. auch geisteswissenschaftliche Fächer mit ein. In Deutschland gibt es etwa 21 private Universitäten.
  • Fachhochschulen vermitteln eher anwendungsorientierte und berufsbezogene Kenntnisse, immer auf höchstem wissenschaftlichen Niveau. In Deutschland gibt es knapp 100 private FHs.
  • Fernfachhochschulen sind eigentlich ganz normale Fachhochschulen, bieten allerdings überwiegend Fernstudiengänge an, eignen sich also für alle, die berufsbegleitend und ortsunabhängig studieren möchten. Wir verzeichnen hier knapp 10 Fernfachhochschulen.
  • Kunst- und Musikhochschulen bilden angehende Künstler, Kunstpädagogen und Kunstwissenschaftler aus. In Deutschland gibt es etwa 3 private Kunsthochschulen.
  • Business School ist ein Begriff für Wirtschaftshochschulen, also für Hochschulen, deren Schwerpunkt im Fachbereich der Wirtschaftswissenschaften liegt. Neben Bachelorstudiengängen bieten Business Schools häufig weiterführende Studiengänge zum Master of Business Administration (MBA) an.

Wichtig für die Wahl deiner künftigen Privathochschule ist auch die Studienform, in der du studieren möchtest. Willst du Vollzeit studieren und auf das klassische Campusleben nicht verzichten, wähle eine Präsenzhochschule. Möchten du Teilzeit und vielleicht sogar von zu Hause und neben deinem Beruf studieren, informiere dich über private Fernhochschulen in Deutschland.

Privat studieren: Pro und Kontra

Die Entscheidung für oder gegen eine Privathochschule bzw. das Studium an einer privaten FH oder Uni ist gewissermaßen auch eine Entscheidung fürs Leben: Bestimmen doch die Hochschule, der Abschluss und die Kontakte, die an der Hochschule geknüpft werden, stark den Lebensweg nach dem Studium. Was spricht für, was gegen ein Studium an einer Privathochschule?

Konta:

  • Studiengebühren: Das Studium an Privathochschulen kostet in der Regel sehr viel mehr als das Studium an staatlichen Hochschulen. Wobei bei den Masterstudiengängen die Grenzen verschwimmen, denn auch öffentlich-rechtliche Hochschulen lassen sich die postgradualen Studiengänge einiges kosten. Viele Privathochschulen greifen ihren Studenten auch mit Studienkrediten oder sogar Stipendien unter die Arme.
  • Forschung: Vor allem an Fachhochschulen liegt der Fokus deutlich weniger auf Forschung als als etwa an Unis. Die meisten privaten Hochschulen sind stärker auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet. Wer später wissenschaftlich forschend tätig sein will, studiert also entweder an einer der wenigen privaten Universitäten, an einer staatlichen Uni oder sucht sich einen Job mit Forschungsbezug.

Pro:

  • Gruppengrößen: Kampf um Seminarplätze? Im Vorlesungssaal auf der Treppe hocken? Seminare mit 50 Teilnehmern? Das gibt es an privaten Hochschulen nicht. Die Lerngruppen sind in der Regel sehr viel kleiner, die Betreuung durch die Lehrkräfte ist deutlich persönlicher und intensiver.
  • Studiendauer: Kleinere Gruppengrößen und bessere Betreuung sorgen meist dafür, dass Studierende wesentlich fokussierter lernen können, und so bessere Chancen haben, ihr Studium in der Regelstudienzeit oder sogar schneller abschließen zu können. 
  • Zulassung: An den meisten privaten Hochschulen gibt es keine Zulassungsbeschränkung durch einen ungerechten NC. Das heißt zwar nicht, dass die Zulassung nicht auch beschränkt wird, in der Regel haben interessierte angehende Studenten aber deutlich bessere Chancen, in persönlichen Auswahlgesprächen und Assessments zu überzeugen und einen Studienplatz an einer Privathochschule zu ergattern.
  • Networking: Vor allem die privaten Wirtschaftshochschulen „verkaufen“ etwa mit ihren MBA-Studiengängen auch Zugänge in exklusive Netzwerke, auf die Studenten staatlicher Hochschulen in der Regel weniger Zugriff haben.